4 Tipps, um jetzt nicht ständig wegen Kleinigkeiten zu streiten

Wohnräume sind eng und Menschen sind lästig. Kein Wunder, dass man streitet - besonders wenn man sich in Wochen der Corona-Ausgangsbeschränkungen im gemeinsamen Haushalt ganz wunderbar den letzten Nerv rauben konnte.

Rotes Neon-Schild mit wütenden Symbolen

Die Ausgangsbeschränkungen sind offiziell vorbei. Bis unser Leben wieder in gewohnteren Bahnen verläuft, wird es allerdings noch ein bisschen dauern. Wer in den letzten Wochen seine*n Partner*in im gemeinsamen Haushalt quasi 24/7 um sich hatte, weiß inzwischen: Ah, auch das kann stressig sein.

Und völlig zurecht. In einem normalen Alltag treffen wir unzählige andere Sozialkontakte. Wir interagieren persönlich mit Arbeitskolleg*innen und Freund*innen, die uns inspirieren und/oder nerven - und besprechen am Ende des Tages all das mit unsere*r Partner*in. Jetzt passiert schon seit Wochen im Home Office nichts - und wenn etwas passiert, dann weiß der*die Andere sowieso sofort Bescheid, weil er*sie dabei war. Diese erzwungene Zweisamkeit ist eine Herausforderung für eine Beziehung, auch wenn euer Zusammenleben sonst sehr harmonisch abläuft. Mit ein paar mal kräftig Durchatmen und ein paar Tipps klappt es aber auch in der Extremsituation.

***Gemeint sind respektvolle, harmonische und gewaltlose Beziehungen. Verhaltensweisen, die deine physische oder psychische Gesundheit gefährden, können durch solche Tipps nicht geändert werden. Wenn du Hilfe brauchst, wende dich zum Beispiel an die Frauenhelpline unter 0800 222 555.

Tipp 1: Setzt Grenzen (und ein paar sinnvolle Regeln)

Egal ob nur eine*r von euch aus dem Home Office arbeitet oder beide: Einigt euch auf Arbeitsplätze und Arbeitszeiten. Konzentriertes Arbeiten ist schwer genug, auch ohne dass jemand daneben hockt und während des Tiger King-Binges ständig "WTF!" brüllt.

Das Gleiche gilt, wenn ihr euch beide oder auch nur eine*r von euch nach verdienter "Alone-Time" sehnt. Auf geteilten 50 Quadratmeter gescheit alleine zu sein, ist eine Herausforderung für sich. Die Lösung ist, wie so oft, auch hier: Kommunikation. Seid beide offen, was ihr gerade braucht und geben könnt. Und geht zum Beispiel mal bei geschlossener Badezimmertür schön lang duschen. Allein.

Tipp 2: Entschärft eure Konflikte

Es ist so: Alle sind gerade gestresst. Alle sind in einer Ausnahmesituation. Daran lässt sich wenig ändern - wie ihr miteinander umgeht, liegt aber ganz bei euch.

Wenn ihr kurz vorm Durchdrehen seid: Gönnt euch eine Pause. Das können Kleinigkeiten sein! Macht ein Fenster auf und atmet tief durch. Hört ganz laut (oder mit Kopfhörern, weil Rücksicht) euer Lieblingslied. Geht eine schnelle Runde um den Block. Ein kurzer Tapetenwechsel kann Wunder bewirken. Am wichtigsten ist: Seid empathisch und gebt einander soviel Raum für eure Emotionen, wie möglich.

Tipp 3: Seid lieb zueinander (auch mal ohne Sex)

Das Schöne an einer etablierten Beziehung ist ja, dass man auch mal neben der Spur sein kann. Verletzlichkeiten zeigen und schlechte Tage haben, ohne gleich zu befürchten, dass die Beziehung zusammenbricht und der*die Partner*in schreiend das Weite sucht. Eine harmonische Beziehung gibt Halt und Unterstützung, gerade in Zeiten wie diesen.

Umso wichtiger, sich diese Zuneigung auch zu zeigen. Das muss nicht unbedingt Sex sein, wenn ihr keine Lust habt. (Wenn schon, dann go for it!) Ein bisserl kuscheln, ein bisserl Händchen halten oder eine spontane Umarmung machen viel aus.

Tipp 4: Habt mal wieder ein Date - denn das geht auch zuhause

Ja, man hockt eh die ganze Zeit aufeinander und das fühlt sich an, wie ein Date, das nie wieder enden wird, aber hör zu: Geplant, vorbereitet und mit Enthusiasmus durchgeführt kann so eine Verabredung in den eigenen vier Wänden genau die Art Abwechslung sein, die ihr beide braucht. Wenn's so sein soll, dann endet das Home-Date sogar in leidenschaftlichen Sex. Und der ist sowieso der beste Stress-Abbau aller Zeiten.

Falls du nicht weißt, was du Romantisches zuhause anfangen sollst - wir haben hier ein paar Ideen für dich:

 

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