10 Tipps, wie Mütter endlich wieder Zeit für sich selber haben

Kinder, Partner, Job, Haushalt – noch immer werden Mütter von einer Zwei- und Dreifachbelastung erdrückt. Trainerin Maren Wölfl verrät wirkungsvolle Strategien, wie man als Frau von dem Aufwand nicht erschlagen wird. Mehr Lebensfreude garantiert!

„Als Mutter hat man viele verschiedene Rollen zu tragen", erklärt Trainerin Maren Wölfl. „Auf der einen Seite ist der Beruf, dann ist da noch der Partner, der Haushalt, die Familie, Kinder und nicht zuletzt man selbst. Meistens kommen im Alltag der Partner und man selbst zu kurz."

Das sei ganz und gar kontraproduktiv, so die Expertin. Denn gerade die Zeit für sich selbst und für den Partner sei wichtig, um die eigenen Batterien aufzuladen. „Man braucht Zeit für Hobbys und sich selbst. Das ist wie beim Herz. Dieses lebenswichtige Organ versorgt auch zuerst sich selbst mit Sauerstoff und Blut und dann erst den restlichen Körper", erklärt sie. „Wer nicht auch an sich denkt, wird sich müde und ausgelaugt fühlen und geht auf Dauer sprichwörtlich drauf. Es muss drinnen sein, dass man in einer Woche einmal ein Bad nimmt, ein Buch liest oder einfach einmal eine Stunde nichts tut - was auch immer man gerne macht."

Maren Wölfl ist Trainerin und Marketingexpertin. Sie selbst ist glücklich verheiratet und hat drei Kinder.

Auch der Partner sollte nicht zu kurz kommen. „Häufig rennen beide Partner in ihren Hamsterrädern und erledigen ihre Aufgaben, aber Zeit für Gemeinsamkeiten bleibt nicht. Versuchen Sie sich aktiv Zeit für einander zu nehmen. Machen Sie einen Plan und gehen Sie einmal pro Woche aus, trinken Sie einmal am Abend gemeinsam Wein oder fahren Sie einmal pro Quartal zusammen weg - ohne Kinder", rät Maren Wölfl.

Wer sich jetzt fragt, woher die Zeit nehmen, wenn nicht stehlen, dem ist mit folgenden Strategien geholfen:

1) Rollen bewusst wählen

„Wir tragen in unserem Leben einen Hut, unter diesem befinden alle unsere Aufgaben: Haushalt, Kinder, Arbeit u.s.w. Häufig laden wir jedoch zu viel darunter und der Inhalt quillt fast heraus. Was hier hilft, ist ein bewusstes Auswählen: Was will ich machen und was kann ich abgeben", sagt Wölfl.

2) Verantwortung abgeben

„Viele Mütter schaffen es nicht dem Partner einen Teil der Verantwortung zu überlassen, weil sie glauben, er könnte das nicht so gut, wie sie selbst. Lassen Sie ihn einfach einmal machen. Für Kinder ist das gut, wenn der Papa anders ist als die Mama, sie profitieren davon. Und Sie als Mutter lernen auch etwas dazu", erklärt die Trainerin. Dasselbe gilt auch für Kindergarten oder Babysitter.

3) Freiraum schaffen

„Frauen fällt es oft schwer, um Hilfe zu bitten oder Hilfe anzunehmen. Genau das sollten Sie aber tun. Wenn die Nachbarin anbietet, Ihr Kind vom Kindergarten abzuholen, dann nehmen Sie das Angebot doch an. Dem Kind wird das nichts ausmachen und Sie gewinnen etwas Zeit. Und Sie können im Tausch ein paar Tage später das Kind der Nachbarin mitnehmen."

4) Energieräubern Einhalt gebieten

„Denken Sie nach, was sind Ihre Energieräuber und versuchen Sie diese zu mindern oder zu delegieren." Wölfl: „Manchmal kann man auch Zeit gewinnen, in dem man überflüssigen Ballast einfach abgibt, weniger oft macht oder delegiert.

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Maren Wölfl ist Trainerin und Marketingexpertin. Sie selbst ist glücklich verheiratet und hat drei Kinder.

5) Ressourcen nutzen

„Überlegen Sie, welche Ressourcen zur Verfügung stehen. Vielleicht ist der Mann beruflich sehr erfolgreich und nie zuhause? Dann können Sie sich dafür vielleicht einen Babysitter leisten", sagt Wölfl. Oder Sie lassen die Kinder länger im Kindergarten, bitten Sie Omas oder Opas diese einmal einen Tag zu nehmen - werden Sie einfach kreativ und suchen Sie Ihre Schlupflöcher.

6) Realistische und erreichbare Ziele stecken

„Machen Sie sich Pläne und probieren Sie drei bis sechs Monate lang diese auch einzuhalten, ohne ununterbrochen an Ihrem Lebenskonstrukt zu zweifeln. Wenn Sie danach feststellen, dass es so nicht funktioniert, dann machen Sie einen neuen Plan. Der Tag hat nur 24h und die Woche sieben Tage. Es hilft nichts, wenn Sie dabei eingehen", erklärt die Expertin.

7) Mut zur Lücke

Es muss nicht immer alles perfekt sein", rät Wölfl. Der Haushalt darf ruhig auch einmal ein bisschen chaotischer sein. Hauptsache Ihnen geht es gut dabei." Denn eines ist auch klar: Ihre Umwelt wünscht sich eine glückliche und zufriedene Mama, Partnerin und Freundin.

8) Vorsorgen für den Fall der Fälle

Wer viel arbeitet, der sollte sich am besten ein gutes Netzwerk zulegen, denn so Wölfl: „Der Teufel schläft nicht und es ist gut, wenn man immer jemanden hat, der einspringen kann." Wichtig ist, dass die Kinder die Betreuungspersonen kennen und sich bei diesen auch wohlfühlen.

9) Anerkennen Sie Ihre Leistung

„Allein die ganze Organisation einer Familie ist schon eine Leistung. Vergessen Sie das nie und seien Sie auch stolz auf sich", sagt Wölfl. Frauen leisten und tun so viel und sollten auch sehen, was Schönes da ist und dies wertschätzen.

10) Genießen Sie die Zeit mit den Kindern

Es ist doch auch schön, so wie es ist, oder? Und wenn es manchmal heiß her geht, dürfen Sie nie vergessen, was die Alternative wäre. Eine perfekt aufgeräumte Wohnung und dafür keine Kinder - wollen Sie das wirklich?" hinterfragt Maren Wölfl. „Außerdem ändert sich mit Kindern alles so schnell. Kleine Kindern zwischen zwei und drei brauchen noch sehr viel Unterstützung, während sie mit sechs Jahren vielleicht auch einmal eine Stunde alleine bleiben können."

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