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Hitze und Hund: Diese 7 Tipps vom Tierretter solltet ihr beachten

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Unsere Vierbeiner sind keine Sommer-Fans. Wir haben mit Tierretter Uwe Gottschalk gesprochen, was bei Hitze zu beachten ist.

Wienerin mit TierDenise Grill(Wienerin)

Unter der derzeitigen Hitzewelle leiden mitunter nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere vierbeinigen Freunde und Gefährten. Dabei gilt es viel zu beachten: Hitzeempfindliche Rassen, die Pflicht, einen Wetterschutz zur Verfügung zu stellen oder etwa die richtige Fellpflege. Wir haben die wichtigsten Tipps mit Tierretter Uwe Gottschalk besprochen.

 

1. Rund um die Uhr frisches Trinkwasser zur Verfügung stellen

Manche Hundebesitzer wissen nicht, dass Hunde körperlich nicht schwitzen, sondern sich hauptsächlich über das Maul abkühlen. Deshalb ist es ganz wichtig, dass dem Hund immer genügend Wasser zur Verfügung steht. "Wenn die Temperaturen über die dreißig Grad Marke klettern sollte das Wasser auch mehrmals pro Tag ausgetauscht werden, weil sich das Wasser auch erhitzt.", erklärt Uwe Gottschalk. 

2. Schattige Plätze bereit halten

"Es ist sogar rechtlich vorgeschrieben, dass ein Hund einen Wetterschutz braucht. Wetterschutz heißt jedoch nicht nur vor Regen und Schnee, sondern auch vor Sonne.", meint der Tierretter. Dem Hund sollte also immer ein kühler, schattiger Platz zur Verfügung stehen an den er sich zurückziehen kann.

3. Besondere Vorsicht bei hitzeempfindlichen Rassen 

"Es gibt Hunde, die können den ganzen Sommer über in der Wärme herumlaufen und alles ist ok – und dann gibt es Rassen wie Berner Sennen oder Neufundländer, große, schwere Rassen, die mit heißem Wetter ein Problem haben.", so Gottschalk. Aber auch Hunde mit kurz gezüchteten Nasen und Schnauzen wie Boxer, Mopse oder französische Bulldogen, sind ebenfalls keine Freunde ausgeprägter Hitze. Diese Hunderassen sollten die Sonne besonders meiden.

 

 

 

4. Spaziergänge auf die Morgen- und Abendstunden verlegen

"Am Morgen ist es kühler - deshalb sollte man in der Früh einen ausgiebigen Spaziergang machen und auch mal eine Stunde früher aufstehen als sonst. Den nächsten Spaziergang kann man dann am Abend, nach dem Sonnenuntergang machen, wenn sich die Temperatur wieder abgekühlt hat." so Gottschalk. Und auch hier gilt Regel 1: Immer frisches Wasser dabei haben. 

5. Richtige Fellpflege beachten

"Viele Hundebesitzer meinen sie tun ihrem Hund etwas Gutes, wenn sie sein komplettes Fell scheren lassen. Das ist ein Fehler der oft zu beobachten ist. Einen Hund mit langem oder mittellangem Fell kann man zwar trimmen, aber die Grundstruktur des Fells sollte erhalten bleiben.", erklärt er. Das Fell dient als UV-Schutz und zum anderen auch der Klimatisierung des Körpers.

 

 

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6. Niemals den Hund im Auto lassen!

In Österreich ist es gesetzlich verboten bei Hitze ein Tier im Auto zu lassen. Selbst dann, wenn das Fenster einen Spalt geöffnet ist. "Es ändert nämlich nichts an der Tatsache, dass es im Auto sehr heiß wird und die Luft nicht zirkulieren kann. Das Tier kann trotzdem einen Hitzschlag bekommen.", erklärt Gottschalk. Beobachtet man so einen Fall, sollte man immer die Polizei rufen und nicht selbst die Autoscheibe einschlagen, rät der Tierretter.

7. Im Notfall richtig handeln

"Wenn ein Hund einen Hitzeschlag hat, fällt er um. Das erste was man tun muss: den Hund aus der Sonne, in den Schatten bringen. Es wäre aber auch ein Fehler den Hund in einen eiskalten Raum zu legen. Das bringt den Kreislauf komplett zum Versagen.", erklärt Uwe Gottschalk. Auf keinen Fall sollte man den Hund mit kaltem Wasser übergießen oder ihm Wasser eintrichtern, sondern das Maul des Hundes mit Wasser feucht halten. Wenn man unterwegs ist, ruft man am besten die Tierrettung oder den Tierarzt. 

Mit diesen Tipps im Gepäck, steht dem Sommer nichts mehr im Weg!

Mehr Informationen beim Sommerfest!

Und wenn man sich gerne weiter informieren möchte: Am Samstag den 24.Juni öffnet der Assisi-Hof in St.Georgen an der Leys (NÖ) seine Tore und lädt zum Sommerfest des Österreichischen Tierschutzvereins. Neben einer Wanderung zur Sommerweide der Assisi-Hof Pferde, Vorträgen über alternative Heilmethoden sowie einem erste Hilfe Kurs für gefundene oder verletzte Tiere.

 

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