35 Jahre Fristenregelung

Sandra Frauenberger, Wiener Frauenstadträtin: "Brauchen bundesweite Lösung für Schutzzonen vor Abtreibungskliniken"

Als einen der größten frauenpolitischen Meilensteine bezeichnete Wiens Frauenstadträtin Sandra Frauenberger am Montag die Fristenregelung, die von Frauen wie Johanna Dohnal hart erkämpft wurde und seit nunmehr 35 Jahren den Schwangerschaftsabbruch in den ersten drei Monaten erlaubt.

"Die Fristenregelung ist eine immens wichtige Errungenschaft, weil sie das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren Körper sicherstellt", meint Frauenberger. Dass diese Regelung auch nach drei Jahrzehnten immer wieder auf's Neue verteidigt werden müsse, habe sich letztes Jahr anlässlich einer Feier des Ambulatoriums "pro:women" auf erschreckende Art und Weise gezeigt, so Frauenberger. Immer wieder sei die Fristenregelung Angriffen militanter AbtreibungsgegnerInnen ausgesetzt. "Es ist daher die Pflicht aller engagierten Frauenpolitikerinnen von heute, sich gegen diese Angriffe zur Wehr zu setzen, denn das Selbstbestimmungsrecht der Frauen ist unantastbar", so die Wiener Frauenstadträtin.

Es sei das persönliche Recht jeder einzelnen Frau, sich - aus welchen persönlichen Gründen auch immer - gegen eine Schwangerschaft zu entscheiden. Es müsse daher auch gewährleistet sein, dass Frauen medizinische Einrichtungen, die auch Abbrüche vornehmen, unbehindert betreten können.

"Psychische und physische Barrieren militanter AbtreibungsgegnerInnen stellen für Rat suchende Frauen eine unzumutbare Belastung dar. Deshalb brauchen wir endlich eine bundesweite Lösung für Schutzzonen vor Kliniken", schloss Frauenberger.

Frauenbergerweb © Atelier Olschinsky

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