16-Jährige stirbt auf Schullandwoche wegen ihres Tampons

Bei einem Schulausflug liegt eine kanadische Schülerin morgens tot in ihrem Bett. Gerichtsmediziner haben jetzt bestätigt, dass das Mädchen am toxischen Schocksyndrom gestorben ist.

Eine kanadische Schulklasse ist auf einem Schulausflug in der Nähe von Vancouver Island. Am Morgen erscheint eine Schülerin nicht zum Frühstück. Ihre MitschülerInnen sehen nach ihr und finden das Mädchen tot in ihrem Bett. Alle Widerbelebungsmaßnahmen sind vergeblich. Warum die 16-Jährige so plötzlich starb, war lange unklar. Bis jetzt: Wie das People Magazin berichtet, haben GerichtsmedizinerInnen nun festgestellt, dass die Schülerin am toxischen Schocksyndrom TSS starb. Ausgelöst durch ihren Tampon.

Das toxische Schocksyndrom

Die ÄrztInnen fanden das Bakterium Staphylococcus aureus auf dem Tampon der jungen Frau. Normalerweise gehört es zur normalen Bakterienflora der Haut und Schleimhaut, einzelne Bakterienstämme können aber Toxine bilden. Tampons oder, wie neueste Untersuchungen zeigen, auch Menstruationstassen, die über einen längeren Zeitraum nicht gewechselt werden, begünstigen die Produktion dieser Gifte. Über die Scheide oder Gebärmutter gelangen sie ins Blut und lösen die Infektion aus.

Die Symptome des toxischen Schocksyndroms sind jene einer Blutvergiftung: Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. Selten führt TSS auch zum Tod.

Zum eigenen Schutz sollten Hygieneprodukte alle paar Stunden gewechselt bzw. im Fall von Menstruationstassen sterilisiert werden.

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