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Gastbeitrag: 5 gute Gründe, warum ein Kind genug ist …

von

… und fünf gute Gründe, warum ein Kind eben nicht genug ist, aufgezählt Papa-Blogger Michael.

5 gute Gründe, warum ein Kind genug is

Wienerin mit KindMichael Winischhofer, papa-blog.at(Wienerin)

Das erste Baby gerade geschlüpft, beschäftigt uns als Eltern immer mehr die Frage, ob wir jemals unsere Familie vergrößern werden. Rational gesehen, natürlich verständlich: Mit einem so gelungenen Prototypen wie unserem Samuel muss man klarerweise in Produktion gehen. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Mittlerweile ändert sich tagtäglich meine Meinung – und die meiner lieben Ehefrau.

Geburtstrauma

Gleich nach der Geburt von Samuel stand meine Meinung unumstößlich fest. Ein zweites Kind kommt für mich nicht infrage. Außer es bringt tatsächlich der Storch. Zu traumatisiert war ich selbst von der Geburt, zu schwerwiegend war die Sorge um meine liebe Ehefrau und Samuel. Doch die schöne Zeit mit meiner Familie lässt mich auch das immer mehr vergessen. Und einen Marathonläufer fragt man ja schließlich auch nicht unmittelbar nach dem Zieleinlauf, ob er jemals wieder einen solchen Lauf bestreiten wird.

Ja, wir wollen noch ein Baby –  fünf gute Gründe:

1. Alles im Griff: Samuel ist ein Geschenk. Zweifellos. In seinen ersten Monaten präsentierte er sich als pflegeleichtes Baby, mit nur wenigen, dafür lieblichen Macken. Viele der Horrorgeschichten, die ich über die ersten Eltern-Monate gehört habe, bewahrheiteten sich (noch) nicht. Ja, ich traue mich sogar zu sagen, meine liebe Ehefrau und ich kommen zurzeit gut zurecht.

2. Geschwister-Schule: Ein Einzelkind ist nun mal ein einzelnes Kind. Sowohl meine liebe Ehefrau als auch ich selbst mussten jahrelang durch die harte Geschwister-Schule. Streiten, versöhnen, teilen, spielen, arrangieren und das Suchen von Kompromissen bestimmten unseren familiären Alltag. Und das war gut so. Heute zählen unsere Geschwister zu unseren engsten Vertrauten – das wäre auch unserem Sohn zu wünschen.

3. Verwöhnen: In uns schlummert das Potenzial, unser einziges Kind zu verwöhnen. Auch unsere Verwandtschaft zeigt starke Tendenzen in diese Richtung, ist er ja schließlich auch ein Nesthäkchen. Ein Geschwisterchen würde sein Alleinstellungsmerkmal mit Sicherheit auflösen.

4. Infrastruktur: Das Zurechtfinden im Angebotsdschungel diverser Baby-Ausstattungen strapazierte meine Geduld in meiner Papa-Vorbereitungsphase. Jetzt steht die Baby-Infrastruktur und verträgt ruhigen Gewissens noch einen User.

5. Yes, we can: Rein subjektiv und wohlwollend betrachtet, stehen meine liebe Ehefrau und ich auf zwei gesunden Beinen im Leben. So gesund, dass wir einem weiteren Kind ein gutes und sicheres Zuhause bieten könnten.

Nein, wir wollen kein Baby mehr – fünf gute Gründe:

1. Alles im Griff: Rund acht Monate leben wir mit unserem neuen Mitbewohner zusammen. Wir verstehen uns immer besser, kommen miteinander gut klar. Ein neuer Besucher, der kommt, um zu bleiben, wirbelt unser Triumvirat wieder durcheinander.

2. Alles doppelt: Ein Mann muss ein so komplexes Thema rational angehen: Zwei Babys verdoppeln nahezu alles in unserem Haushalt: Windelverbrauch, Kleidung, Spielsachen, Ausgaben. Sie verringern den Platz und unser Budget. All das löst bei mir einen kleinen Schweißausbruch aus. Aber noch ganz ohne Geburt …

3. Risiko: Unser Sohn ist gesund und fit. Es hätte auch anders kommen können. Ein kleiner Blutschwamm erinnert seine Eltern an die Komplikation bei der Geburt. Wie unverschämt wäre es von uns, dieses Risiko noch einmal einzugehen? Sollten wir nicht dankbar für das eine, gesunde Kind sein?

4. Zeit: Schon jetzt dominiert unser Sohn unser familieninternes Zeitmanagement. Wir bewegen uns in Zeitfenstern, die stets zu kurz sind. Gemeinsame, elterliche Stunden sind überhaupt rar. Ohne noch Dr. Google befragt zu haben, gehe ich stark davon aus, dass die Zeit mit einem zweiten Kind noch knapper wird.

5. Meine liebe Ehefrau: Die größte Veränderung mit der Beförderung zur Mutter machte meine liebe Ehefrau mit. Eine zweite Schwangerschaft und ein zweites Kind bedeuten hier nur wenig Entspannung. Und sie bleibt ihrem Job länger fern, als ursprünglich gedacht und gewünscht.

Mittlerweile überwiegt die positive Erinnerung an meinen ersten und einzigen Marathon. So sehr sogar, dass ich mir ein Comeback vorstellen kann. Vier Jahre hat das gedauert. Sofern ich keinen Jungbrunnen finde, sollte unsere Entscheidung für oder gegen Familienzuwachs nicht so lange dauern.

 

Über den Autor

Michael Winischhofer berichtet auf www.papa-blog.at über die alltäglichen Herausforderungen eines Jung-Vaters. Sein Sohn Samuel kam Ende vergangenen Jahres auf die Welt, gemeinsam mit ihm und seiner Ehefrau lebt Michael in Wien.

 

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