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Gastbeitrag: 10 Aussagen, die du als Baby-Jungmama kennst (und ein paar Antworten)

von

Bloggerin Julia über 10 schöne und schreckliche Sätze, die wir alle schon gehört haben.

10 Aussagen, die du als Jungmama hörst (und ein paar Antworten)

Wienerin mit KindJulia Kathriner/babyleeandme.wordpress.com(Wienerin)

Es gibt Dinge, die versteht man erst, wenn man Kinder hat. Und damit meine ich nicht Kindererziehung (wer versteht die schon) oder das österreichische Schulsystem. Sondern, der Moment, in dem du endlich mal wieder unter Erwachsenen bist und gefragt wirst, ob denn der Papa heute auf das Kind “aufpasst”. Oder wenn alle das Baby angrinsen, weil es so süß ist, und du gerade mit dem brüllenden Liebling nach einer schlaflosen Nacht aus der Wohnung geflüchtet bist und dann dein Gegenüber sagt:

 

1. “Dein Kind ist so brav, ich weiß nicht was du hast”.

Auf diese Aussage hin empfehle ich eine 24 Stunden Baby Kur. Danach reden wir weiter. Drei Stunden Babysitten befähigen NIEMANDEN zu diesem Urteil. Schon gar nicht wenn das Baby bei betreffender Person bis spätabends Fernsehen und Eis essen darf.

 

2. “Und was gibt es bei dir Neues?” 

Eine etwas gefürchtete Frage, vor allem wenn man darunter leidet im Moment keinen “richtigen” Job zu haben. Was antwortet man auf diesen Satz? Baby’s Kaka ist jetzt grün und ich weiß nicht was das bedeutet? Ich habe endlich das perfekte Mischverhältnis für Baby’s Fläschchen gefunden? Mausi kann endlich sitzen? Die richtige Antwort: Genau das! Es gibt nichts Wichtigeres, auch wenn es dir noch so banal vorkommt! Oder beiläufig:”Ach, das Übliche, ich forme ein Menschenleben.”

 

3. “So, und wie genau machen wir das jetzt?”

Diese Frage wird meist in voll beladenem Zustand an sich selbst und Baby gestellt. Ich nenne die Protagonistin auch MacGyver Mom. Drei Etagen ohne Lift, ein Kinderwagen, zwei Einkaufstaschen. Eine Windelexplosion unterwegs und keine Wechselkleidung eingepackt. Fläschchen in der Wickeltasche ausgelaufen. Alles kein Problem für MacGyver Mom! Jetzt heißt es kreativ sein! Antwort:”Keine Ahnung, irgendwie geht das schon”.

 

4. “Warum ist es draußen so laut?”

..., fragt sich Jungmama, als sie erschöpft in den Pyjama schlüpft. Autolärm. Stimmen. Lachen. “Achja, es ist 20:30. An einem Freitag Abend”. Da war doch mal früher was?

 

5. Morgens: “So, was steht heute am Programm?”

Antwort abends:” Wieder einen Tag überlebt. Check!”

 

6. “Aus einem tier- und rauchfreien Haushalt”.

Du triffst dich an einer unbekannten Straßenecke, in einem düsteren Kaffeehaus, oder läutest an einer fremden Tür. Mysteriöse Plastiksäcke werden gegen Bargeld getauscht. “Garantiert neuwertig” und “Kaum benützt” steht in der Flohmarktapp oder Facebookgruppe. Aber glaub ja nicht dass du die Sachen jemals wieder loswirst! Also sag danke und handle die Person noch ein bisschen runter.

 

7. “Mütter von heute halten einfach nichts mehr aus”.

Hör einfach auf zu googeln! Lass es gut sein. Solche dummen Aussagen findest du in diversen Foren, gefolgt von noch blöderen Kommentaren. Antwort: “Mütter von heute haben das Selbstvertrauen und die Kraft, offen über ihre sehr fordernde Aufgabe zu sprechen und müssen sich nicht verstellen oder irgendein von der Gesellschaft auferlegtes Ideal erfüllen, dass unerfüllbar ist und unglücklich macht.” Oder das Handy ausschalten (ist einfacher).

 

8. “Wo ist dein Baby?”

Du bist das erste Mal seit 1 Million Jahren allein in der Stadt unterwegs. Antwort: “Die/ der holt sich gerade ein Bier”- erprobt und fantastisch. Bei Leuten die gar nicht locker lassen- “Sie hat jetzt gelernt sich selbst ins Bett zu bringen”. Leute, hallo! Es gibt auch noch Väter! Und Omas und Opas! Und Freunde! Und Babysitter!

 

9. “Darf sie/er das?”

Kurz überlegen, ob sich das Baby damit irgendwie verletzen könnte und gegenrechnen mit der Zeit, die es glücklich beschäftigt ist. Antwort: “Ja, ich denk schon.”

 

10. “Wie machst du das nur?”

Ein schöner Satz voll Bewunderung, den Jungmamas viel öfter hören sollten. Da bleibt nur eine Antwort:”Das frage ich mich auch”. Und: “Cheers, Ladies!”

 

 

Über die Autorin

Ich lebe mit meinem Partner und meiner kleinen Tochter in Salzburg, liebe das Schreiben in meinem Blog babyleeandme.wordpress.com über unsere lustigen, chaotischen, schönen und weniger schönen Erlebnisse mit Baby. Meine Texte sind richtig angekommen, wenn sie ein Schmunzeln und ein Gefühl hinterlassen - und vor allem zeigen: nichts ist perfekt, aber es lohnt sich. Ich finde: Es g’hört einfach viel ehrlicher erzählt!

 

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