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Augen auf: Warum die Ohren-Kontrolle bei Hunden so wichtig ist

Wenn sich dein Hund (zu) häufig am Ohr kratzt, müssen nicht unbedingt Flöhe dahinter stecken.

Wienerin mit Tier(Wienerin)

Dein Hund schüttelt oder kratzt sich häufig den Kopf oder hält ihn ständig schief? Einem fürsorglichen Hundebesitzer fallen solche Anzeichen natürlich schnell auf. Die erste Vermutung: Flöhe. Doch nicht immer muss man damit recht haben. Gerade wenn das Flohmittel keine Wirkung zeigt, liegt man mit der Diagnose wohl daneben. Oft fällt es Hundebesitzern schwer, zwischen Ohrenentzündung und Flöhen zu unterscheiden. Mit diesem Artikel wollen wir uns dem Thema annehmen und gerade unerfahrene Hundebesitzer bei der Handhabung unterstützen. 

 

Anzeichen und Symptome

 

Schütteln die Tiere oft den Kopf und kratzen sich vermehrt, kann dies auf eine Infektion hinweisen. Mitunter versuchen die tierischen Patienten, den Juckreiz mit der Pfote zu stillen, indem sie den Kopf am Boden reiben. Die Ohrmuschel und der Gehörgang sind gerötet, zum Teil angeschwollen, und eine Berührung des Ohrs kann sehr schmerzhaft sein.

 

Mögliche Ursachen

 

Erkrankungen der Ohren treten bei Hunden relativ häufig auf – insbesondere im Sommer. Dann sind nicht nur Rassen mit langen hängenden Ohren betroffen, sondern vor allem Wasserratten. Wenn Hunde das Wasser nach dem Schwimmen nicht aus dem Ohr bekommen, können sich Keime ausbreiten. Meist entzünden sich dann die äußeren Gehörgänge. Eine andere Ursache sind oft Ohrmilben, die eine allergische Reaktion oder Entzündung hervorrufen können. Ebenso können Fremdkörper wie Grashalme oder Grannen im Ohr eine Ohrenentzündung verursachen – vor allem bei Jagdhunden, die in Feldern und im Wald herumtollen. Auch Überempfindlichkeiten (Allergien, Futter, Medikamente) können bei Hunden zu einer Entzündung führen.

Ist der Gehörgang einmal verstopft, wird die Selbstreinigung des Ohres vermindert oder gestoppt und Bakterien und Hefepilze können überwuchern. Ähnlich verhält es sich mit Haaren. Die Entzündung kann viele Ursachen und vor allem weitergehende ernsthafte Folgen haben, weshalb ihr bei Verdacht rechtzeitig einen Tierarzt aufsuchen solltet.

 

 

Behandlungsmethoden

 

Eine Ohrentzündung muss immer behandelt werden. Der Tierarzt untersucht die Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang und erstellt bei Bedarf einen Therapieplan. Er spült das Ohr mit einer antiseptischen Lösung und entfernt die gelösten Beläge mit einer Schlinge, einem Wattetupfer oder mit einem Sauger. Anschließend wird eine Ohrensalbe eingebracht, die ein Antibiotikum und einen Wirkstoff gegen Pilze enthält. Ein Anteil an Cortison lindert rasch den Juckreiz und bringt die entzündlichen Erscheinungen zum Abklingen. Bei schweren, eitrigen Entzündungen kann eine Behandlung mit Antibiotika-Tabletten nötig sein. Wird die Entzündung jedoch nicht bemerkt und somit nicht behandelt, kann sie sich über Jahre hinweg verschlimmern. Die Behandlung einer solchen chronischen Entzündung ist langwierig, oft schwierig und manchmal nur unter Narkose möglich. Gegebenenfalls kann nur noch eine Operation dem Hund Erleichterung verschaffen.

 

Vorbeugungsmaßnahmen

 

Das oberste Prinzip ist die regelmäßige Kontrolle der Ohren deines Hundes und eventuell eine Reinigung des Gehörganges, um diesen von Entzündungssekreten und Ohrschmalz zu befreien. Die Ohrmuschel kann von Herrchen oder Frauchen selbst mit einem weichen, feuchten Lappen gereinigt werden.  Doch Achtung: Wattestäbchen sind absolut tabu und haben im Ohrkanal nichts zu suchen! 

 

Dieser Artikel erschien zuerst bei den Tierfreunden Österreich. Hier gibt es mehr Informationen zu den Tierfreunden.

 

 

 

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Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert.

 

 

 

 

 

 

 

Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer. Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert.

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