4 ultimative Tipps, wie Sie Ihre Kinder zum Lernen motivieren

Endlich Ferien? Für viele bedeuten neun Wochen Pause auch intensives Lernen. Und das ist nicht immer leicht.

Endlich Ferien! Es ist soweit: Die Sommerferien sind im vollen Gange und alle SchülerInnen freuen sich über neun Wochen Freizeit und Sorglosigkeit. Jedoch dauert es nicht lange und das nächste Schuljahr startet. Damit kehren bei vielen auch die Lernprobleme zurück. Da die Zeit wie im Flug vergeht, sollte man sich jetzt schon Gedanken darüber machen, wie man seinem Kind das Lernen erleichtern und schmackhafter machen kann. Bestseller Autor und Mental-CoachRoman Braun liefert hierzu ein paar wertvolle Tipps.


1. Die richtige Einstellung zum Lernen


Grundsätzlich gilt: Die Basiseinstellung zum Lernen überträgt sich von den Eltern auf die Kinder. Daher ist der erste Schritt um seinem Kind die Freude am Lernen zu vermitteln, die eigene Einstellung zum Lernen zu prüfen und gegebenenfalls zu überdenken. Eltern, die sich selbst für das lebenslange Lernen begeistern, haben auch lernbegeisterte Kinder. Man kann sich die Unterrichtsgegenstände auch aufteilen: Ist ein Elternteil interessiert an Sprachen, übernimmt dieser beispielsweise Deutsch und Englisch. Ein Zitat von Karl Valentin fasst dieses Phänomen perfekt zusammen: „Wir brauchen unsere Kinder nicht erziehen, sie machen uns sowieso alles nach.“

2. Die Pomodoro-Methode: 3 x 10 Minuten täglich reichen


Was sich nach einem italienischen Küchenrezept anhört, ist eine effiziente Gestaltung jeglicher Prüfungsvorbereitung. Die Grundregel der Pomodoro-Methode: Die Lern- und Pauseneinheiten müssen eingehalten und dürfen nicht ausgedehnt werden – weder Pause, noch Lernphase. Somit steht im Vordergrund wieviel Aufgaben das Kind in einer Zeitpanne lösen kann. Schnell wird man sein Kind fürs Spielen, nicht zum Lernen animieren müssen. Für Volkschüler stehen 10 Minuten lernen, 10 Minuten Pause am Programm. In der Unterstufe können es etwa 20 Minuten lernen, 10 Minuten Pause; in der Oberstufe bereits 30 Minuten lernen und wieder 10 Minuten Pause sein. Doch länger als 30 Minuten am Stück sollte nicht gelernt werden. Denn nach 30 Minuten setzt nachweislich Langeweile ein, die zum „Trödeln“ und zur Unachtsamkeit führt und damit nicht effizient ist. Das Ganze wiederholt sich drei Mal. Dann ist Schluss für den restlichen Tag. Zudem ist die Pause eines der meist unterschätzten Aspekte des Lernens. Die Hirnforschung zeigt, dass in den Pausen das Gehirn weiterarbeitet.

3. „Gib dein Bestes“ – Weniger Druck, mehr Spiel


Wie oft haben uns die eigenen Eltern gesagt, „Gib dein Bestes“, wenn man mal wieder vor einer Prüfung stand? Was eigentlich gut gemeint ist, erzeugt tatsächlich einen enormen Druck und ist Ursache für die eine oder andere Prüfungsangst. Das Beste geben für eine Matheprüfung? (Wo doch unzählige Matheprüfungen im Leben anstehen?) Das erscheint niemanden sinnvoll. Wer sein Kind von außen motivieren möchte, schafft eine spielerische Stimmung. Allein, wenn man jede Lern- bzw. Pausenphase mit dem Satz „Achtung, Fertig, Los!“ startet, erhöht sich der innere Ansporn des Kindes. Durch das Zeitlimit erhöht sich die innere Motivation. Dafür sorgt die Steigerung des Dopamin-Spiegels.

4. Dem Lernen Sinn verschaffen


Kinder benötigen – wie auch wir Erwachsene – einen Sinn, um sich aus eigenem Antrieb heraus auf eine Prüfung vorzubereiten. Alles was einen Sinn ergibt wird automatisch, leichter und mit viel Begeisterung getan. Hier kommt das sogenannte „Timeline Coaching“ ins Spiel.
Wie geht das vor sich? Erstellen sie mit ihrem Kind gemeinsam gedanklich eine Zeitlinie des Lebens und schaffen sie damit Lebensträume. Welches Ziel liegt am Ende der Linie? Ein erfülltes Berufsleben! Genau dieses Ziel soll man sich farbenfroh und als großes Bild gedanklich vorstellen. Anschließend wird eruiert, welche gemeinsamen Zwischenschritte notwendig sind um dieses Ziel zu erreichen. Dazu zählen u.a. schulische Tests und Prüfungen. Dadurch werden zwei Dinge ersichtlich: Eine Prüfung ist eine Zwischenstation von vielen – das reduziert den Druck. Zudem bringt einem eine absolvierte Prüfung dem Lebenstraum näher – das motiviert.

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