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Vorschule: "Nein, ich bringe meinem Vorschulkind nicht bei, zu lesen"

von

Eine junge Mutter stellt klar, warum es für ihren kleinen Sohn wichtigere Dinge gibt, als das Lesen zu lernen. Ihre Argumente haben durchaus Berechtigung.

Mutter weigert sich, ihrem Sohn das Lesen beizubringen

Wienerin mit Kindred(Wienerin)

Müssen Kinder wirklich schon lesen können, noch bevor sie überhaupt in der Schule angefangen haben?

Die Komikerin Crystal Lowery hat eine klare Antwort auf diese Frage: Nein! Ein Facebook-Posting der Amerikanerin rief vor kurzem starke Reaktionen hervor: Darin erklärte Lowery, dass sie ihrem Sohn ganz bestimmt nicht das Lesen beibringe, denn er sei zu beschäftigt damit, andere Dinge zu lernen:

"Er lernt, auf seine Sachen aufzupassen. Er lernt, sich zu entschuldigen. Seine eigenen Gefühle zu bewältigen und sich in andere Kinder hineinzuversetzen, wenn es Streit gab. Er lernt, zu vergeben. Zu verstehen, dass jeder Fehler macht und dass er andere trotz ihrer Schwächen lieben kann."

Andere Dinge sind wichtiger als Lesen

"Er lernt jeden Tag wichtige Lektionen. Aber er lernt nicht zu lesen.
Und wenn er dann an seinem ersten Tag nicht mit 'fortgeschrittenen Lesekenntnissen' in die Schule kommt, wird er mit soviel mehr Wissen in sein Klassenzimmer gehen."

Lowery zählt auf, was für sie wichtigere Eigenschaften sind, die ein Kind am ersten Tag in der Schule mitbringen sollte: die Fähigkeit, neue Dinge auszuprobieren, Freundschaften zu schließen, anderen zuzuhören oder sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren.

"Es gibt so vieles, das unsere Kinder lernen, das nicht mit standardisierten Tests gemessen werden kann. Und auch wenn sein Tag irgendwann mal mit Aussprache, Schönschreiben und Bruchrechnen gefüllt sein wird, ist das nichts, worüber wir uns jetzt Gedanken machen."

 

 

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Kommentare

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1 Kommentare
Gast: Andrea
05.09.2017 12:05

Dank!

Auch wir haben unserem Kind weder lesen oder schreiben beigebracht: Das, was er wissen wollte, haben wir ihm gezeigt. Rechnen hat ihn überhaupt nicht interessiert - und siehe da, in der Schule hat er eine glatte eins. Obwohl er bis zum ersten Schultag jegliche Aktivität dieser Art verweigert hat. Schreiben in der Vorschule? Keine Chance - außer seinem Namen und Mama. Selbst lesen? Seiner Meinung nach: Wozu, wenn die Eltern vorlesen? Die Volkschule hat er mit Bravour gemeistert - trotz Legasthenie. Und die ersten beiden Klassen Gymnasium ebenfalls. Das Zeugnis der zweiten Klasse zeigt bis auf eine einzige 2 nur einser. Er ist sozial, wissbegierig und teamfähig. Klar habe ich mich oft gefragt, wie er sich in der Schule "anstellen" wird, im Vergleich zu jenen Kindern, die bereits bestens vorbereitet waren. Aber es hat sich herausgestellt, dass er in keinster Weise "hinten nach" war. Auch im Vergleich zu jenen Kindern, die schon lesen, schreiben und rechnen konnten. Und er hat seine Kindergarten-Zeit genossen: viel gespielt, sich ausprobiert und war einfach Kind.
Wenn Kinder von sich aus lesen, schreiben oder rechnen wollen, ist das okay. Aber sie davor zu zwingen oder gar zu drillen, davon halte ich gar nichts. Ich glaube, der Vorsprung, den die Kinder dadurch haben, verpufft sehr schnell. Und nimmt ihnen sicher auch die Luste am Lernen.