15 Tipps, damit beim Haare färben daheim nichts mehr schief geht

Du brauchst eine neue Haarfarbe, hast aber keine Zeit, keine Lust oder kein Geld für den Friseursalon? Hilfe naht: Wir haben die 15 wichtigsten Tipps fürs Zu-Hause-Färben für dich.

Haarfärbe-Tipps für Zuhause

Nimm dir Zeit, zieh dir Klamotten an, bei denen du nicht unglücklich bist, wenn du sie anpatzt, und beachte Folgendes:

1.) Richte dich nach der Farbe auf der RÜCKSEITE der Verpackung.
Das Modelbild vorne gibt zwar eine Idee, aber wie die Farbe auf deinem Kopf wird, hängt immer davon ab wie hell oder dunkel, wie dick oder dünn und wie gesund oder strapaziert dein Haar ist. Richte dich also unbedingt nach der Abbildung der Farbe auf der Boxrückseite, wo die unterschiedlichen Haarschattierungen berücksichtigt werden.

2.) Wähle im Zweifelsfall eine Farbe, die eine Spur heller ist als zu dunkel.
Vor allem semipermanenten Farben und Tönungen (die man nicht mischen muss) können Haare nicht aufhellen, sondern lagern nur Pigmente am Haar an. Das Haar wird also tendenziell eher dunkler, vor allem, wenn man immer wieder drüber färbt. Permanente Haarfarben (die man mischen muss) arbeiten mit einem Entwickler, der das Haar aufhellen kann, sei dir aber bewusst, dass es immer leichter ist dunkler nochmal drüber zu gehen, als das Haar nach einer Färbung wieder aufzuhellen.

3.) Kauf zwei Packungen.
Wenn du viele, dicke oder besonders lange Haare hast und sie vom Ansatz bis in die Spitzen färben willst, gehst du mit zwei Packungen sicher, dass du alle Haare gleichmäßig bedecken kannst.

4.) Misch die Farbe in einer Glas- oder Plastikschüssel an.
Metall kann die Farbe zum Oxidieren bringen und das Farbergebnis verändern. Kauf dir am besten eine Schüssel und einen Haarfärbepinsel beim Friseurbedarf. Ist beides nicht teuer und erleichtert die Aufgabe.

5.) Beachte die Textur deines Haares.
Wenn dein Haar sehr strapaziert und rau ist, wird es die Farbe anders aufnehmen als gesundes Haar. Rote Farben werden sich dann wahrscheinlich schneller auswaschen, dunkle Töne werden dafür vielleicht extraintensiv wirken. Wir schreiben wahrscheinlich, weil das Farbergebnis bei echt kaputtem Haar tatsächlich schwer vorherzusagen ist. Was du bitte niemals tun solltest: Gebleichtes Haar selbst radikal dunkler färben oder dunkel gefärbtes Haar blondieren. Es kann sein, dass dein Haar am Ende grün aussieht (dunkle Farbe auf gebleichtem Haar) oder orangebraun (Blondierung auf dunkel gefärbtem Haar). Solche Aufgaben sind sogar für die Profis echte Herausforderungen. Begibt dich lieber gleich in gute Hände.

6.) Denk dran, dass Haar einen Rotstich bekommt, wenn du heller färbst.
Die Rotpigmente im Haar sind hartnäckig. Beim Aufhellen verändert sich die Eigenfarbe des Haares von Rotbraun über Orange zu Gelb. Wenn du also heller aber keinesfalls rötlich werden willst, achte beim Einkaufen ganz bewusst darauf einen eher kühlen, aschigen Ton zu wählen.

7.) Färbe deinen Ansatz und nur deinen Ansatz!
Wenn es dir darum geht Nachwuchs zu färben, streiche auch wirklich nur den Nachwuchs mit Farbe ein. Immer wieder über bereits gefärbte Partien zu färben, ist einer der größten (und häufigsten) Fehler, die man beim Selberfärben machen kann. Die Pigmente lagern sich Schicht für Schicht ans Haar an. Längen und Spitzen werden immer dunkler (auch im Gegensatz zum Ansatz). Das ist dann auch von Profis so gut wie nicht wieder wegzubekommen.

8.) Trag Fettcreme entlang deiner Haarlinie auf.
Kokosöl oder Ähnliches schützt die Haut davor mitgefärbt zu werden. Trage den Haaransatz entlang von den Schläfen über die Stirn bis in den Nacken eine Schicht auf und creme auch die Ohren ein. Die Kopfhaut selbst wird am besten vom natürlichen Hautfett geschützt. Färbe also erst, nachdem du dein Haar zumindest zwei Tage lang nicht gewaschen hast.

9.) Trag Handschuhe!
Sonst färbst du die Hände und die Nägel mit.

10.) Sei organisiert und gründlich beim Auftragen der Farbe.
Zieh einen Scheitel von der Stirn bis in den Nachen und dann einen von Ohr zu Ohr und arbeite dich dann Strähne für Strähne nach hinten. Klipse bereits eingestrichenes Haar mit weg und wenn du ganz sichergehen willst, kannst du das Haar am Ende mit einem grobzinkigen Kamm durchkämmen - beim Nachwuchs färben nur die ersten paar Zentimeter -, um die Farbe gleichmäßig zu verteilen.

11.) Lass Luft an die Farbe.
Mach, wenn du die Farbe fertig aufgetragen hast keinen festen Knödel aus deinem Haar, sondern lockere es eher auf. Der Sauerstoff ist wichtig für die chemische Reaktion beim Färben. Wenn alles zusammengebunden ist, könnte das Ergebnis unregelmäßig werden.

12.) Schäume die Farbe auf, bevor du sie auswäschst.
Sobald die Einwirkzeit abgelaufen ist, füge der Farbe ein bisschen Wasser hinzu und massiere es ein. Dabei schäumt die Farbe ein bisschen auf, wodurch sich Farbreste leichter auswaschen lassen und etwaige Verfärbungen von der Kopfhaut lösen. Trag aber bitte Handschuhe dabei!

13.) Du musst nicht immer den ganzen Kopf färben.
Bei ein paar grauen Haaren genügt es, die betreffenden Partien gezielt mit einem kleinen Pinsel oder einem Augenbrauen-Bürstchen einzustreichen, statt den ganzen Kopf zu färben. Ähnliches gilt für einen dunklen Nachwuchs: Wenn du geschickt und geduldig bist, kannst du mit einem Bürstchen oder ganz feinen Pinsel die Farbe strähnchenweise auftragen. Verwende dabei nur ganz wenig Farbe und vermeide Kleckser.

14.) Verwende zum Abschluss unbedingt eine Farbpflege.
Extra als Farbnachbehandlung formulierte Pflegen fixieren die Farbe, pflegen das Haar besonders intensiv, fixieren die Farbe nochmal und sorgen für einen schönen Glanz.

15.) Wenn was schief geht: ab zur Friseur*In.
Am Ende wissen es doch die Profis am besten. Solltest du dir also nicht sicher sein oder mit dem DIY-Ergebnis unglücklich sein, musst du wohl doch zum Haarprofi. Das gilt auch dann, wenn du dein Haar sehr viel heller oder dunkler oder Profi-Effekte wie Foliensträhnen und Balayagen haben willst.

 

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