5 Anzeichen, dass du eine kontrollierende Mutter hast

Niemand prägt uns so wie unsere Eltern.

Anzeichen, dass du eine kontrollierende Mutter hast

Die Art und Weise, wie wir aufwachsen und von unseren Eltern behandelt werden, hat Einfluss auf unser restliches Leben: Darauf, welche Beziehungen wir eingehen, wie wir uns verhalten und wie wir mit anderen Menschen umgehen. Die Beziehung zur eigenen Mutter ist immer eine sehr besondere. Für manche ist sie das große Vorbild, für andere, die Person, die sie niemals werden möchten.

Verhält sich die Mutter dem Kind (möglicherweise auch im Erwachsenenalter) gegenüber kontrollierend, so kann das sehr belastend sein und wirkt sich nachhaltig auf die Psyche aus. Manchmal sind die Anzeichen nicht unbedingt sofort erkennbar. Schau mal, ob dir vielleicht etwas bekannt vorkommt:

1. Sie mischt sich in deine persönlichen Angelegenheiten und Beziehungen ein

Wenn du unter 18 Jahre alt bist und noch zu Hause wohnst, ist es durchaus verständlich, dass deine Eltern (zumindest ungefähr) wissen wollen, was du so machst und mit wem du abhängst. Hast du jedoch das "Nest" verlassen und verdienst deinen eigenen Lebensunterhalt, sollte deine Mutter dich nicht auf Instagram oder Facebook stalken und andauernd fragen, wo und mit wem du dich aufhältst. Wenn das häufig vorkommt, ist das ein Zeichen dafür, dass sie vielleicht zu kontrollierend ist. Es würde dir wahrscheinlich guttun, etwas Abstand zu gewinnen.

2. Sie behandelt dich nicht wie eine erwachsene Person

Obwohl es irgendwie auch nett sein mag, dass deine Mutter dich immer noch als ihr Baby betrachtet, solltest du aufpassen, wenn sie sich zu sehr einmischt oder dich in deiner Unabhängigkeit behindert. "Wenn deine Mutter deine Fähigkeit, wichtige Entscheidungen über dein eigenes Leben zu treffen, nicht respektiert, kann diese Art der Infantilisierung problematisch werden", sagt Dr. Sadi Fox, klinische Psychologin im Gespräch mit Bustle. "Wenn das zur Gewohnheit wird, musst du ihr Grenzen setzen und sie daran erinnern, dass du ein erwachsener Mensch bist, der in der Lage ist, seine eigenen Entscheidungen zu treffen" - und Fehler machen darf!

3. Sie hat zu allem, was du tust, eine Meinung

Ein Treffen mit deiner Mutter steht bevor und du weißt schon genau, dass sie dich mit Fragen und Meinungen überhäufen wird - worauf du eigentlich gar keine Lust hast? Obwohl die meisten Mütter ihre Besorgnis aus Liebe oder weil sie nur das Beste für ihre Kinder wollen, zum Ausdruck bringen, können kontrollierende Mütter sich auf Themen fixieren oder ungefragt ihre Meinung aufdrücken, weil sie gehört werden wollen. Oft ist ihr das eigene Verhalten gar nicht bewusst. "Du solltest die Freiheit haben, zu arbeiten, zur Uni zu gehen und soziale Kontakte zu knüpfen, ohne an deine Mutter gebunden zu sein", sagt Psychologe Joshua Klapow auf bustle.com. Grundlegende Entscheidungen wie, wo man essen geht, was man an einem bestimmten Tag tut oder wie man denkt oder reagiert, sollten nicht von ihr diktiert werden.

4. Du fühlst dich ihr gegenüber verpflichtet

Kennst du's? Du bist mal ein paar Stunden vom Handy weg, schon entdeckst zu zahlreiche Nachrichten deiner Mutter, die sich fragt, warum du nicht geantwortet hast und ob du noch am Leben bist. "Kontrollierende Mütter haben oft große Angst davor, was mit ihren Kindern passieren könnte", sagt Klinische Psychologin Sarah Schewitz. "Kontrollierend zu sein ist ein Weg, ihr Kind vor Schaden zu bewahren und eine Art und Weise, ihre Ängste zu bewältigen." Oft fühlen sich Kinder in der Folge stark unter Druck gesetzt und haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie nicht immer sofort zur Stelle sind.

Denk dran: Auch wenn sie nicht aus bösem Willen handelt, verdienst du dennoch deinen persönlichen Freiraum. Versuche, dieses Bedürfnis mitfühlend zum Ausdruck zu bringen, vermutlich wird sich die Dynamik eurer Beziehung verbessern.

5. Sie vergleicht dich ständig mit anderen oder sich selbst

Kontrolle kann sich auch darin äußern, dass dich deine Mutter oft mit anderen in den Vergleich stellt. "Deine Mutter vergleicht dich vielleicht mit einem Geschwisterkind, einem Freund, einer Cousine oder sogar mit sich selbst - wie verwöhnt, minderwertig oder glücklich du bist, verglichen mit der Zeit, als sie jung war", so Therapeutin Darlene Lancer auf bustle.com. Dieses Verhalten hat in der Regel mit Eifersucht oder Neid zu tun und lässt auf narzisstische Persönlichkeitszüge schließen. Meist hat es zur Folge, dass du schlecht fühlst und geringes Selbstvertrauen entwickelst.

 

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