4 Dinge, die sich geändert haben, seitdem ich verheiratet bin

Eine Heirat ist für viele Paare ein großes Ereignis im Leben, das mit vielen Veränderungen verbunden ist. Für uns war es das eigentlich nie. Trotzdem hat sich seitdem einiges geändert – wenn auch nur im Kleinen.

„Und, wie fühlt es sich an, verheiratet zu sein?“ Diese Frage wurde mir nach meiner Hochzeit vor einigen Monaten mehrmals gestellt. Ebenso wie: „Was hat sich geändert?“ Ich antworte immer mit: „Eigentlich ist alles wie immer.“ Doch je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich drauf: vielleicht hat sich doch etwas geändert, in den kleinen Dingen, wie wir unsere Beziehung leben.

1: Erinnerungen, die bleiben dürfen

Die Ehe an sich haben wir eigentlich nie wirklich ernst genommen, haben uns sogar öfter die Frage gestellt, warum wir überhaupt heiraten. Doch immer öfter wird mir klar, dass ich diesen Felsen in meinem Leben brauche, diese Sicherheit, die so eine Ehe mit sich bringt. Natürlich: die hatten wir schon zuvor, aber nicht so wie jetzt. Irgendwie haben wir beide das Gefühl, dass wir uns ein Stück weit mehr auf den anderen verlassen können. Dass die Erinnerungen, die wir jetzt bauen, bleiben dürfen. Weil wir jetzt keine Angst haben müssen, dass es plötzlich zu Ende sein wird.

2: „Wird schon“ gibt es nicht mehr

Wir fixieren Sachen. Das war nie unsere Stärke. Doch jetzt haben wir damit angefangen, Dinge auszudiskutieren, bis ein Kompromiss gefunden wird, der beiden passt. Weil wir einfach wissen, dass wir damit leben müssen, für lange Zeit. Das kann manchmal nervig sein, lohnt sich aber in jedem Fall. Vorauszuplanen, größere Projekte anzugehen, und dann zufrieden damit zu sein, ist befriedigend und gibt kleine Ziele im Leben, auch wenn mal alles andere nicht so gut läuft. Wir hören mehr aufeinander, versuchen die kleinen Signale zu verstehen, und haben einfach diese „Wird schon“-Mentalität abgelegt, wenn es um die wichtigen Dinge geht.

3: Freiräume sind wichtig

Die Worte „mein Mann“ und „meine Frau“ werden sich für uns immer ein bisschen komisch anfühlen, weil sie etwas Absolutes haben. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Deshalb ist und war es uns schon immer so wichtig, uns gegenseitig Freiräume zu lassen. Uns nicht komplett in dieser Paarbeziehung aufzulösen und als Individuen zu verschwinden. Wenn ich alleine sein will, kann ich das. Auch für längere Zeit. Keine Fragen zu stellen, wenn keine nötig sind, ist das Beste, was man seinem Partner geben kann.

4: Im Grunde zählt der Zusammenhalt

Auch wenn es kitschig klingt: was zählt ist, das schöne Gefühl, wenn man nachhause kommt. Dass man sich auf den anderen freuen kann, ihn vermissen kann, auch nach vielen Jahren. Zu zweit ist diese verrückte Welt – für uns persönlich – einfach leichter zu bewältigen. Und trotz allem werden wir beide nie nur Teil von Etwas sein, sondern Menschen, die ihr Leben leben, auch unabhängig voneinander. Also ja: wenn man mich fragt, was sich nach der Hochzeit verändert hat, kann ich sagen: wir schätzen die kleinen Dinge mehr, passen besser aufeinander auf und achten trotzdem darauf, uns gegenseitig nicht zu ersticken. Denn eine Ehe mit jemandem einzugehen, ist ein großes Bekenntnis. Dass Bekenntnis dazu, dass man diesen Wahnsinn gemeinsam bewältigen will. Und das ist es, was zählt.

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