4 Wege sich den eigenen Urlaub zu ruinieren

Urlaub sollte ja eigentlich der Entspannung dienen. Reisende machen sich das Leben aber oft unnötig schwer. Reiseexperte Anthony Bourdain erklärt, wie man es nicht machen soll.

Es gibt Jobs, und dann gibt es JOBS. Anthony Bourdain hat zum Beispiel eine sehr feine Beschäftigung. Der ausgebildete Koch moderiert die erfolgreiche US-amerikanische Reise- und Gourmetshow „Parts Unknown“, für die er an unbekannte Orte fährt und die lokale Kultur und Küche erkundet. Etwa 250 Tage im Jahr ist Bourdain unterwegs, das macht ihn wohl zu so etwas wie einem Reiseexperten. Dem Wirtschaftsmagazin Moneyverriet er, welche Fehler TouristInnen am häufigsten machen (und sich so den eigenen Urlaub versauen).

Die vier häufigsten Fehler, die man beim Reisen machen kann

1. Dein Reiseplan ist voll und minutiös geplant


Natürlich: Wer schon Wochen vorher im Reiseführer über das Land ihrer Wahl versinkt, entdeckt zwangsläufig, dass es viel zu viel zu entdecken gibt. Und plant jede Minute der Reise durch - vom Avocadotoast zum Frühstück in dieser süßen, kleinen veganen Bar bis zur Skybar für den After-Dinner-Drink mit Blick über die Stadt /den Strand/was auch immer.


Bourdain hält nichts von zu rigoroser Planung, es fehle die Spontanität, die immerhin eine der größten Freuden des Reisens sei. „Diese hektische Verdichtung der Zeit, damit man diese Tour machen kann und jene Sehenswürdigkeiten sehen kann, das hält einen in einer Blase und verhindert, dass man etwas Magisches erlebt“, sagt er. „Pläne sollten vergänglich sein, man kann sich ruhig von ihnen verabschieden.“


2. Du liest tausende TripAdvisor-Bewertungen und vertraust voll darauf


Bourdain hat eine interessante Methode für Reise-Plattformen: Anstatt stundenlang hunderte Bewertungen zu lesen, soll man selbst eine Fake-Bewertung verfassen und das betreffende Hotel oder Restaurant überschwänglich loben. Die Reaktion anderer UserInnen auf die gefälschte Bewertung würde laut Bourdain ein ehrliches Bild des Etablissements zeichnen: Wird man heftig kritisiert, sollte man das Lokal oder Hotel eher meiden. Gibt es Zustimmung, werden die guten Bewertungen wohl echt sein.


3. Du übernachtest in großen Hotelketten


Obwohl Bourdain nicht viel von übermäßigem Sparen bei der Unterkunft hält, rät er von klassischen, internationalen Ketten ab. Schicke, lokale Hotels oder charmante Appartements würden die Kultur des Reiseziels oft viel besser wiedergeben.


4. Du reist einfach viel zu schnell


Auf Reisen bewegen sich viele TouristInnen in Lichtgeschwindigkeit. Man will alles sehen und nichts verpassen. Laut Bourdain geht so aber viel vom Zauber eines neuen Ortes verloren, Reisende können überhaupt nicht richtig eintauchen. „Man kann nichts aufnehmen, wenn man einfach nur vorbeifährt. Das ist doch unbefriedigend“, sagt er.

Und hat zum Ende noch den besten Tipp: „Trau dich, dich einfach hinzusetzen und zu schauen.“

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