10 Tipps: So überleben Sie im Großraumbüro

Der alltägliche Job-Wahnsinn wird zu einer Zerreißprobe, wenn man ihn auch noch in einem Großraumbüro mit anderen teilen muss. Denn: Lärm und die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter kratzen an der Kollegialität. Wir geben Ihnen 10 Tipps für das optimale Verhalten in einem Großraumbüro!

Wenn viele Menschen sich einen Arbeitsraum teilen, kann es zwar die Kommunikation und die sozialen Kontakte fördern, aber auch langfristig an der Konzentration und der Gesundheit rütteln. Durch den hohen Lärmpegel stehen die meisten Arbeitnehmer unter (Dauer-)Stress, weshalb der Körper immer unter Alarmbereitschaft steht und laut Wissenschaftern auch zu mehr Krankenständen führt.

Hier Ihr Überlebensguide für's Großraumbüro:

1. Seien Sie schweigsam

Mit Kolleginnen über die Arbeit zu sudern oder über den Chef lästern schweißt vielleicht zusammen, doch Sie können sich nie sicher sein, auf welche Ohren Ihr Jammern trifft - und dies Ihrer Karriere schaden kann.
Deshalb: In Gedanken sudern ist Silber, Schweigen ist Gold.

2. Spielen Sie nicht mit

Ihre Kollegin kommt früher als Sie in die Arbeit und macht auch später Feierabend? Konkurrenzdenken kann förderlich sein, doch lassen Sie sich dadurch nicht beeinflussen. Es kann ja sein, dass Sie einfach effizienter arbeiten.
Deshalb:
Bleiben Sie gelassen und folgen Sie Ihrem eigenen Rhythmus. Nur weil die anderen hektisch sind, müssen Sie nicht gleich mitziehen.

3. Schalten Sie auf Durchzug

Ein guter Zuhörer zu sein ist sonst ein wichtiger Charakterzug, doch im Großraumbüro nicht unbedingt praktisch. Denn ein ständiges Telefonklingeln oder die Dauerbeschallung aus dem Radio schaden Ihrer Konzentrationsfähigkeit.
Deshalb: Hören Sie einfach weg - Ihrem Gehirn zu Liebe.

4. Suchen Sie Verbündete

Arbeit ist nur das halbe Leben. Trotzdem verbringen ArbeitnehmerInnen die meiste Zeit unter der Woche mit ihren Kollegen. Warum also nicht mit dem Angenehmen verbinden und mit ihnen Freundschaft schließen? So haben Sie Vertraute, bei denen Sie sowohl Ratschläge im Arbeitsbereich einholen als auch Gespräche über Privates teilen können.
Deshalb:
Wer arbeiten kann, kann auch weggehen - am besten mit netten Kollegen auf ein Feierabendgetränk. Und sich am nächsten Tag wieder auf das Büro freuen, auch wenn man die gleichen Gesichter sieht.

5. Sichern Sie sich den Fensterplatz

Wer seinen Arbeitsplatz in der Mitte eines Großraumbüros hat, läuft Gefahr, sich von allen Seiten mit Lärm, Gesprächen und mehr belästigt und bedrängt zu fühlen. Deshalb: Lassen Sie sich in dem Fall gerne an den Rand drängen und genießen Sie Ihren Fensterplatz. Der kann Ihnen auch gute (Denk-)Pausen verschaffen, indem Sie einfach mal aus dem Fenster schauen und die Welt beobachten.

Lesen Sie fünf weitere Tipps auf Seite 2!

Die Bredouille eines jeden Arbeitnehmers in einem Großraumbüro: Um sich auf seine Arbeit konzentrieren zu können, distanziert man sich von den KollegInnen. Auf der anderen Seite gehört Teamarbeit zu den wichtigsten Soft Skills im Beruf, auch da man nicht nur Persönliches austauscht, sondern auch wichtige Informationen über die Arbeit bzw. das Unternehmen erhält.

6. Bleiben Sie Facebook fern

Natürlich ist ein Fensterplatz auch deshalb besser, damit Sie ungestört am PC arbeiten können, ohne dass Ihnen jemand über die Schulter schaut. Das heißt aber nicht, dass Sie regelmäßig auf Facebook & Co. surfen sollten. In vielen Firmen ist das private Surfen nicht gern gesehen oder gar verboten.
Deshalb: Nur wenn es wirklich wichtig ist, privat surfen. Wenn Kollegen nämlich Sie öfters dabei sehen, könnte schnell das Bild aufkommen, dass Sie nichts arbeiten - und faule Kollegen mag niemand.

7. Zeigen Sie Grenzen auf

Sie sind die Neue im Unternehmen, was aber nicht heißt, dass Sie es allen Recht machen müssen. Redet eine Kollegin zu laut am Telefon oder bittet Sie schon wieder um einen "kleinen" Gefallen, dann sagen Sie nett und bestimmt "Nein". Schließlich haben Sie auch Ihr Recht auf persönliche Bedürfnisse, die am besten in einem gemeinsamen Kompromiss resultieren.
Deshalb:
Wenn Sie eine neue Arbeitsstelle beginnen, seien Sie am Anfang offen zu den KollegInnen, aber bedacht in Ihren Aussagen und Ihrem Tun.Nach einer gewissen Eingewöhnungszeitwissen Sie dann, wie alle ticken - und finden Ihren eigenen Platz im Team.

8. Vermeiden Sie Spekulationen

Wo viele KollegInnen sind, da sind Getuschel und Gerüchte auch nicht weit. Sie können zuhören, sollten aber die Grenze wissen, wann es Ihnen und Ihrer Karriere schadet. Denn auch wenn Sie nur dabei stehen, kann es für Außenstehende so scheinen, als ob Sie eine "Mittäterin" sind.
Deshalb:Lästereien am besten vermeiden und Privates auch nur mit jenen KollegInnen besprechen, denen Sie vertrauen.

9. Machen Sie mal Pause

Nichtsdestotrotz können Sie sich natürlich mit KollegInnen unterhalten - und das am besten in der Kaffeepause. Denn laut Umfragen erfährt man hier ganz informell die wichtigsten Informationen rund um den Arbeitsplatz. Kein Wunder, hier sind die meisten Leute entspannt und können für kurze Zeit dem Arbeitsdruck entfliehen.
Deshalb: Offen sein und ungezwungen ein Gespräch beginnen. Außerdem sollten Sie natürlich auch eigene Informationen weitergeben (können), sonst wird der KollegInnen-Austausch schnell einseitig.

10. Essen Sie woanders

Nicht nur, dass in einem Großraumbüro der Geruch Ihres Chili con Carnes in alle Richtungen verteilt wird (noch schlimmer für VegetarierInnen). Nehmen Sie sich mal bewusst eine Auszeit von dem Dauerlärm mit Tastaturenklappern, Telefonklingeln & Co., um den Arbeitstag gut zu überstehen.
Deshalb: In einem Restaurant außerhalb der Firmenkantine essen oder einfach nur durch den nahegelegenen Park spazieren und auf einer Sitzbank die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.

Aktuell