10 Mythen über Migräne

Jeder Zehnte leidet regelmäßig an immer wiederkehrenden pochenden Kopfschmerzen. Frauen sind dabei doppelt bis dreimal so oft betroffen wie Männer. Wir checken, welche gängigen Informationen über Ursachen und Therapien rund um das Thema Migräne stimmen und welche nicht.

Botox wird zur Behandlung von Migräne eingesetzt

Richtig. Seit etwa einem Jahr ist das Nervengift Botox zur Behandlung von Migräne auch in Österreich zugelassen. Allerdings nur dann, wenn die Betroffenen 15 Tage im Monat von dem pochendem Kopfschmerz geplagt werden. Denn die Dosierung bei einer Migränebehandlung ist wesentlich höher als beim Wegspritzen von Falten.

Migräne kann an verschiedenen Stellen auftreten

Richtig. Bei Migräne handelt es sich um einen wiederkehrenden, plötzlich auftretenden Kopfschmerz, der meist eine Kopfhälfte betrifft. Das muss aber nicht zwangsläufig immer dieselbe Hälfte sein.

Wegen Migräne muss man nicht zum Arzt

Falsch. Ein Besuch beim Arzt ist sogar dringend zu empfehlen. Dieser kann dann andere Ursachen ausschließen und die passenden Medikamente verschreiben.

Zu viel Schlaf kann Migräne auslösen

Richtig. Aber auch Schlafmangel, Stress oder ein unregelmäßiger Lebensstil können zu einer Attacke führen. Das Schreiben eines Kopfschmerztagebuches hilft derartige Auslöser zu erkennen.

Espresso kann einen Migräneanfall lindern

Richtig. Koffein verbessert die Durchblutung und kann so den Kopfschmerz lindern. Allerdings sollte man deswegen nicht Unmengen an Kaffee trinken.

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Nur Weicheier gehen bei Migräne nicht arbeiten

Falsch. Ein Migräneanfall kann bis zu drei Tage andauern und tatsächlich so schlimm sein, dass die Betroffenen sich komplett aus dem Gesellschaftsleben zurückziehen müssen. Sehstörungen, Übelkeit sowie Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Gerüchen oder Licht sind keine Seltenheit. Bei akuter Migräne ist ein Rückzug in abgedunkelte, ruhige Räume zu empfehlen.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Hormonen und Migräne

Richtig. Bei Frauen kommt es besonders häufig kurz vor Beginn der Regel oder bei Pilleneinnahme während der Phase, in der mit den Tabletten ausgesetzt wird, zu Attacken.

Aspirin lindert Migräne

Richtig. Zumindest bei leichten Anfällen kann Aspirin helfen. Manchmal ist noch zusätzlich die Einnahme eines Medikaments gegen Übelkeit notwendig.

Migräne sollte man erst mit Hausmitteln behandeln

Falsch. Manche Medikamente wirken in späteren Phasen der Migräne schlechter, weil sie nicht mehr so gut über die Magenschleimhaut aufgenommen werden können. Was am besten für eine Person ist, hängt auch von der Schwere der Attacke ab. Besprechen Sie Ihren Fall mit einem Arzt.

Zwischen dem Alkoholkonsum und Migräneanfällen gibt es keinen Zusammenhang

Falsch. Alkohol gilt als Auslöser genau so wie Schokolade und Käse, also jene Lebensmittel, die Histamin, Glutamat, Tyramin oder Serotonin enthalten.

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