11 Dinge, die jede Wienerin bei Kälte in Wien schon erlebt hat

Neuschnee bedeutet für Wien die Apokalypse, verstörende Kleiderkombinationen und dann wären da noch die Wiener Weihnachtsmärkte. Das ist der Winter in Wien!

Eher unregelmäßig als in schönen Abständen berichte ich an dieser Stelle gerne über das Leben in Wien. Egal ob Stiegenhäuser-Erlebnisse, den Sommer in dieser schönen (heißen) Stadt, eine Woche als Hundesitter oder einem verunglückten Ausflug in ein Studentenlokal (zwecks Altersunterschied). Dieses Mal: Der Winter in Wien, aus sehr subjektiver Perspektive.

1) Fünf Zentimeter Neuschnee kommen der Apokalypse nahe. Straßenbahnen haben Verspätungen im zweistelligen Bereich, Autos werden mittels Rutschmodus fortbewegt. Es gibt plötzlich für jeden Gehsteig einen Schneepflug.

2) Du wunderst dich jedes Jahr wieder, wie der Winter – obwohl nicht gerade eine „neue“ Jahreszeit - für viele WienerInnen, den Verkehr und allem, was dazugehört, so überraschend daherkommt, als wäre er ein gut gehütetes Geheimnis der Illuminati gewesen.

3) "Aufgrund der derzeitigen Witterungsverhältnisse…“ ist dein Lieblingssatz!

4) Vor allem für Kinder vom Land, wie dem Autor dieser Zeilen, etwas verstörend: Du wirst auch bei 0 Grad oder darunter, Menschen finden, die „Knöchel-Frei“ unterwegs sind. Für dich, einen Menschen, der darauf konditioniert wurde, dass nirgends Schnee rein kann, ist das verstörend.

5) Nirgends ist die Dichte an Hunden, die Jacken tragen, so hoch wie in Wien.

6) Da der Himmel in Wien im Winter höchstens unterschiedliche Grau-Schattierungen kennt, sind Tageszeiten für dich nur noch schwer trennbar.

7) Der „Geheimtipp“, also Weihnachtsmarkt XY , ist gar nicht so geheim, was die 100 Menschen vor dem Punschstand eindrucksvoll unter Beweis stellen.

8) Du hast schon mal auf einen der großen Wiener Weihnachtsmärkte beobachtet, wie der Punsch aus großen Kanistern nachgefüllt wird und du dann dafür fast 5 Euro bezahlst. Ohne Einsatz, aber mit viel Überwindung.

9) Fühlt sich Wien im Sommer oft so leer wie eine verlassene Westernstadt an, hast du das Gefühl, dass zur Weihnachtszeit jeder nach Wien kommt. JEDER.

10) Du wirst nie verstehen, wer all die Maroni essen soll – gibst aber dein Bestes!

11) Du stehst bei der Bim-Station, das Ding kommt nicht, die Zeittafel zeigt nichts mehr an, der Wind bläst aus dem Nichts mit Orkanstärke hinter dir findet gerade ein Hupen-Battle am Gürtel statt. So sagt dir Wien, wie lieb es dich hat.

Ganz ohne Witz: Nicht alle Menschen erleben die kalte Jahreszeit in Wien aus dieser Sicht. Für sie ist der Kampf gegen die Kälte ein täglicher Begleiter. Wer so eine Situation bemerkt und rasch helfen will, kann das Kältetelefon der Caritas unter 01 480 45 53 anrufen – mehr Infos gibt es HIER.

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