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Muttersein: Australische Politikerin stillt Baby im Parlament: Ihr Bild geht um die Welt

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Sie ist die erste Mutter, die ihr Kind im australischen Parlament stillen darf. Und setzt damit ein wichtiges Zeichen für alle arbeitenden Frauen.

Wienerin mit KindRed.(Wienerin)

Es sollte eigentlich ganz normal und selbstverständlich sein, trotzdem geht das Foto der australischen Senatorin Larissa Waters gerade um die Welt.

Sie ist die erste Frau, die ihr Kind im australischen Parlament stillt. Denn bis vor einem Jahr war es Frauen noch verboten im Sitzungssaal öffentlich zu stillen - stattdessen wurden die Politikerinnen gezwungen, den Raum zu verlassen und sich für das Stillen zu verstecken, berichtet ze.tt. Mütter wurden damit nicht nur jahrzehntelang diskriminiert, sondern auch von der politischen Arbeit ausgeschlossen und benachteiligt. 

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"Wir müssen lernen mit der Realität umzugehen"

Waters ist nun die erste Mutter, die seit dem Inkrafttreten der Regel-Änderung Gebrauch von ihrem Recht macht. Dass das Recht auf das Stillen in der Öffentlichkeit immer noch keine Selbstverständlichkeit ist, ist auch der Senatorin bewusst. 

Auf Twitter teilte die stolze Mutter die historische Momentaufnahme und plädiert dafür, dass noch mehr Frauen und Eltern in die australische Politik gehen. Die neue Regelung erlaubt übrigens auch Vätern ihre Kinder für kurze Zeit ins Parlament mitzunehmen.

"Ich bin so stolz, dass meine Tochter Alia das erste Baby ist, das im Parlament gestillt wird. Wir brauchen mehr Frauen und Eltern im Parlament". 

 

Senatorenkollegin Katy Gallagher sieht das ähnlich: "Frauen werden weiterhin Babies bekommen und wenn sie ihren Job machen wollen und in die Arbeit gehen möchten und auf ihre Kinder aufpassen wollen... dann muss man in der Realität damit umgehen können." (Sky News)

Nicht selten wurden Mütter in der Vergangenheit aus Parlaments-Sitzungen ausgeschlossen oder mussten sich für das Stillen in der Öffentlichkeit vor ihren männlichen Kollegen rechtfertigen. Umso wichtiger ist es für alle arbeitenden Mütter (und jene, die es noch werden wollen), Bilder wie diese zu sehen, die zeigen, dass auch in der Arbeitswelt die "gläserne Decke" langsam (endlich!) bröckelt.

 

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