< Zur Mobilversion wechseln >

Die größten Hunde-Irrtümer:: "Kleine Hunde darf man nicht hochheben"

von

Expertin Conny Sporrer räumt mit einem weiterverbreiteten Mythos über kleine Hunde auf und erklärt, wann es wirklich nötig ist, einen kleinen Hund ein Stockwerk höher zu heben.

Wienerin mit TierConny Sporrer, Hundetrainerin(Wienerin)

"Kleine Hunde darf man nicht hochheben" - Der Nummer-1-Mythos, wenn es um kleine Hunde geht. Und wenn man es dann doch tut, wird man belehrt und manchmal sogar beschimpft.

 

Liebe Hundemenschen, die ihr dieser Meinung seid: Habt ihr euch schon mal vorgestellt, wie es ist, wenn ein Wesen, dass etwa fünf mal so groß ist wie ihr, im Streckgalopp ungebremst auf euch zurennt? Nicht so ein gutes Gefühl, oder? Und dann stellt euch vor, ihr seid mit einem guten Freund unterwegs, der noch größer ist und die Möglichkeit hätte, euch vor einem blöden Vorfall zu schützen, aber immer nur sagt: "Das musst du lernen.“ Also mein Vertrauen zu diesem Freund wäre gebrochen. Und erst recht dann, wenn der auf mich zukommende Riese mich tatsächlich umkegelt und ich Glück habe, wenn ich mir nichts gebrochen habe bei seinem Gewicht.

 

Wann es sinnvoll ist, seinen kleinen Hund hochzuheben

Na klar, kleine Hunde gehören genauso wie große zu unserer Gesellschaft, haben in der Regel vier gesunde Beine, mit denen sie sich völlig normal fortbewegen können. Es ist einfach Humbug, sie in schicken Täschchen zu transportieren, weil man in der Kindheit ein bisschen zu wenig Baby Born gespielt hat.

 

 

 

Dennoch gibt es Situationen, die für kleine Hunde gefährlich sind, wie etwa größere Menschenmengen, in denen sie z. B. gerne übersehen werden. Oder eben unkontrollierte Hundebegegnungen. Natürlich darf ein großer Hund mit "guter Kinderstube" auch mal meinen kleinen Hund vorsichtig begrüßen, beschnüffeln usw. Wenn ich aber als Hundehalter schon 100 Meter gegen den Wind erkenne, dass ein entgegenkommender Hund die Grundregeln der Begegnung nicht gelernt hat, dann darf ich meinen kleinen Hund ruhig hochnehmen und ihn auf der jeweils abgewandten Seite ohne große Hektik und tröstende Worte ein paar Schritte tragen, bis die Situation sich wieder entspannt hat.

 

Wichtig ist hier wirklich, frühzeitig zu reagieren und eben die Absichten anderer Hunde möglichst schon auf Distanz einschätzen zu können. Nur so kann ich mich auch meinem Hund gegenüber gelassen und souverän verhalten und Panik vermeiden, wenn es dann doch zur Sache gehen sollte.

 

Termine für Seminare zur hündischen Körpersprache & Kommunikation von Martin Rütter DOGS WIEN gibt es HIER

Unsere Expertin - Conny Sporrer

Nach ihrem 2-jährigen Hundetrainer-Studium bei Martin Rütter in Bonn, leitet Conny Sporrer nun seit über 4 Jahren gemeinsam mit ihrem Team ihre eigene Hundeschule nach der Philosophie des „Hundeprofis“ in Wien. Bei DOGS werden aber vor allem die Menschen im richtigen Umgang mit ihren Hunden trainiert – Verständnis und Beziehung zwischen Hund und Halter spielen dabei eine ganz wichtige Rolle. Mittlerweile ist Conny selbst Dozentin für das DOGS Studium und gefragte Referentin und Fachautorin rund ums Thema Hund. www.martinruetter.com/wien

Kommentare

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen