4 Dinge, die Sie nicht über Asexualität wussten

Liebe und Partnerschaft ja - doch bitte rein platonisch, Interesse an Sex besteht keines. Asexualität betrifft ungefähr 1% der Bevölkerung, ist also eher selten, trotzdem gibt es Betroffene, die total entspannt sagen: Sex? Ohne uns! Wir verraten was wirklich dahinter steckt.

Keine Lust auf Sex, das mag in unserer übersexualisierten Welt seltsam klingen. Dabei sind phasenweise Flauten im Bett gar nicht selten: Ob Stress im Job oder Ärger in der Beziehung - da kann das erotische Interesse schon mal in den Hintergrund geraten.

Wer jedoch unter einer länger anhaltenden Unlust leidet, körperlich aber gesund ist, könnte eine sexuelle Appetenzstörung haben. Ursachen liegen etwa in einem Hormonmangel oder an der Einnahme bestimmter Medikamente. Außerdem vermuten Sexualwissenschaftler eine Fehlfunktion in jenen Arealen des Gehirns, die das Verlangen steuern.

Was für Menschen mit normalem sexuellem Trieb unverständlich ist, ist für Asexuelle normal: Sie spüren keinen Leidensdruck. Sie betrachten ihre Unlust als Teil ihrer Persönlichkeit und sind gar nicht daran bemüht, etwas zu ändern.

Fälschlicher Weise, denken viele, dass Asexuelle gefühlskalt sind und behandelt gehören. Betroffene haben Beziehungen, lieben Streicheleinheiten und romantische Stunden zu zweit. Wenn es aber zum Thema Sex kommt, stößt man gegen eine Betonwand. Oft haben Sie dem Partner zuliebe Geschlechtsverkehr, lieblos ausgeübt und mit der Hoffnung, dass es schnell wieder vorbei ist. Dies wiederrum führt zu Unverständnis und Scheitern der Beziehung.

Die Fakten

1)Asexuelle wollen trotzdem manchmal Bindung

Asexuelle Menschen unterscheiden sich in Bezug auf die Stärke ihrer Anziehung. Manche fühlen sich stark zu jemandem hingezogen. Sie empfinden den Wunsch, eine Bindung einzugehen, aber wollen dieses Verlangen nicht sexuell ausdrücken. Andere empfinden die Anziehung kaum oder gar nicht. Trotzdem wünschen sich viele Betroffene enge und intime Beziehungen.

2) Sie fühlen sich nicht sexuell angezogen


Betroffene fühlten sich noch nie zu jemandem sexuell angezogen.

3) Erregung kann unterschiedlich sein


Für manche ist Erregung ein ziemlich gewöhnlicher Vorgang, obwohl er nicht mit der Suche nach einem Sexualpartner verbunden ist. Für andere ist Erregung lediglich ein Ärgernis. Manche masturbieren ab und zu, haben aber kein Verlangen nach Geschlechtsverkehr. Andere asexuelle Menschen empfinden wenig oder keine Erregung.

4) Asexualität hängt nicht von der sexuellen Orientierung ab


Von Asexualität sind sowohl Homo-, Bi- als auch Heterosexuelle betroffen.

Asexualität, zu deutsch Nichtsexualität, ist eine Bezeichnung für Menschen, die von sich behaupten, keinerlei sexuelle Interessen an ihren Mitmenschen zu haben und sich entsprechend nichts aus Sexualbeziehungen machen. Diese Art der sexuellen Orientierung ist nach der aktuellsten Kinsey-Studie die seltenste Art der sexuellen Vorlieben.

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