4 Situationen, in denen Ghosting voll okay ist

Jap, eh klar: Ghosting ist definitiv nicht die feine Art. Trotzdem kann es durchaus plausible Gründe dafür geben, einen Menschen unangekündigt alleine zu lassen und Kontaktversuche zu ignorieren.

Ghosting

Erst ist alles okay, man schreibt sich, trifft sich, hat eine vermeintlich angenehme zwischenmenschliche Beziehung – und dann das unvorhersehbare Aus des Kontakts. Ghosting, also jemanden ohne Angabe von Gründen und/oder Erklärungen zu ignorieren, hat (zurecht) nicht den besten Ruf. Dieses Dating-Phänomen findet nämlich zu oft missbräuchlich Anwendung – etwa, wenn sich jemand einer Konfrontation nicht stellen will, weil die Person zu faul oder feige ist und deshalb einfach den easy way out nimmt. Ghosting kann allerdings auch ein Schutzmechanismus gegenüber toxischen Personen sein – etwa in diesen Fällen:

1. Wenn sich die Interaktion mit dem Gegenüber creepy anfühlt.

Es gibt Situationen, in denen es voll okay ist, andere Personen ohne Angabe von Gründen aus dem Leben zu streichen, sich nie wieder zu melden und auch auf Kontaktversuche nicht zu reagieren. Ein Grund – und der wahrscheinlich wichtigste – für so ein Verhalten ist Selbstschutz. Wenn du dich in einer zwischenmenschlichen Beziehung unwohl und unsicher fühlst und du das Gefühl hast, Ghosting bringe dich am besten aus der Situation raus, bist du niemandem Rechenschaft schuldig. Vor allem weil Menschen mit missbräuchlichen Verhaltensmustern jegliche Form von Antworten – selbst, wenn es ein klares "Ich habe kein Interesse" ist – oft als Ansporn für noch mehr Überzeugungsarbeit (read: Belästigung) sehen.

2. Wenn das Gegenüber in einer monogamen Beziehung ist.

Natürlich ist niemand für die Beziehung zwischen zwei Menschen verantwortlich außer sie selbst. Wer sich für ein monogames Beziehungskonstrukt (>>> was btw. nicht für alle funktionieren muss, mehr dazu hier) entschieden hat, lebt mit seinem*seiner Partner*in nach den selbst auferlegten Rahmenbedingungen. Und der Vollständigkeit halber: In monogamen Beziehungen betrügen nicht die Affären, sondern die Menschen, die in einer monogamen Paarbeziehung sind.
Hast du mit einer Person Kontakt, die Monogamie lebt oder angibt zu leben, sich dieser Kontakt deshalb nicht gut anfühlt für dich und dich Aussagen wie "Du behältst das eh für dich, gell?" oder "Sag‘ das bitte niemandem!" unter Druck setzen, musst du bei Ghosting absolut kein schlechtes Gewissen haben.

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3. Wenn dich das Gegenüber schonmal geghostet hat.

Da geht’s gar nicht um irgendwelche petty Abrechnungen oder so (okay, vielleicht ein kleines bissi), aber: Du hast jemanden gedatet, ihr habt danach noch nett hin- und hergeschrieben, plötzlich kam aber keinerlei Reaktion mehr – und jetzt, Monate später, meldet sich er*sie wieder als wäre nie was gewesen? Dann bist du echt keine Antwort schuldig.

4. Wenn sich die Person nur für Booty Calls meldet.

Again: So lange sich eine zwischenmenschliche Beziehung – in welcher Form auch immer – für alle Beteiligten gut anfühlt, ist alles okay. Du willst eh auch nur nächtliche Sexabenteuer erleben und bist froh, wenn sich der*die Andere tagsüber nicht meldet? You go, lebe dein bestes Leben! Ist das allerdings nicht das, was du dir von dieser zwischenmenschlichen Beziehung erhofft oder erwartet hattest, kannst du dich getrost einfach still und heimlich zurückziehen. Und – sorry, wenn das jetzt weh tut: Dem Gegenüber wird’s wahrscheinlich gar nicht auffallen …

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