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Gastbeitrag: Die Top 5 Baby-Beruhigungstaktiken

von

Papa-Blogger Michael nennt nach acht Monaten Praxistest sein persönliches Ranking.

Die Top 5 Baby-Beruhigungstaktiken

Wienerin mit KindMichael Winischhofer, papa-blog.at(Wienerin)

So ausgeglichen und umgänglich mein acht Monate alter Sohn tagsüber auch auftritt, so unpässlich kann er abends auch sein. Helfen die Klassiker „Hunger-Stillen“, Windel-Check und die drei „Sch“ (Schnuller, Schaukeln, Sch-Laute) nicht aus, muss ich als Vater verhaltenskreativ werden. Fünf Beruhigungstaktiken erforschte ich in seiner ersten „Phase“ und greife im Fall der Fälle noch immer auf diese zurück. Mit wechselndem Erfolg, aber meist schläft am Ende zumindest einer von uns beiden wie ein Baby.

1. Autofahrt

Über Generationen von Eltern erprobt und Thema in sämtlichen Väter-Selbsthilfegruppen (das sind die früheren TV-Fußballabende mit Freunden) verspricht die nächtliche Autofahrt tatsächlich den durchschlagendsten Erfolg. Mein Stammhalter hat eben Benzin im Blut. Nur die Strecke bestimmt mein Sohn selbst. Mal berauscht ihn die Geschwindigkeit auf der Autobahn, mal beruhigt ihn das Zuckeln im Wiener Stadtverkehr. Die Erfolgsquote liegt (noch) bei 100 Prozent. Wenn man nur lange genug fährt. Ich selbst lerne so mein Wohnumfeld besser kennen, erforschte noch unbekannte Gebiete. Und verlasse mich auf das Navi, um wieder nachhause zu finden.

2. Wickeltisch

Die Überraschung in meinem persönlichen Ranking ist der Wickeltisch. Selbst in der größten Aufgebrachtheit beruhigt sich mein Sohn in Rekordzeit an dem Ort, wo er sonst mit seiner Windel seinen Eltern Tränen in die Augen treibt. Auch ohne, ihm an die Wäsche zu gehen. Selbst ein Lächeln entwischt ihm hin und wieder in dieser scheinbaren Wohlfühl-Atmosphäre. Der Nachteil ist jedoch, dass dort niemals Endstation für ihn ist, der Wickeltisch somit nur kurzfristige Entspannung bringt. Schlafen muss er ja im Bett.

3. Singen

Während meine Gesangskünste und Textsicherheit bei Liedern wie „Steh auf, wenn du ein Grüner bist“ oder „Hey hey Wickie, hey Wickie, hey“ enden, trällert meine liebe Ehefrau Songs, die selbst auf mich eine beruhigende Wirkung haben. Dabei trifft sie jeden Ton und in Rekordzeit mich der Schlaf. Mein Sohn braucht dafür etwas länger: Zunächst fixiert er seine Mama mit großen Augen, bis diese immer schwerer werden und sich – immer öfter - sogar schließen.

4. Kinderwagen

Tagsüber benötigt mein Sohn nur wenige Minuten, bis er im Kinderwagen tief und fest schläft. Warum soll dieser Plan nicht auch nachts aufgehen? Mehrmals ging mein Vorhaben mit einer nächtlichen Kinderwagenausfahrt auf. Allerdings sorgten die Ausnahmen für unangenehme, nächtliche Lärmbelästigungen in der Stille der umgebenden Wohnhausanlagen. Fazit: Diese Beruhigungstaktik funktioniert nur, wenn mein Sohn will …

5. Fernsehen

Pädagogisch nicht wertvoll und wohl auch von keinem Kinderarzt empfohlen, zähle ich dennoch das Fernsehen – vorzugsweise Fußball-Übertragungen – zu meinen fünf favorisierten Beruhigungstaktiken. Selbst würde ich den Erfolg dieser Maßnahme niemals vor meiner lieben Ehefrau thematisieren oder gar zugeben, ernte ich stets einen strengen Bick, findet sie uns beide vor dem Fernsehgerät. Wahrscheinlich beruhigt diese Aktion auch mehr mich. Die Evaluierungsphase steht hier noch aus …

 

Über den Autor

Michael Winischhofer berichtet auf www.papa-blog.at über die alltäglichen Herausforderungen eines Jung-Vaters. Sein Sohn Samuel kam Ende vergangenen Jahres auf die Welt, gemeinsam mit ihm und seiner Ehefrau lebt Michael in Wien.

 

 VIDEO: Alma Babycare, ein Familienunternehmen

 

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