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Social Media: Dieses Video sollten alle Eltern sehen, bevor sie Kinderfotos online posten

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Heutzutage sieht man überall Babyfotos - vor allem auf Facebook & Co. Doch das birgt große Gefahren.

Kids For Privacy

Wienerin mit Kindred.(Wienerin)

Im 21. Jahrhundert kommen zu den üblichen Elternproblemen auch ganz neue dazu: darf und soll ich Fotos meiner Kleinen auf Social-Media-Plattformen posten? Eine Frage, die viele auf unterschiedliche Weise für sich beantworten. Doch wer Fotos seiner Kinder ins Netz stellt, sollte sich auch der Gefahren bewusst sein.

Die @KidsForPrivacy-Kampagne hat ein Video veröffentlicht, das auf die ernsten und schwerwiegenden Folgen der eigentlich gut gemeinten Postingaktionen von Eltern hinweist. Denn auch wenn für alle klar sein sollte, dass es online besonders viele Möglichkeiten für Übergriffe aller Art gibt, sind Eltern immer wieder unvorsichtig mit den Fotos ihrer Kinder. Schließlich gehört die Social-Media-Präsenz schon zum normalen Elterndasein dazu. 

 

 

Und das ist auch nicht immer schlecht. Dennoch fordert die Kampagne aus Kindersicht: "Auch Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre!" Halbnackte Fotos von Kindern setzen diese den Augen Pädophiler und Gewalttätern aus, warnt die Child Rescue Coalition. Zur Gewaltprävention zählt nämlich auch der achtsame Umgang mit Onlinefotos von Kindern. 

 

Warnung: Fotos nicht leichtfertig ins Netz stellen 

 

Das Ziel der Kampagne: Eltern klarzumachen, dass die süßen und lustigen Bilder ihrer Kinder - vor allem wenn sie mit bestimmten Hashtags gepostet werden - ihre Kinder einer Gefahr aussetzen und sie bloßstellen. Die NGO zeigt auf, dass 90 Prozent (!) aller Kinder unter 2 Jahren bereits eine Onlinepräsenz haben, wegen der Eltern. 

 

 

Deshalb zeigt die Kampagne die gefährlichen Hashtags auf, und will bloßstellende Fotos von Kindern im Netz so gut wie möglich durch Sensibilisierungsarbeit verhindern. Denn diese landen schnell auf Seiten, auf denen sie nicht sein sollten. Eine Horrorvorstellung für Eltern, die sich vermeiden ließe. 

 

Wäre es mir selbst unangenehm so ein Foto von mir im Netz zu haben? 

 

Das Ziel der Kampagne ist aber nicht, Eltern das Posten von Fotos gänzlich zu verbieten. Dennoch sollten sie genauer darüber nachdenken, was und wie sie etwas online stellen. Dabei sollten sie sich vor allem eine Frage stellen: wäre es mir selbst unangenehm so ein Foto von mir im Netz zu haben? Und natürlich: will ich, dass dieses Foto von Pädophilen geteilt wird? 

 

 

Jede Plattform hat Privatsphäre-Richtlinien - und Eltern müssen sich damit auseinandersetzen, so die Kampagne. So kann man Fotos auch im Privatmodus teilen, wenn man etwa über gesundheitliche Dinge Auskunft bekommen will. In jedem Fall aber sollte man Fotos nicht leichtfertig ins Netz stellen - denn einmal im Umlauf, bekommt man sie dort nie wieder weg. 

 

 

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