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Gastbeitrag: 10 Dinge, die Menschen nicht mehr tun, sobald sie Kinder haben

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"Kinder verändern dein Leben" - hört man als werdende Eltern oft. Und ist der Nachwuchs dann da, fühlt es sich zwar so an, als wäre er immer schon da gewesen, aber diese 10 Dinge erinnern Mama und Papa daran, dass es ein Leben vor dem Kind gab.

10 Dinge, die Eltern einfach nicht mehr machen

Wienerin mit KindMichael Winischhofer, papa-blog.at(Wienerin)

In der Theorie hatten meine liebe Ehefrau und ich feste Vorstellungen, wie wir als Eltern ticken wollen. Wir nahmen uns fest vor, so zu bleiben, so weiter zu leben wie in Vor-Baby-Zeiten – nur eben ab sofort mit Kind. Unseren Plan machten wir jedoch ohne unseren neuen Mitbewohner. Plötzlich stehen wir vor ganz neuen Themen und machen Dinge, die wir jahrelang gewohnt waren, eben nicht mehr. (Fast) ohne Wehmut.

1. Schlafen, einfach wie früher schlafen

Unser Sohn kann es uns hier einfach nicht recht machen. Beschließt er, die Nacht zum Tag zu machen, machen seine Eltern kein Auge zu. Schläft er völlig ruhig, kontrollieren wir ständig seine Atmung, schläft er unruhig, schrecken wir bei jeder Bewegung auf. Morgens stehen wir wie verkatert auf. Wenigstens das Gefühl ist nicht gänzlich unbekannt.

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2. Pünktlich sein

Meine liebe Ehefrau – im Brotberuf Lehrerin – erzog sogar mich zur Pünktlichkeit. Mit einem Baby werden die Karten wieder neu gemischt. Samuel hält nämlich keinen Zeitplan ein. Sein Lieblingszeitspiel: Die eben erst gewechselte Windel vorm Verlassen der Wohnung nachhaltig zu befüllen.

3. In ein Restaurant essen gehen

Wir haben dazu gelernt: Fast Food steht in allen Lokalen auf der Speisekarte. Zumindest für Eltern. Bei unseren wenigen Versuchen, abends mit Baby auszugehen, stellten wir neue Rekorde im Schnellessen auf. Samuel feuerte uns dabei lautstark an.  

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4. Die Nacht zum Tag machen

Babys verzeihen keinen Kater. Viel mehr dürften sie eher einen Sensor dafür haben und erst recht für Unruhe nach einem durchzechten Abend eines Erziehungsberechtigten sorgen.

5. Das Auto mit leerem Tank abstellen

Allen Vätern kann ich hier empfehlen, dass es nicht ratsam ist, das seit drei Stunden schreiende Baby zu nachtschlafender Stunde in das Auto zu packen, sich seiner lieben und sichtlich entnervten Ehefrau damit als Retter zu präsentieren, um zwei Minuten später wieder vor ihr zu stehen, um ihr mitzuteilen, dass das Auto die nächste, um diese Uhrzeit geöffnete Tankstelle nicht erreichen werde …

6. Filmabende

Naiv studieren wir nach wie vor das TV-Programm oder das Angebot von Streamingdiensten. Immer noch in dem Glauben, wir werden uns diesen ausgewählten Film auch ansehen. Tatsächlich läuft dieser auch manchmal vor uns ab – ohne Ton. Was wir gar nicht mitbekommen. So sehr genießen wir die Ruhe oder trauen uns nicht, Samuels Nachtruhe durch Lärm zu stören.

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7. Miteinander „normal“ reden

Liegt Samuel abends schlafend in seinem Bett, flüstern wir nur noch leise. Obwohl uns zwei Türen von unserem Sohn trennen und ihn nur das Babyphone mit uns verbindet. Genauso ertappen wir uns immer öfters, dass wir mit dem anderen Elternteil in der dritten Person reden. Dabei hat ja Samuels Mama immer gesagt, dass wir das niemals so tun werden …

8. Die Wohnung verlassen, ohne das Gefühl, etwas vergessen zu haben

Je weiter wir uns mit Samuel von unserer Wohnung entfernen, desto mehr ist wiederum mitzunehmen. Eltern „müssen“ ja für alle Eventualitäten gewappnet sein. Zumindest einmal nach Verlassen der Wohnung, kontrollieren wir die Inhalte der unzähligen Utensilien, die wir mitschleppen oder kehren gar wieder um, weil wir eben etwas zurück gelassen haben. Das Gefühl, etwas vergessen zu haben, nehmen wir aber stets mit.

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9. Regelmäßig Sport betreiben

Der Schweinehund hat gewonnen. Nie wieder muss ich ihn besiegen, weil gar keine Zeit mehr für elendslange Ausdauerläufe in der Nachbarschaft vorhanden ist. Und die Ausrede zieht auch hervorragend unter den ehrgeizigsten Ex-Trainingskollegen.

10. In Urlaubskatalogen schmökern

Bringt man nicht einmal für eine Woche nach Kärnten alle Sachen in einem Auto unter, braucht man gar nicht davon träumen, alles in 20 kg Gepäckstücke für eine Flugreise zu pressen ….

All diese Dinge passieren schleichend. Sie tun auch gar nicht weh, weil meine liebe Ehefrau und ich sie gar nicht als Veränderung wahr nehmen. Auch wenn wir nicht wissen, wann und wie diese Liste fortgesetzt wird.

 

Über den Autor

Michael Winischhofer berichtet auf www.papa-blog.at über die alltäglichen Herausforderungen eines Jung-Vaters. Sein Sohn Samuel kam Ende vergangenen Jahres auf die Welt, gemeinsam mit ihm und seiner Ehefrau lebt Michael in Wien.

 

 

 

 

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