4 Gründe, wieso du im Homeoffice öfter Kopfschmerzen bekommst

Nein, ihr bildet euch das nicht nur ein. Wir haben die Gründe, wieso ihr im Homeoffice eher Kopfschmerzen habt - und ein paar Tipps, was dagegen hilft.

Migräne Homeoffice

"Ich hab Kopfweh", hört man immer wieder in Homeoffice-Besprechungen, wenn die Frage gestellt wird, wie sich alle fühlen. Es kommt einem vor, als würde das Zuhause öfter passieren als im Büro. Aber kann das sein? Und wenn ja, woran liegt das?

Prinzipiell hat das Arbeiten im Homeoffice natürlich den Vorteil, dass man sich gemütlicher einrichten und den Arbeitsplatz mehr auf die eigenen Bedürfnisse anpassen kann, als das im Büro möglich ist.

Trotzdem kämpfen viele Menschen im Homeoffice öfter mit Migräne und Kopfweh. Wir haben ein paar Antworten und wissen: Nein, das bildet ihr euch nicht ein! Und Nein, es liegt auch nicht am Mond.

Fehlende Routine

Wenn wir jeden Tag ins Büro gehen, haben wir unsere Morgenroutine wahrscheinlich optimiert und perfektioniert. Aufstehen, Anziehen, Kaffee, Zeitung am Weg, ein Buch in der Ubahn lesen – wie auch immer euer die Routine aussehen mag.

Sind wir ganz ehrlich, im Homeoffice sieht es bei vielen Menschen vermutlich eher so aus: Aufstehen, Zähne putzen, ansprechenden Pullover zum Pyjama-Unterteil anziehen, Computer einschalten, irgendwann Mittagspause machen, Computer ausschalten. Routinen sind aber extrem wichtig, um Migräne einzudämmen und sollten nicht unterschätzt werden!

Also muss auch im Homeoffice mehr Routine her. Plant einen kurzen Spaziergang nach der ersten Tasse Kaffee ein, teilt für euch Kaffeepausen während der Arbeitszeit ein, definiert eine Zeit für die Mittagspause etc. Und dann behaltet das für die kommende Woche bei.

Zu viel Bildschirmzeit

Früher haben wir zwar auch am Bildschirm gearbeitet, aber jedes Meeting fand im Konferenzraum statt, das Mittagessen wurde mit Kolleg*innen face to face eingenommen und zumindest in diesen Phasen haben sich die Augen und das Gehirn vom Blaulicht erholt.

Macht euch aber keine Vorwürfe, dass eure Bildschirmzeit so hoch ist. Ihr könnt schließlich nichts dafür! Aber es gibt einige Tricks, wie ihr dagegen arbeiten könnt und so zum Beispiel Kopfweh vorbeugt.

Es ist sinnvoll, regelmäßige Pausen zu machen und abends eher ein Buch zur Hand zu nehmen, als erneut etwas im TV anzuschauen. Zusätzlich kann es helfen, den Monitor beim Arbeiten in die Nachteinstellung umzustellen. Dadurch wird der Bildschirm dunkler und das ist angenehmer für die Augen.

Schaut außerdem alle 30 Minuten mal fokussiert auf etwas, das mindestens sechs Meter weg steht. Das hilft dem Auge, sich zu entspannen, indem ihr nicht dauernd auf nahe Sachen schaut wie zum Beispiel euren Bildschirm.

Unpassender Arbeitsplatz

Man würde glauben, dass wir das bereits alle nach den ersten Wochen in Lockdown 1 aufgegeben haben, aber sicherheitshalber hier nochmal: Es ist extrem wichtig auch im Homeoffice auf einen ergonomischen Arbeitsplatz zu achten. Vom Bett oder Sofa zu arbeiten, ist unbedingt zu vermeiden!

Dadurch wird sowohl der Rücken als auch das Genick in eine unangenehme Position gebracht, was wiederum zu Kopfschmerzen führen kann. Von den Rücken- und Genickschmerzen, die das mit sich bringt, reden wir hier noch nicht mal. Also klares NEIN zu Couch oder Bett als Arbeitsplatz! Nein, nein, nein!

Zu wenig Pausen

Vielleicht habt ihr auch festgestellt, dass ihr im Homeoffice produktiver seid? Keine Ablenkung, kein*e Chef*innen, die schnell was brauchen, keine Kolleg*innen, die mit euch sprechen wollen. Das ist super. Aber auch gefährlich.

Denn gerade durch diese hohe Produktivität und das schnelle Abarbeiten vergisst man oft auf Pausen und lastet sich selbst mehr auf, als nötig wäre. Vergesst nicht darauf, regelmäßig zu essen, Pausen zu machen, die Augen zu entspannen und zwischendurch mal ein paar Hampelmänner einzubauen. Vielleicht schafft ihr es in eurer Pause sogar, eine Runde um den Block zu gehen.

Neben Pausen ist es auch wichtig für sich, Grenzen zu setzen. Dabei geht es darum, auch im Homeoffice Arbeit und Freizeit zu trennen. Legt Stunden fest, in denen ihr erreichbar seid und macht keine Ausnahmen. Zu viel Arbeit und zu wenig Pausen kann ebenfalls schnell der Grund für Kopfschmerzen und Migräne sein.

 

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