4 Arten wie uns Social Media belastet (ohne dass wir es merken)

Die exzessive Nutzung von sozialen Medien ist nicht gerade förderlich für die menschliche Psyche, das ist klar. Aber auch darüber hinaus hinterlassen zu viel Insta, Twitter & Co. ihre Spuren – ohne, dass wir es mitbekommen.

Social Media

Ja, Social Media hat grundsätzlich ganz viel Positives: Menschen sind mehr miteinander vernetzt als sie es in der Geschichte je waren, marginalisierte Menschen können sich endlich Gehör verschaffen, und und und. Wenn man soziale Medien allerdings zu häufig nutzt, kann sich das negativ auf unsere psychische Gesundheit auswirken. Man fühlt sich zunehmend unglücklicher und isoliert, das weiß man aus Studien. Darüber hinaus kann sich Social Media selbst dann negativ auswirken, wenn wir das gar nicht mitbekommen – zum Beispiel in diesen Bereichen:

1. Selbstwertgefühl

Schau, es ist ja so: Wir alle haben unsere Unsicherheiten. Das ist soweit ganz normal. Über manche Unsicherheiten sprechen wir mit Freund*innen, andere behalten wir für uns. Soziale Medien haben es an sich, dass man sich ständig mit anderen vergleicht. Die perfekten Insta-Fotos hier, die Verlobungs-Ankündigung auf Facebook da – wir vergleichen uns, wenn auch unbewusst, ununterbrochen mit den Inhalten, die wir im Netz sehen. Das streut langfristig noch mehr Selbstzweifel. Eine von der Universität Kopenhagen durchgeführte Studie hat gezeigt, dass manche Menschen unter sogenanntem "Facebook-Neid" leiden. Jene Proband*innen, die auf die Nutzung von Facebook eher verzichteten, waren mit ihrem Leben insgesamt zufriedener.

2. Erinnerung

#throwbackthursday, Jahresrückblicke und Co. Social Media eignet sich im Grunde ja hervorragend, auf schöne Erinnerungen zurückzublicken. Allerdings kann das für unsere tatsächlichen Erinnerungen auch kontraproduktiv sein. Manche Nutzer*innen verbringen dadurch viel zu viel Zeit damit, ein perfektes Foto zu schießen anstatt den Moment wirklich wahrzunehmen und Erinnerungen zu sammeln. Sprich: Wenn wir in schönen Momenten die meiste Zeit am Handy verbringen, werden andere Aspekte des Erlebnisses untergraben – unser Gehirn kann die Echtzeit weniger gut genießen.

3. Schlaf

Am Abend zum Einschlafen noch ein YouTube-Video schauen und gleich nach dem Aufstehen erstmal Instagram und Twitter checken? Liegt auf der Hand, dass das für unsere Schlafqualität nicht gerade förderlich ist, oder? Durch die Nutzung von sozialen Medien, in denen wir ständig neue Informationen aufschnappen, ist unser Gehirn in ständiger Alarmbereitschaft. Zudem kann das Licht von Smartphones die Ausschüttung von Melatonin verhindern. Dieses Hormon braucht der Körper aber dringen, um sich müde fühlen zu können. Daher lieber eine Stunde vorm Schlafengehen selbst ein Handyverbot erteilen!

4. Aufmerksamkeitsspanne

Es geht aber nicht nur um den Schlafzustand unseres Gehirns, der durch zu viel Social Media beeinträchtigt wird. Auch im Wachzustand verändert sich unsere Gehirnleistung langfristig, wenn wir zu häufig zu lange auf Insta & Co. unterwegs sind. Durch Social Media steht uns eine unglaubliche Menge an Information zur Verfügung. Hier eine Benachrichtigung, da eine Push-Nachricht: Diese Flut an Infos zu filtern, strapaziert uns langfristig ziemlich, die Aufmerksamkeitsspanne sinkt.

Hin und wieder also eine Social-Media-Pause einlegen schadet also bestimmt nicht!

 

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