2016 kann nur besser werden! 10 Tipps für mehr Lebensfreude

Manchmal erlebt man Krisen, die über Monate gehen – und einen fast alle Energie-Reserven kosten. Doch was tun, wenn man komplett ausgebrannt ist? Sich Wärme zuführen, und zwar auf allen Ebenen, so das verblüffend simple Prinzip.

1. Schluss mit fertig sein.

Heute ist der erste Tag Ihres neuen Lebens. Beginnen Sie ihn ohne Hektik, aber dafür mit einem warmen Bad. Das lockert die durch den psychischen Druck verspannte Muskulatur und führt dem Körper Energie zu.

2.Richtig frühstücken.

O. k., Sie haben in Ihrer Krisenzeit den Tag mit einem Kaffee und einer Zigarette begonnen. Das ist zwar verständlich, aber extrem schwächend. Deshalb ist es jetzt höchste Eisenbahn, den Zellen guten Brennstoff zu geben, der den ganzen Vormittag über anhält. Das Wundermittel für Ausgebrannte: Morgens Tee (Kräuter oder Früchte) trinken und warm essen. Kochen Sie sich einen Milchreis oder einen Brei aus Dinkelgrieß (oder Gerste oder Haferflocken) mit Mandelmilch, Rosinen, Zimt und Walnüssen, verzichten Sie auf weißen Zucker, süßen Sie mit Gerstenmalz oder Ahornsirup. Wer nicht gerne süß frühstückt, kocht sich eine Suppe. Besonders gut: Kraftsuppe mit Huhn und Gemüse oder Linsensuppe. Schon nach einer Woche mit einem warmen Frühstück werden Sie spüren, wie Ihre Energietanks sich wieder aufgefüllt haben.

3. Ressourcen mobilisieren.

Fragen Sie sich: War ich schon einmal in so einer Situation? Wenn ja: Wer oder was hat mir damals geholfen, was davon könnte ich jetzt wieder brauchen? Wenn nein: Kenne ich jemand, der schon einmal in so einer Situation war und mich unterstützen könnte?

4. Negativ-Spirale?

Nix wie raus! Überlegen Sie: Was tut mir gut? An welchem Platz, zu welcher Tageszeit, bei welcher Beschäftigung und mit welchen Leuten fühle ich mich wirklich wohl, was gibt mir Kraft? Notieren Sie sich all diese Dinge, und planen Sie sie gezielt für die nächsten Tage ein.

5. Lichttherapie.

Raus aus der dunklen Grübelhöhle und den nächtlichen Albträumen von einem ewig düsteren Leben. Gehen Sie so oft wie möglich spazieren, fahren Sie auf den nächsten Berggipfel, buchen Sie einen Kurzurlaub in der Sonne. Kontakt mit der Natur, frische Luft und viel Tageslicht unterbrechen nämlich den Kreislauf der negativen Gedanken. Bei Depressionen hilft auch medizinische Lichttherapie.

6. Appetit holen.

Wenn Ihnen der Stress den Magen zugeschnürt hat, müssen Sie sich das Gefühl für den Körper und seine Bedürfnisse gezielt zurückerobern. Gehen Sie auf einen Markt, schauen Sie sich all die farbenprächtigen Obst- und Gemüsesorten an, gustieren Sie, genießen Sie die Gerüche. Und dann kaufen Sie sich ein paar schöne Basics für Ihre nächsten (warmen!) Mahlzeiten, die allerdings auch den TCM- Ernährungstipps (siehe Kasten) entsprechen sollten. Auch wichtig: Mindestens eine Mahlzeit pro Tag in Ruhe zelebrieren und jeden Bissen bewusst genießen.

7. Das Neue etablieren.

Krisen stürzen Menschen ins Chaos. Wenn Sie sich fühlen, als hätten Sie allen Boden unter den Füßen verloren, brauchen Sie dringend neue, gute Strukturen. Schaffen Sie sich neue Rituale, fixieren Sie bestimmte Tage für bestimmte Aktivitäten. Also etwa einen Freundinnentag, dann einen Tag für Sport - also Belastung -, und nehmen Sie sich für den darauf folgenden eine Belohnung wie Massage oder Sauna - also Entlastung - vor.

8. Nicht überfordern.

Sport ist zwar unbedingt notwendig, um wieder zu Kräften zu kommen und sich selbst gut zu spüren - aber bürden Sie sich jetzt bloß kein beinhartes Power-Programm auf. Das wäre nur ein Schritt zurück ins Burnout. Die Faustregel: Beginnen Sie mit leichten Bewegungsformen wie Spazieren gehen oder Laufen, bei denen Ihr Puls nicht über 140 gehen sollte. Nicht länger als eine Stunde. Jedes dritte Mal die Spazier- oder Joggingstrecke um zehn Prozent steigern. Andere empfehlenswerte Sportarten: Wandern, Rad fahren oder Nordic Walking. Schwimmen ist nur für echte Wasserratten gut, weil das psychische Moment des "sich über Wasser haltens", also eines Überlebenskampfes, belastend sein kann.

9. Sich reinigen.

Krisengebeutelte Menschen neigen dazu, erstens zu wenig Wasser und zweitens zu viel Kaffee und Alkohol zu trinken. Das bedeutet, dass man danach dehydriert und voller Giftstoffe ist. Deshalb: eine Trinkkur machen. Und sich bei jedem Wasserglas vorstellen, dass ein reinigender Fluss Sie durchspült. Wenn Sie von Kaffee, Tee und Alkohol nicht ganz die Finger lassen können, dann trinken Sie wenigstens jedes Mal die eineinhalbfache Menge Wasser dazu.

10. Tagträumen.

Und zwar nicht voll Angst und Schrecken vor einer ungewissen Zukunft. Mobilisieren Sie lieber Gedanken und Erinnerungen an gute Zeiten. Gehen Sie in Ihrer Fantasie an Orte, in Situationen oder zu Menschen, die für Sie angenehm und stärkend sind.

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