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Gastbeitrag: Wie machen die anderen das bloß?!

von

Warum sind es immer die anderen Kinder, die durchschlafen, alleine einschlafen und die Nudeln beim Essen nicht im ganzen Zimmer verteilen? Katharina über andere Kinder, andere (Einschlaf-)Sitten.

www.katharinagustaf.com

Wienerin mit KindKatharina Schwenk/www.katharinagustaf.com(Wienerin)

Seit ich Mama bin, ist das bestimmt die Frage, die ich mir am häufigsten stelle. Sei es nun das Sauberhalten der Wohnung, das Managen der gefühlten 10.000 Dinge, die an einem Tag erledigt werden sollten, oder ganz einfach das regelmäßige Haare Waschen. Mit so einem kleinen Menschen im Haus werden die simpelsten Dinge plötzlich zur riesen Herausforderung und was ich früher nebenbei erledigte – Sachen wie staubsaugen oder eine Rechnung bezahlen sind auf einmal beinahe ein komplettes Tagesprogramm!

Natürlich ist einem ja klar, dass sich einiges ändert, wenn Kinder ins Spiel kommen, doch das Ausmaß wird erst klar, wenn man gleichzeitig Zähne putzt, die Kindergartentasche packt, telefoniert und zwei zusammenpassende Socken sucht – und das alles, während der Kleine „Mama, Buch lesen!“ brüllt oder versucht, eine Rosine durch die Nase zu inhalieren.

Trotz des Wahnsinns, der sich in unserem Alltag so abspielt, habe ich die meiste Zeit das Gefühl, zumindest halbwegs Herrin der Lage zu sein.

Bis ich dann andere Eltern mit ihren Kindern sehe, die anscheinend keines dieser Probleme haben!

Sie erzählt vom Durchschlafen - und ich bin kurz vorm Weinen

So sitze ich beispielsweise vor ein paar Wochen bei einer Freundin zum Kaffee, deren Tochter gerademal zwei Monate älter ist als mein Zwerg.

Nach einem gemeinsamen Essen – die Kleine isst selbstverständlich bereits alles ganz brav selbst mit dem Löffel, und zwar ohne den Tisch oder die Wände mit Nudelsuppe zu dekorieren – ist Zeit für den Mittagschlaf. Mutter und Tochter machen sich auf ins Kinderzimmer und ich nehme mein Handy zur Hand, um durch Facebook zu scrollen, denn das wird wahrscheinlich länger dauern. Denke ich.

Kaum ist die App jedoch geladen kommt meine Freundin bereits wieder die Stiegen herunter und setzt sich gemütlich zu mir aufs Sofa.

„Wie jetzt? Schläft sie schon?!“

„Aber nein, sie spielt jetzt bestimmt noch 15 Minuten mit ihren Stofftieren.“

„Und dann schläft sie alleine ein??“

„Ja, aber manchmal dauerts echt lang. Mühsam ist das!“

Mir fehlen die Worte.

Und obwohl ich weiß, dass ich die Antwort wahrscheinlich nicht hören will, setzte sich die masochistische Neugier durch und ich frage:

„Und wie ist das bei euch nachts so?“

„Eigentlich genauso. Manchmal dauert es da aber ein bisschen länger bis sie schläft und dann ist es morgens echt problematisch sie aus dem Bett zu bekommen. Wenn ich sie nicht wecke schläft sie bis 10 Uhr durch.“

Ok, jetzt bin ich knapp dran zu weinen.

Unsere Abende sind von diesem Szenario so weit entfernt, wie man es kaum in Worte fassen könnte.

Trotz Bett-geh-Ritual, Geschichte vorlesen, gutem Zureden und Allem – wirklich ALLEM – was mir sonst noch einfällt, dauert es bei uns auch schon mal eine Stunde, bis der Herr seinen Kampf ums Wachbleiben aufgibt und einschläft.

Bis dahin werden alle Register gezogen. Hunger, Durst, ein Aua, oder einfach direkt aus dem Bett klettern und mit unschuldigem Gesichtsausdruck ins Wohnzimmer schleichen. All das steht bei uns an der Tagesordnung und meist kann ich darüber auch schmunzeln.

Andere Kinder, andere Sitten

Nicht so an diesem Nachmittag bei meiner Freundin.

Alleine einschlafen ist bei uns nämlich ein beinahe utopischer Gedanke und von Durchschlafen kann meist nicht die Rede sein!

Ist der Kampf dann ausgetragen und schläft der Zwerg, vergehen kaum drei Stunden und das Ganze geht von vorne los.

Morgens wird nach einer kurzen Nacht um 7 Uhr aufgestanden und dass ich nach – wenn es hochkommt - sechs Stunden Schlaf pro Nacht am Morgen kein glücklicher Mensch bin, muss ich wohl nicht näher erläutern.

Selbstverständlich weiß ich, dass jedes Kind nun mal anders ist und manche eben einfacher einen eigenständigen Schlafrhythmus finden als andere. Trotzdem komme ich nicht umher mich zu fragen: Warum nicht meines??

Was mache ich falsch? Und wie zum Teufel bekommen das andere Eltern alles hin, ohne zwei Mal die Woche die Sprösslinge im Pyjama im Kindergarten abzuliefern oder die Nerven zu verlieren, wenn wieder mal ein Tobsuchtsanfall im Supermarkt anrollt?

Niemals werde ich wahrscheinlich auf diese Frage eine befriedigende Antwort erhalten. Eines ist jedoch sicher, in unserem Fall ist das Zauberwort: Geduld. Denn die Kleinen haben nun mal ihren eigenen Willen und das ist auch gut so.

Kleine Helferchen können nicht schaden

Ein paar Dinge allerdings gibt es, die sich über die letzten Jahre als durchaus hilfreich oder zumindest sehr angenehm herauskristallisiert haben, wenn es ums Thema Schlafen geht.

 

Ein Ritual

Bei uns laufen die letzten zehn Minuten vor dem Schlafen so gut es geht immer gleich ab.

Zähne putzen, Buch lesen, Nachtlicht anknipsen, Fläschchen trinken und Geschichte erzählen – immer dieselbe versteht sich, denn der kleine Mann will es so.

Auch wenn ihm dieses immer gleiche Ritual nicht beim Durchschlafen hilft, das Einschlafen hat es uns nach einiger Zeit doch merklich leichter gemacht.

 

Ein Einschlaf-Freund

 Lange hat sich der kleine Herr null für Stofftiere, Kuscheldecke etc. interessiert. Trotzdem habe ich von Anfang an immer denselben Kuschel-Freund in sein Bettchen gelegt, für den Fall, dass er es sich doch noch anders überlegt.

Und siehe da: Seit einigen Wochen verlangt er jeden Abend nach seinem Fuchs und auch wenn mal auswärts geschlafen wird, hilft dieser nun ein heimeliges Gefühl zu schaffen.

 

Bad & Tee

Dieses kleine extra Ritual hebe ich mir immer für die Tage auf, die besonders aufregend waren oder an denen der Schlumpf besonders aufgewühlt scheint.

Dann gibt es zusätzlich zu unserem gewöhnlichen Schlafritual ein Kinder-Gute-Nacht-Bad (wir kaufen unseres im Biomarkt) und einen Gute-Nacht-Tee mit Lavendel, Kamille und anderen beruhigenden Kräuter, um ein wenig runter zu kommen.

Abgesehen von der beruhigenden Wirkung (die ich mir vielleicht auch nur einbilde, wer weiß das schon so genau), ist der Badezusatz tiefblau und das Klexen in der Wanne macht großen Spaß!

 

Ein Kissen-Spray

Besonders für Nächte auswärts, für Urlaub oder bei Übernachtungen bei den Großeltern kann so ein Spray hilfreich sein.

Das Bettchen riecht so immer vertraut und macht die Umstellung auf eine ungewohnte Umgebung leichter.

Unser Spray ist von This Works, riecht super mild nach Lavendel und ist extra für Babys konzipiert. Für Eltern funktioniert er nebenbei auch bestens!

 

Was sind eure geheimen Tricks, wenn um eine ruhige Nacht für die Kleinen geht?

 

Über die Autorin

www.katharinagustaf.com www.katharinagustaf.com

Mein Name ist Katharina.
Ich bin kreative Chaotin, Bloggerin und stolze Single-Mama vom kleinen Fynn! Nach einem fünf Jahre langen Ausflug ins schönen Antwerpen nennen wir nun wieder Wien unser Zuhause.

Das Leben explodiert in unserem kleinen Heim jeden Tag und darüber berichte ich auf meinem Blog.

Mehr Geschichten auf Katharinas Blog www.katharinagustaf.com

 

 

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