4 Tipps, wie du mit deinen Kindern über ihre Psyche reden kannst

Psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen sind selbst bei Erwachsenen noch ein tabuisiertes und stigmatisiertes Thema. Umso wichtiger ist es, dass Kinder sich sehr früh mit dem Thema Psyche befassen. Denn psychische Krankheiten beschränken sich nicht nur auf erwachsene Menschen. Auch Kinder können unter Depressionen, Angststörungen und anderen Erkrankungen leiden. Einige Studien haben deshalb interessante und hilfreiche Methoden entwickelt, wie Eltern respektvoll und effektiv mit ihren Kindern darüber sprechen können. Und wie Kinder lernen können, nicht nur auf ihren Körper, sondern auch auf ihre Psyche aufzupassen.

1: Der emotionale Vulkan

Im Buch "The Happy Kid Handbook: How to Raise Joyful Children in a Stressful Worldbeschreibt die Kinderpsychologin Katie Hurley die Methode des "emotionalen Vulkans". Dafür zeichnet sie einen Vulkan auf, und erklärt Kindern, dass jeder Mensch im Laufe des Tages unterschiedliche Gefühle hat. Wenn wir diese Gefühle nicht ausdrücken, dann bleiben sie stecken und brechen irgendwann aus - wie bei einem Vulkan. Und dann passiere es, dass Kinder schreien, weinen und um sich schlagen. Mithilfe dieser Methode sollen Kinder lernen, über ihre Gefühle zu sprechen und sie nicht aufzustauen.

2: Kindern Zeit geben

Wenn Kinder weinen oder einen unzufriedenen Gesichtsausdruck machen, sollten Eltern nicht sofort ihr Verhalten interpretieren. Sondern ihnen Raum und Zeit geben, sich zu erklären. Anstatt zu sagen: "Sei nicht so frustriert" sollten Eltern lieber sagen: "Du siehst aufgeregt aus. Was ist los?" Das hilft ihnen, ihre eigenen Gefühle in Worte zu fassen. Um Unterhaltungen zu vermeiden, in denen das Kind nur einsilbige Antworten gibt, sollten Eltern auch darauf achten, nicht zu verallgemeinern. Statt "Wie war's in der Schule?" könnten sie etwa fragen: "Was ist dir heute Schönes passiert?"

Kind und Vater

3: Entspannungsübungen

Auch Kinder leiden unter jede Menge Stress. Sie haben nur oft nicht die Tools, um ihn zu verarbeiten. Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder technik- und stressfreie Zeiten einlegen - etwa durch Meditationen, Achtsamkeitsübungen oder einfach bei einem Spaziergang in der Natur. Das hilft auch Kindern dabei, sich und ihre Gefühle zu sortieren.

4: Tagebuch schreiben

Innere Konflikte und Stress loswerden? Viele schwören darauf, täglich ihre Sorgen, Wünsche oder Gefühle niederzuschreiben. Und die positive Wirkung des Tagebuchschreibens auf die Psyche wurde sogar wissenschaftlich bewiesen. Deshalb ist es keine schlechte Idee, den eigenen Kindern Tagebücher zu schenken - wenn sie diese nutzen, kann es für sie wirklich hilfreich sein, sich damit durch schwierigere Zeiten zu navigieren.

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