10 min mit ... Sabrina Reiter

Vor ein paar Jahren noch arbeitete die 25-Jährige als Zahnarztassistentin. Dann kam der Film und machte sie über Nacht zum Shootingstar.

Vor ein paar Jahren noch arbeitete die 25-Jährige als Zahnarztassistentin. Dann kam der Film und machte sie über Nacht zum Shootingstar. Heute verdient sie ihr Geld vor allem mit blutrünstigen Horrorstreifen.

Interview Julia Wagner Foto Geli Goldmann

Sie kommen gerade aus dem Englischkurs. Lernen Sie fleißig für Hollywood?
Nein (lacht). Aber ich will vorbereitet sein, wenn plötzlich ein Anruf aus Italien kommen sollte oder so. Es wäre schon ein Ziel, es auch in Europa zu schaffen – aber jetzt einmal möchte ich in Österreich Erfolg haben.

Warum sind Sie nicht auf eine Schauspielschule gegangen, sondern haben erst beim Zahnarzt gearbeitet? Wollten Sie gar nicht zum Film?
Doch, aber ich bin der totale Sicherheitsmensch. Ich brauche etwas, auf das ich zurückgreifen kann. Ich dachte mir, ich gehe arbeiten, mache eine Ausbildung und danach kann ich noch immer tun, was ich will. Außerdem wusste ich, dass ich viel Kohle für eine Schauspielausbildung brauche. Eigentlich wollte ich dafür Ende 2005 nach Berlin, aber dann kam das Casting für In 3 Tagen bist du tot. Mir macht die Filmbranche jedenfalls keine Angst, denn wenn alle Stricke reißen, gehe ich eben wieder in die Agentur arbeiten.

Wäre es aber nicht seltsam, nach einer Filmkarriere und dem Undine Award als beste Filmdebütantin wieder einen öden Bürojob zu machen?
Wenn man abhebt, sicherlich. Aber ich habe immer ein normales Leben geführt und auch gearbeitet, auch nachdem mein erster Film ins Kino kam. Sie müssen sich das so vorstellen: Man steht zwar bei der Berlinale mit einer Cate Blanchett auf dem roten Teppich, kann aber noch nicht von der Schauspielerei leben. Mittlerweile kann ich das aber ganz gut. Außerdem bin ich jetzt Mutter in Karenz.

Glauben Sie, dass man Dinge, denen man am meisten hinterherjagt, am schwierigsten bekommt?
Ich glaube nicht, dass man viel erreicht, wenn man sich sehr unter Druck setzt, gerade als Schauspieler. Ich habe das bei Castings selbst bemerkt, dass man ganz anders wirkt, wenn man gelassen ist. Im Leben kommt es eh immer so, wie es kommen soll. Da braucht man nicht viel planen. Dass ich schwanger geworden bin, ist auch so passiert.

(...)

Lesen Sie mehr in der Dezember-WIENERIN: Sabrina Reiter über ihren ersten Drehtag und ihren Sohn Finn.

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