10 Dinge, über die sich vor 20 Jahren noch niemand Gedanken gemacht hat

Das Internet hat unser Leben auf den Kopf gestellt und uns einen Haufen neuer Dinge beschert, über die wir uns tagtäglich den Kopf zerbrechen können

Eines Tages, es war irgendwann am Anfang des neuen Jahrtausends, hatte plötzlich jeder einen tragbaren Minicomputer in der Hosentasche und die Welt ist seitdem nicht mehr dieselbe. Wir leben jetzt in dieser verrückten Zukunft, die uns ambitionierte Science-Fiction-Serien schon seit den 1980ern prophezeien (wie Marty McFly, nur leider ohne Hoverboard).

Für manch unangenehme Alltagssituation(beim Lieferservice tatsächlich anrufen und unfassbar mühsam die eigene Adresse buchstabieren) und Faulheit (zur Videothek fahren und ein Video ausborgen) ist das Internet eine wirklich großartige Lösung. Aber weil alles im Gleichgewicht bleiben muss, sind für jede Erleichterung einfach neue Ängste hinzugekommen.

10 Dinge, die uns 2017 in Unmut versetzen, mit denen 1997 wirklich niemand gerechnet hätte:

1. Der falschen Person eine Nachricht schicken

Zuviele Netzwerke! Zuviele Messenger! Zuviel Kommunikation mit zuvielen Menschen. Es passiert, dass man der besten Freundin etwas über diese eine Person des Gruppenchats schreibt. Im Gruppenchat.

Ähnliche Kategorie: Mitten im Ablästern einen nervösen Blick aufs Smartphone werfen um sicherzustellen, dass selbiges nicht gerade das Subjekt des Gesprächs angerufen hat. Von selbst. Siri. Alexa. Was auch immer. Hilfe.

2. Auf ein Päckchen warten

Beim Quelle-Katalog hast du einfach mal einen Monat auf dein Packerl gewartet und es war vollkommen ok. Jetzt was auf Amazon bestellen bedeutet, alle 30 Minuten die Mails checken, ob das Paket schon versandt wurde. Wenn ja, alle 45 Minuten checken, ob der Postler schon unterwegs ist. Danach über den gelben Zettel im Briefkasten ärgern.

3. Die eigene Social Media "Marke" pflegen

Hallo, es ist 2017 und deine Internetpräsenz beeinflusst dein Leben, ob du willst oder nicht. Weil natürlich jeder potentielle Partner, Arbeitgeber oder auch sonst jeder deine Profile analysiert und dich danach beurteilt.

4. Die Beziehung zum Essenslieferanten

Wer noch nie "Juhu, kommt alle! Das Essen ist da!" in eine leere Wohnung gerufen hat, damit der Foodora-Lieferant nicht denkt, dass dieser riesige Berg an indischen Essen für einen allein ist (der riesige Berg indisches Essen ist für einen allein), werfe den ersten Stein.

5. Revenge Porn

Ja eh, dein pixeliges Webcam-Foto in sexy Pose hat auch 1998 schon jemand in 56k-Modemgeschwindigkeit abspeichern können. Aber heute ist alles super hochauflösend, supereinfach und kann superschnell auf Pornhub landen. Na serwas.

6. Der Fernseher, der dich verurteilt

Ja, ich habe mir gerade acht Folgen New Girl hintereinander angeschaut. Nein, ich bin noch nicht fertig. Ja, ich schaue immer noch. Danke Netflix.

7. Spoiler

Das Internet ist dunkel und voller Spoiler. Du hast die neueste Folge deiner Lieblingsserie noch nicht gesehen, weil du nebenher noch sowas wie ein Leben hast? Pech gehabt, kein Internet für dich. Kombiniere das mit FOMO und der Pflege deiner Social-Media-Präsenz und du hast eine hausgemachte Zwickmühle.

8. Swipes & Matches

Beziehungen sind hart. Daten ist hart. Online-Daten ist furchtbar. Du brauchst das perfekte Foto. Die perfekte Bio. Den perfekten Weg, beim potentiellen Partner herauszufinden, ob alles nur Fake ist. Und was, wenn du tinderst, als gebe es kein Morgen, und nie ein verdammtes Match kassierst? Warum? Was ist da los? Man zeige uns jemanden, den das kalt lässt.

9. Die Balance der Datenkrake

Ein gläserner Bürger ist gefährlich, Mensch schütze deine Daten! Jaaa, aber es ist halt auch so unglaublich praktisch, wenn einem das Internet auf Basis des eigenen Geschmacks andere tolle Dinge vorschlägt. Wer will darauf noch verzichten? Wieviel ist zuviel, wieviel ist genug? Hilfe!

10. FOMO

Wir haben ständig und überall Zugriff auf das gesamte Wissen der Menschheit. Wir nutzen das, um uns Bilder von Katzen anzuschauen und uns alle Möglichkeiten offen zu halten, weil jede Sekunde irgendwo etwas Besseres passieren könnte, von dem wir sofort erfahren müssen. Die Fear Of Missing Out, oder Angst etwas zu verpassen, lähmt uns in unserer sozialen Beweglichkeit und nervt einfach nur.

 

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