5 Anzeichen dafür, dass du Bindungsängste hast

Kritisierst du oft die Beziehungen anderer und findest ständig Gründe, warum du niemals mit dieser oder jener Person zusammen sein könntest? Möglicherweise liegt's an deinen Bindungsängsten.

Frau hat Augen geschlossen

Es gibt da eine Person, die du irgendwie ganz gut findest, ihr kommt euch näher und du merkst, dass auch von der anderen Seite Interesse besteht. Ein Weilchen klappt auch alles super, doch irgendwann überkommt dich die Panik – und du nimmst Reißaus. Wieso genau, kannst du dir nicht so recht erklären, schließlich mochtest du sie*ihn ja echt gern.

"Bindungsängste können durch alles Mögliche hervorgerufen werden", erklärt Nicole Richardson, lizenzierte Ehe- und Familientherapeutin, gegenüber Bustle. "Etwa dadurch, dass wir bereits in der Kindheit mit gescheiterten Beziehungen der erwachsenen Menschen um uns herum konfrontiert oder bereits selbst in Beziehungen enttäuscht wurden. Bei manchen Menschen ist die Angst, verletzt zu werden auch von Grund auf tief verwurzelt“.

Du bist nicht ganz sicher, ob du tatsächlich Bindungsängste hast? Diese Hinweise geben Aufschluss:

1. Du hast immer nur unverbindliche Gspusis

Das letzte Mal, dass du dich emotional auf eine andere Person eingelassen und dich ihr gegenüber geöffnet hast war … hm, ja wann denn eigentlich? Es fällt dir total leicht, mit jemandem rumzumachen, von dem du gerade mal den Vornamen kennst, die Vorstellung, mit dieser Person über persönliche Dinge zu reden, jagt dir allerdings einen kalten Schauer über den Rücken? Ein ziemlich deutliches Zeichen, dass du Schwierigkeiten hast, dich zu binden.

2. Du hältst wenig von Beziehungen

Mal ehrlich: Kritisierst du oft die Beziehungen anderer und findest ständig Gründe, warum du niemals mit dieser oder jener Person zusammen sein könntest? Möglicherweise liegt es daran, dass du einfach Angst hast, dich auf andere einzulassen. "Dauernd zu rechtfertigen, warum Beziehungen Mist sind, ist oft ein Hinweis darauf, dass man Angst hat, selbst eine einzugehen", so Dr. Brown.

3. Du suchst dir ständig die falschen Leute aus

Eine der größten Hinweise für Bindungsängste: Du lässt dich immer auf die falschen Leute ein. Anstatt dem netten Mädel*Typen eine Chance zu geben, die*der offensichtlich nur Augen für dich hat, probierst du es lieber mit dem*r, der*die augenscheinlich nicht emotional bereit für eine Beziehung ist – und wunderst dich anschließend, warum du enttäuscht zurückbleibst.

4. Es fällt dir allgemein schwer, dich zu verpflichten

Ein weiterer Hinweis dafür, dass du Bindungsängste hast: Du hast auch in anderen Lebensbereichen Schwierigkeiten, dich zu Dingen zu verpflichten. Sei es die Verantwortung für ein Projekt in der Arbeit zu übernehmen oder dir ein Haustier zuzulegen. Möglicherweise liegt es daran, dass du Angst vor Veränderungen hast. Das kann sich natürlich auch auf deine Beziehungen auswirken: "Oft sind wir so daran gewöhnt, Single zu sein, dass wir die Vorteile daran einfach nicht aufgeben wollen. Das ist natürlich okay, jedoch sollten wir uns fragen: Bleibe ich Single, weil ich es genieße, alleine zu sein? Oder weil ich Angst vor Enttäuschung habe?", so Dr. Brown.

5. Du hast Angst, verlassen zu werden

Deine Angst, dich auf andere einzulassen, kommt womöglich daher, dass du dich fürchtest, verlassen zu werden. Oft wissen wir das allerdings gar nicht, da diese Angst nur unterbewusst existiert. "Nicht selten haben wir - wenn auch unterbewusst - Angst vor den Dingen, die wir uns in Wahrheit am meisten wünschen. Wie zum Beispiel eine tiefe emotionale Verbindung mit einem anderen Menschen", erklärt Dr. Brown. "Das erst mal zu begreifen, ist oft nicht leicht, aber ein erster wichtiger Schritt, die Angst zu überwinden".

 

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