4 Dinge, auf die Schulkinder (und Eltern) zum Schulstart heuer besonders achten müssen

Die Schule geht wieder los - und zum ersten Mal starten wir in ein Schuljahr während einer Pandemie. Das ändert viel im Großen, aber auch einiges im Kleinen.

Erstklasslerinnen am Weg in die Schule

Stell dir vor es ist Pandemie, und du hast deinen ersten Schultag. Was vor einem Jahr noch wie eine hypothetische Frage geklungen hätte, ist für die rund 87.000 Erstklässler*innen ab heute Realität. Nicht nur sie müssen zum Schulstart 2020 auf ein paar Dinge besonders achten.

1.) Alles schön sauber, bitte!

"Vor dem Essen, nach dem Essen: Hände waschen nicht vergessen!", tönen Kindergartenpädagogi*nnen seit Jahrzehnten im Chor mit Kindern. So wichtig das ist: Es reicht gerade nicht. Händewaschen ist in Zeiten von Corona unerlässlich - und auch, dass das Kind weiß, wie man sich die Hände richtig wäscht.

Die meisten Eltern kennen das ja schon aus dem Lockdown: Also am besten den Hände-Wasch-Song der Wahl nochmal üben - und darauf warten, welche anderen Lieblingslieder die Kinder mit nach Hause bringen. (Funktioniert übrigens auch mit größeren Kindern - und ja, damit meinen wir summende Erwachsene vorm Handwaschbecken!)

2.) So hat man eine Maske auf

Wer in einem "gelben Corona-Bezirk" lebt, muss bis im Eingangsbereich der Schule und außerhalb der Klasse einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Kinder (und Erwachsene!) sollten wissen, wie man eine Maske richtig aufhat - also so, dass der MNS tatsächlich auch den Mund und die Nase bedeckt. Das am besten mit den Kleinen daheim mal üben - damit sind sie dann auch besser ausgebildet als so mancher Mann in den öffentlichen Verkehrsmitteln

3.) Ein volles Federpenal

Es gibt ein Phänomen und es spielt sich in der ersten Schulwoche ab. Im fein säuberlich sortierten Federpenal, mit Bunt- und Bleistiften, Finelinern und Filzmalern bestückt, gähnen binnen kürzester Zeit Löcher, wo mal Stifte waren. Und Kinder sind dann ja meist nicht so: Da wird munter getauscht und geborgt - und gedankenverloren am Ende eines Bleistiftes gelutscht.

Das Coronavirus kann auch über Oberflächen übertragen werden. Arbeitsgeräte, die bis jetzt bedenkenlos geteilt wurden (Locher, große Lineale oder gemeinschaftliche Uhu-Tuben) und kurzfristig hergeborgte Materialien könnten also ein Risiko darstellen. Besser darauf achten, dass jedes Kind nach Möglichkeit vollständig ausgestattet ist. Für Eltern kann das eine besondere Herausforderung werden: Schulmaterialen sind nämlich ganz schön teuer.

4.) Lieber zuhause bleiben?

Die Frage ist für Schulkindeltern alt, über die Antwort muss heuer länger nachgedacht werden: Was tun, wenn die Nase läuft? Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) empfiehlt, in der kommenden Schnupfenzeit Kinder "im Zweifelsfall" zuhause zu lassen. Für viele berufstätige Eltern (und let’s be real: vor allem Mütter) ist die Pflege kranker Kinder nach den letzten betreuungsintensiven Monaten nicht so einfach. Arbeitsrechtlich gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Arbeitsnehmer*innen haben Anspruch auf maximal eine Woche Pflegefreistellung pro Jahr, außerdem gibt es noch die §8-Regelung des Angestelltengesetzes: Das ist ein Anspruch auf bezahlte Freizeit zur Betreuung eines kranken Kindes, wenn es keine anderen zumutbaren Betreuungsmöglichkeiten gibt, erklärt der Arbeitsrechtler Martin Gruber-Risak dem Standard. Pro Anlassfall ist das eine Woche bis zehn Tage. Außerdem hat die Regierung die Sonderbetreuungszeit im Ausmaß von drei Wochen verlängert. diese muss aber individuell mit dem*der Arbeitgeber*in vereinbart werden.

 

Aktuell