4 Indikatoren dafür, dass du ein Alkoholproblem hast

Es ist nicht leicht zuzugeben, dass man Alkohol vielleicht ein bisschen zu sehr braucht.

1) Wurdest du schon je für deine Trinkgewohnheiten kritisiert?

Eure Freunde machen euch regelmäßig darauf aufmerksam, dass ihr es vielleicht manchmal ein wenig übertreibt - oder sie haben gar ernsthafte Bedenken haben, was euren Alkoholkonsum betrifft? Das könnte ein hartes aber ehrliches Indiz sein, dass es vielleicht einmal einen ernsten Blick in den Spiegel bedarf.

Wenn eure Reaktion auf ein solches Gespräch hauptsächlich von Genervtheit geprägt war, solltet ihr euch vielleicht mal fragen, warum. Ein ehrliches Gespräch über Alkohol sollte absolut drin sein, ohne dabei die Schuld beim Gesprächspartner zu suchen.

Wer schon einmal alleine getrunken hat - auch wenn es nur ein paar Shots an der Bar waren, bevor man die Runde an den Tisch gebracht hat - sollte seine Gewohnheiten vielleicht überdenken.

2) Du trinkst noch mehr, um einen Kater zu überwinden?

Yep, das "Reparaturseidl" ist weit verbreitet um den Kater erträglicher zu machen, aber das macht es nicht unbedingt gesund.

Alkohol bringt uns zum Entspannen, in dem es zwei verschiedene chemische Reaktionen im Gehirn auslöst. GABA-Rezeptoren fungieren wie ein Beruhigungsmittel, während der Botenstoff Glutamat wie ein Stimmungsaufheller funktioniert. Wenn der Alkohol erst einmal aus dem Blutkreislauf draußen ist, fällt die Reaktion der GABA-Rezeptoren, aber wir reagieren noch immer auf das Glutamat. Das kann zu Angstanfällen, Zittrigkeit und schlechtem Schlaf führen. Auch das Dopamin-Niveau im Körper ist davon betroffen, was zu Launenhaftigkeit führen kann.

Durch das Überbrücken des Katers mit noch mehr Alkohol, unterstützt man diese chemischen Abhängigkeiten.

3) Fühlst du dich manchmal schuldig beim Trinken?

Im Kater hat fast jeder schon einmal gesagt "Ich trinke niee wieder!".

In den seltensten Fällen halten sich Menschen an diese Versprechen, allerdings ist es kein gutes Zeichen, wenn das eigene Trinkverhalten und der damit einhergehende Fall an Hemmungen mit Aktionen einhergeht, für die man sich im Nachhinein schämt oder die gefährlich waren. Auch Gedächtnislücken sind eine ernstzunehmende Sache.

4) Du wolltest schon mal weniger trinken und es hat nicht funktioniert?

Jeder hat sich wohl schon einmal vorgenommen, an einem Abend weniger zu trinken und dann doch die volle Ladung Alkohol zu sich genommen. Wenn das allerdings regelmäßig passiert, sollte man sich fragen, warum man sich nicht zurückhalten kann?

Oft sagt man sich "nur noch ein Getränk", doch dann werden daraus drei oder vier, und die Frage ist warum.

Wenn ihr mit jemandem über euer Alkoholverhalten sprechen wollt, findet ihr hier geeignete Anlaufstellen.

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