4 Dinge, über die man beim Sex nie nachdenken sollte

Prinzipiell sollte man sich beim Sex nur eines denken: "Das fühlt sich gut an!" Tatsächlich schleichen sich andere Dinge in den Kopf ...

Frauenbeine in einem Bett, Licht-Schatten-Spiel

Prinzipiell sollte man sich beim Sex nur eines denken: "Das fühlt sich gut an!" Tatsächlich schleichen sich andere Dinge in den Kopf, wenn man mit dem Objekt der Begierde ins Bett geht: Bei der einen Sache, die uns vor allem Spaß und Vergnügen bereiten sollte, mischen leider viel zu oft Angst und Sorgen mit.

1. Mein Körper sieht nicht gut aus

Sex ist kein Contest - schon gar keiner, bei dem es darum geht, wer in welcher Position am besten aussieht. Cellulite, Narben, Dehnungsstreifen, Körperfett - kennen wir alle, haben wir alle. Und die Person, die das an dir selbst am meisten oder sogar überhaupt wahrnimmt, bist du. Wenn dich jemand ausziehen will, dann findet er oder sie dich gut, genauso wie du bist. Wenn das nicht so ist, ist es Zeit, den*die Partner*in auszutauschen - und nicht den Körper.

2. Es ist zu früh/zu spät/nicht die richtige Zeit

Den für dich richtigen Zeitpunkt, um (das erste Mal) mit jemandem zu schlafen, bestimmst du. Es gibt Paare, die sehr früh miteinander Sex hatten, andere waren vor dem ersten gemeinsamen Mal auf vielen Dates und wollten sich zuerst auf diese Weise besser kennen lernen. Nichts davon verspricht eine glücklichere Beziehung, nichts davon heißt, das jemand "leicht zu haben" ist. Raus aus den Kopf mit diesen Bewertungen!

3. Ich bin schräg oder gar pervers, weil ich auf dieses oder jenes steh

Viele von uns halten bestimmte sexuelle Vorlieben oder Fetische für schräg oder seltsam, Kinks wie Dirty Talk oder BDSM sind aber alles andere als das, sondern sogar ziemlich verbreitet. Statt darüber nachzudenken, was (nicht nur) beim Sex als "normal" betrachtet wird, sollte das Motto lieber lauten: Solange alle Beteiligten erwachsen sind und ihre Zustimmung geben und niemand verletzt wird - go for it!
Natürlich kann es trotzdem und dank manch gesellschaftlich vererbter Schamgefühle schwierig sein, dem*der Partner*in von den eigenen Vorlieben und Sehnsüchten erzählen. Hier kann's helfen, ehrlich zu sein und zu versichern, dass niemand in etwas gedrängt wird, was er*sie nicht tun möchte. Konsens, Respekt und Offenheit machen sich in einer Beziehung immer bezahlt und vor allem beim Sex.

4. Ich will zu viel oder zu wenig Sex

Genauso wie beim "richtigen" oder "falschen" Zeitpunkt für Sex wird das vor allem von der jeweiligen Person selbst bestimmt. Sexsucht existiert, genauso wie Menschen, die einen von Natur aus starken Sexualtrieb haben. Auf der anderen Seite gibt es jene, die eher wenig Lust auf Sex haben. Es gibt kein Ideal und vor allem kein Normal.

Trotzdem kann es schwierig werden, wenn eine Person mit großer Lust mit jemandem mit eher wenig Lust zusammen ist. Ein Beziehungsende muss nicht gleich die Schlussfolgerung sein, vielleicht lässt sich ein gemeinsamer Kompromiss finden.

Sogar diejenigen, die never ever über Sexleben sprechen, werden zustimmen: Sex ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Egal, ob wir monogam, polyamourös oder in einer Beziehung ohne Definition leben, die oben genannten Sorgen kennen wohl alle. Und es ist Zeit, sich während des Sex einfach nicht mehr zu sorgen. Stattdessen: Entspannen, so viel oder wenig Sex haben, wie jede*r will, und jede Sekunde davon genießen.

 

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