15 typische Eltern-Sätze

Papa-Blogger Michael über Aussagen, die Mama und Papa offensichtlich seit Generationen gerne verwenden. Selbst gehört, gesagt und gesammelt.

Ein Baby verändert auch die Kommunikation zwischen Erwachsenen. Typische Sätze wie „Was essen wir am Abend“ oder Wohin gehen wir am Wochenende“ gehören der Vergangenheit an. Stattdessen werden Aussagen getätigt, die gerne sämtliche Eltern-Klischees erfüllen.

15 typische Eltern-Sätze, die jede Mama und jeder Papa schon gesagt haben

1. „Da hat dir der Papa wieder die Haube aufgesetzt“

Ertappt! So viel Mühe ich mir auch gebe, die Haube sitzt auf dem Kopf meines Sohnes nie korrekt. Entweder hängt das Etikett heraus, ragt ein Ohr hervor, ist der Hinterkopf frei oder ein Auge bedeckt.

2. „Das hast du vom Papa“

Der Satz passt bei allen Tollpatschigkeiten und Sturheiten meines Sohnes. Leider. Diskussionen ausgeschlossen. Wie meine liebe Ehefrau bestätigt.

3. „Das hast du von der Mama“

Klar, auch ich kann das. Wenn auch nur als verzweifelte Retourkutsche.

4. „Sag Papa!“

Auf diese Aufforderung folgt ein langes „Mamamamama“ meines Sohnes. Zur Erheiterung meiner lieben Ehefrau.

5. „Das hast du jetzt davon“

Diese Aussage richtet sich eindeutig an mich. Tobe ich mit meinem Sohn herum und erwarte schließlich aufgrund meiner Müdigkeit auch seine Ruhephase, dreht er erst richtig auf. Meist auf dem Wickeltisch, während ich versuche, ihn an- oder auszuziehen.

6. „Das macht er nur bei dir“

Meistens ist das, was er nur bei mir macht, nichts Gutes.

7. „Wie viele Bäuerchen hat er gemacht“?

Es sind immer zu wenig. Selbst wenn ich den Rekord des Vortags pulverisiere, macht Samuel verlässlich noch ein Bäuerchen bei seiner Mama.

8. „Glaubst du, tut ihm was weh?“

Eine schwierige Frage einer besorgten Mutter. Und nein, ich bin kein Kinderarzt. Jetzt gilts für einen Vater schnell das Verhalten seines Kindes abzuchecken und gleichzeitig die Mutter zu beruhigen. Meist löst sich die Stimmungsschwankung auch rasch wieder auf. Bei beiden.

9. „Ist er warm genug angezogen?“

Meist höre ich die Frage, bevor wir die Wohnung verlassen. Und ich fertig angezogen, wartend und schwitzend im Vorzimmer stehe.

10. „Schwitzt er?“

Muss er wohl. Mache ich ja auch, weil ich noch immer fertig angezogen im Vorzimmer warte.

11. „Wie hast du geschlafen?“

Vorsicht! Diese Frage kann ein Vater nur falsch beantworten. Nur die Mutter weiß am nächsten Morgen tatsächlich, wie ruhig oder eben unruhig die Nacht verlaufen ist.

12. „Sag doch auch was!“

Lacht Samuel seine Mutter schelmisch an und räumt weiter das Regal aus, nachdem sie fünfmal entschieden „Nein“ durch Zimmer rufen musste, erhalte ich nachhaltig den Erziehungsauftrag. Und scheitere kläglich, weil mich sein Lachen erweicht.

13. „Schläft er schon?“

Sehe ich meine liebe Ehefrau nach einer Stunde erschöpft aus dem Schlafzimmer kommen, wo sie versucht hatte, meinen Sohn in das Land der Träume zu befördern, erübrigt sich wohl diese Frage. Und trotzdem rutscht diese mir beinahe täglich heraus. Lümmelnd auf dem Sofa.

14. „Heute ist er aber gut drauf“

So lautet oftmals mein professionelles Urteil. Abends. Nach einem Arbeitstag und wenigen Minuten Anwesenheit. Davor liegt allerdings eine Melange von Stunden mit Unpässlichkeiten, Trotzigkeiten und Schlaflosigkeiten. Die allesamt meine liebe Ehefrau ausbaden musste.

15. „Pssschhhhtttt!“

Herrscht endlich einmal verdächtige Ruhe in der Wohnung, muss mein Sohn wohl schlafen. Bewege ich mich dennoch – offensichtlich nicht ganz so leichtfüßig und schleichend, wie ich selbst denke – oder nutze die Stille, um endlich zu Wort zu kommen, höre ich bereits diese liebliche Aufforderung meiner lieben Ehefrau.

Michael Winischhofer berichtet auf www.papa-blog.at über die alltäglichen Herausforderungen eines Jung-Vaters. Sein Sohn Samuel kam Ende vergangenen Jahres auf die Welt, gemeinsam mit ihm und seiner Ehefrau lebt Michael in Wien.

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