12 Gründe, warum ihr jeden verdammten Tag einen Orgasmus haben solltet

Hoch lebe das O! Es tut euch sehr sehr gut.

Man tut ja gern so, als wäre der weibliche Orgasmus ein besonders schwer zu knackendes Rätsel. Weil ja ach so kompliziert und überhaupt fortpflanzungstechnisch auch schrecklich unnötig, was anscheinend die jahrhundertelange Vernachlässigung weiblicher Lust rechtfertigen soll.

"Warum Frauen einen Orgasmus haben, obwohl er zu nichts nütze ist" titelt die Tageszeitung "die Presse" einen Artikel über eine empirische Studie zur Historie des weiblichen Orgasmus: Wissenschafter*innen haben untersucht, ob er ein "funktionsloses Überbleibsel der Evolution" ist. Biologisch mag das eh spannend sein. Den Orgasmus von Frauen deswegen pauschal als "unnütz" zu bezeichnen, ist aber eine unnötige Provokation und so nebenbei auch schlichtweg falsch. Ein Samenerguss ist nämlich nicht das höchste Gut der Menschheit und so ein Orgasmus ein hormonelles Feuerwerk, das noch ganz andere Auswirkungen als potentielle Fortpflanzung hat. Auch dazu gibt es Studien. Bitteschön:

1) Orgasmen können Menstruationsbeschwerden lindern

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Eine Studie, die im Buch "The Science of Orgasms" zitiert wird, besagt, dass eine von zehn Frauen während der Menstruation masturbiert, da es ihre Menstruationsbeschwerden lindert.

3) Orgasmen können auch gegen Migräne helfen

Laut dieser Studie gaben 60 Prozent der befragten Migränepatient*innen an, dass Sex während eines Migräneanfalls das Kopfweh verbessere. Leider ist es kein Allheilmittel: Ein Drittel der Probanden gab an, dass die Beschwerden schlimmer wurden.

4) Zu kommen kann Alltagsstress reduzieren

Laut Dr. Madeleine Castellanos, Sex-Therapeutin und Autorin von "Wanting to Want: Was dein Sexleben tötet und wie du es retten kannst" können Orgasmen den Kopf von alltäglichen Ablenkungen befreien. Sie helfen einen, sich auf Lust und Freude zu konzentrieren und nicht auf Stress-Faktoren.

5) Sex kann das Immunsystem stärken

In einer Studie der University of Pennsylvania hatten Menschen, die eine höhere Sex-Frequenz angaben, ein höheres Niveau an Immunoglobulin A in ihren Speichelproben. Die Antikörper tragen zum Schutz des Immunsystems bei.

6) Auch die Herzgesundheit profitiert von Orgasmen

Yep, Orgasmen können auch dem Herzkreislaufsystem ein kleines Work-Out geben: Sex und Orgasmen bringen die Blutgefäße dazu, sich zu erweitern, was die gesamte Herzkreislauf-Gesundheit stärkt.

7) Sogar auf verdammten Schluckauf haben Orgasmen einen Einfluss!

Okay, leider gibt es den Beweis bis jetzt nur für Männer: In einer Fallstudie von 40-jährigen Männern, die über mehrere Tage hinweg Schluckauf hatten, hörte die Hickserei endlich auf, nachdem sie ejakuliert hatten.

8) Je öfter man kommt, desto leichter fallen Orgasmen

Je mehr Erfahrung man sammelt, desto sicherer findet man in den eigenen Rhythmus und kommt auch leichter zum Höhepunkt. Es stimmt: Übung macht den*die Meisterin!

9) Sex kann in späten Stadien der Schwangerschaft vor Frühgeburten schützen

In einer Studie wurden knapp 2000 schwangere Frauen über ihre Sexgewohnheiten interviewt. In Nachfolge-Interviews stellte sich heraus, dass diejenigen mit höherer sexueller Aktivität (Sex mit Orgasmen, Sex ohne Orgasmen, Masturbation) seltener Frühgeburten hatten.

10) Orgasmen können auch unsere gesamte Körperwahrnehmung und Selbstbewusstsein positiv beeinflussen

Das merkt man besonders beim Masturbieren: Laut Dr. Castellanos machen einen Orgasmen stolz darauf, was der eigene Körper erreichen kann - und wie gut man sich in ihm fühlen kann.

11) Orgasmen können die Konzentration stärken

Beim Orgasmus blendet man Nebengeräusche aus und konzentriert sich komplett auf den Moment und den Sex. Laut Dr. Castellanos lässt sich diese Erfahrung auch auf das restliche Leben übertragen.

 

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