15 Gedanken zu Sex, die wir in einer Pandemie alle irgendwann haben

Lust auf Sex? Oder eher doch nicht? Oder gar keine? Wer von euch kann sich auch nicht entscheiden?!

zwei Marienkäfer auf grünem Blatt

Es gibt wenige, sehr wenige Lebensbereiche, auf die sich die Corona-Krise nicht ausgewirkt hat. Sex, Intimität und Lust sind da keine Ausnahme. Genau wie alle anderen Gefühle im Moment außer Rand und Band sind dank des Corona-Stresstests, in dem wir uns gerade befinden, so können auch alle sexual feelings verrückt spielen und unsere Gewohnheiten durcheinander bringen. Wichtigste Erkenntnis: Du bist nicht allein. Wir alle haben die folgenden Zustände in den vergangenen Wochen durchlebt.

15 Phasen in Sachen Sex, durch die wir in der Corona-Krise alle gehen

1. 24/7 wuschig: Du hast ständig Lust auf Sex
Sei es die örtliche Trennung von den üblichen Sex-Partner*innen oder einfach das Mehr an Zeit und Raum für mehr Geilheit: Wer Lust hat, hat jetzt jede Gelegenheit, dem ausgiebig nachzugehen.

2. Du masturbierst ohne Ende – aus Langeweile
Ach, die Selbstbefriedigung, bewährter Zeitvertreib für viele unter uns. Mit der ganzen Zeit, die wir aktuell zuhause verbringen, ist es keine Überraschung, dass Menschen damit eben diese Zeit verbringen. Masturbation in der Home-Office-Mittagspause? Why not! Darüber hinaus entspannt es ungemeine: Einschlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten – Hand anlegen und runterkommen.

3. Du bist gelangweilt vom Masturbieren
Auf der anderen Seite kann all die Möglichkeit, stundenlang zu masturbieren, ganz schön fad werden. Oder der Solo Sex wurde in den ersten Wochen der Isolation so ausgereizt, dass der Reiz vorüber ist.

4. Stress und Überforderung sind größer als dein Sex Drive
Für viele Menschen sind Stress, depressive Verstimmungen, Angst oder andere psychische Folgen der Pandemie gerade so überwältigend, dass sie so gut wie kein Verlangen nach Sex oder Selbstbefriedigung haben.

5. Sex fühlt sich gerade nicht so gut an wie früher
Auch wenn du zwar gerade Sex hast, kannst du ihn vielleicht nicht so sehr genießen, weil die Gedanken immer wieder abschweifen.

6. Oder du kommst einfach nicht in Stimmung
Du hast vor, abends vor dem Schlafengehen zu masturbieren – und greifst statt zum Vibrator doch lieber zum Smartphone und versuchst wiedermal, TikTok zu verstehen.

7. Dein Sex-Leben geht gerade durch die Decke
Warum nicht? Rund um die Uhr mit dem Objekt deiner Begierde zusammenzuleben, endlose Gelegenheiten für Morgensex, Mittagssex, gemeinsame Mittagsschläfchen und alles, was das Sexfantasie-Repertoire hergibt – viel Spaß!

8. Du bist enttäuscht, weil du und dein*e Partner*in nicht ständig Sex habt
Wer etwa schon vor der Pandemie als Paar unterschiedliche „Sex-Zeiten“ hatte – eine*r eher morgens, der*die andere lieber abends – hofft vielleicht im ersten Moment: Jetzt sind wir die ganze Zeit gemeinsam daheim, jetzt finden wir auch einen gemeinsamen Sex-Rhythmus. Wenn diese Erwartung nicht erfüllt wird, kann das schon frustrierend sein.

9. Du fühlst dich total unsexy
Ungewaschene Haare, Jogginghose, das Leiberl von gestern - was gibt es momentan Nachvollziehbareres?

10. Dir fehlen Berührungen mehr als Sex
Viele Menschen erfahren gerade ein immenses Fehlen von Intimität – und die ist nicht vorrangig sexueller Natur. Kuscheln, umarmen, einem anderen Menschen nahe sein vermissen viele mehr als Sex.

11. Du hast ein paar erstaunliche Dinge über den Sex in deiner Beziehung erkannt
Du hast dich anfangs gefreut, dass ihr jetzt 24/7 im Home Office mehr Zeit für einander und für Sex habt? Und hast dann gemerkt, dass du eigentlich so gar keine Lust auf deine*n Partner*in hast? Und zwar schon länger nicht mehr, nicht erst seit Corona-Lockdown?
Oder ihr seid jetzt auf Grund von Corona für längere Zeit örtlich getrennt und du kommst drauf, dass es keine generell fehlende Lust auf Sex ist, sondern schlicht fehlende Lust auf Sex mit dem anderen Menschen in der Beziehung?

12. Oder du hast etwas Neues über dich und deine Vorlieben gelernt
Nicht umsonst sind die Zugriffe auf Pornos in Corona-Zeiten gestiegen: Beim Schauen herauszufinden, dass man auch auf dieses oder jenes abfährt oder selbst gerne mal etwas Anderes ausprobieren möchte, kann Vorfreude auf die Zeit danach machen.

13. Du bist emotionaler und intensiver in deinen Gefühlen
Der Website Self.com haben zwei Menschen ihre Erfahrungen erzählt: Justin ist via Dating-App mit jemandem in Kontakt, Sexting inklusive. „Ich habe Sorge, dass das alles eine falsche Art von Intimität suggeriert. Ich weiß, die Welt wird nicht untergehen, aber alles fühlt sich so dramatisch an. Ich war kurz davor, ‚Ich liebe dich‘ zu sagen, als wir das letzte Mal per Video gemeinsam masturbiert haben.“
Unter den gegebenen Umständen können verstärkte Emotionen tatsächlich die Norm sein. Ann erzählt, dass sie mit ihrem an sich platonischen besten Freund seit Corona regelmäßig Sex hat: „Dieser Sex fühlt sich auch emotional intensiver an, weil sich im Moment alles intensiv anfühlt.“

14. Du hast überhaupt keine Veränderungen in Sachen Sex festgestellt
Du liest vielleicht durch diese Liste und findest dich in keinem der Punkte wieder – cool. Im besten Fall eine Sache weniger, über die du aktuell nachdenken musst.

15. Du erlebst (auch sexuell) jeden Tag anders
Wie alles im Moment verändert sich auch das Erleben von Sex und Lust ständig, also mach dir keine Sorgen, wenn du an einem Tag horny wie nur was bist und am nächsten nicht mal berührt werden möchtest. Die Chance ist groß, dass du im Laufe dieser Zeit durch alle der oben beschriebenen Stadien gehen wirst oder bereits gegangen bist, vielleicht eines nach dem anderen, vielleicht immer wieder. Aber in jedem Fall: Ein Tag nach dem anderen.

 

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