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Gastbeitrag: Was wir auf der Suche nach einem Babysitter so alles erlebt haben

von

Die Geburt eines Kindes verändert einfach alles – dich selbst, deinen Partner und eure Paarbeziehung. Daher suchten wir Unterstützung in Form eines Babysitters - das ist die Geschichte unserer Suche.

Wienerin mit KindClaudia Privasnik/www.worklifebaby.at(Wienerin)

Die Geburt eines Kindes verändert einfach alles – dich selbst, deinen Partner und eure Paarbeziehung. Ich höre und lese immer wieder, dass die ersten beiden Jahre mit Kind, die härtesten sind. Und ja, es stimmt.

In den ersten 10 Lebensmonaten unserer Tochter haben mein Mann und ich versucht, in unsere neuen Rollen als Eltern hineinzuwachsen. Als Mama lag mein Fokus auf unserem Kind, alles andere wurde ausgeblendet. Manchmal vergaß ich sogar aufs Essen, die Zeit des „Alleine-Duschens“ war für mich vorbei und auch unsere Paarbeziehung kam viel zu kurz. Es musste sich also dringend etwas ändern, deshalb suchten wir Unterstützung.

 

Aber wo finden wir die passende Unterstützung?

Im Idealfall ist das Familiennetzwerk in deiner Nähe. In unserem Fall, leben die Großeltern leider 300 km entfernt und können nicht schnell mal einspringen. Babysitter-Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis waren nicht vorhanden, somit begaben wir uns auf die Online-Suche.

 

Ich habe bereits in die Anzeige wichtige Anforderungen an unsere Babysitterin und erste Infos zu unserer Familie hineingepackt. Ich habe besonders großen Wert darauf gelegt, eine erfahrene Babysitterin zu finden, die zu unserer Familie passt, d.h. jemanden der auch gut mit Hunden umgehen kann.

 

Auf unsere Anzeige haben sich 27 Leute gemeldet. Nach Durchsicht aller Mails, habe ich 5 Kandidatinnen zu einem persönlichen Kennenlernen eingeladen.

 

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Gut vorbereitet geht’s in die Vorstellungsrunden

Vor den Gesprächen habe ich eine Checkliste mit meinen Vorstellungen zur Zusammenarbeit, den wichtigsten Infos zu unserem Fräulein und zu unserer Familie sowie einigen Fragen zu den Damen selbst zusammen gestellt. So eine Checkliste kann ich euch nur empfehlen, das erleichtert den Auswahlprozess unheimlich.

 

Ich habe die Termine so gelegt, damit sie unser Fräulein nicht überfordern, da sie damals noch relativ klein war und mehr Ruhephasen als jetzt mit 18 Monaten benötigte. Pro Tag wurde nur einen Termin für ca. eine Stunde fixiert. So hatten beide Seiten genügend Zeit sich kennenzulernen.

 

Eine Begegnung, die nie vergessen werde ...


Eine Kandidatin wird mir immer in Erinnerung bleiben, da sie mir ein besonderes Angebot gemacht hat. Die Leihoma, wie sich selbst bezeichnete, war Mitte 50. Sie hat selbst eine Großfamilie und mir angeboten, dass drei ihrer Töchter auch gerne einspringen, wenn wir Hilfe benötigen. Da musste ich nicht lange überlegen und habe sie gleich zu einem Gespräch eingeladen.

 

Als ich ihr gegenüber erwähnte, dass unser Fräulein noch ein Stillkind ist, das abends in den Schlaf gestillt wird, keinen Schnuller mag und außerdem noch im Elternbett schläft, war sie total begeistert.  Sie meinte, wir sind auf derselben Wellenlänge. Auch ihre Kinder wurden gestillt und konnten so lange sie wollten im selbstgebauten Riesen-Familienbett schlafen.

 

In ihrer Euphorie unterbreitete mir die Leihoma ein ganz besonderes Angebot. Mit dem Hinweis, dass sie vollstes Verständnis dafür hat, wenn ich es ablehne, denn nicht jede Mutter möchte das. Wenn meine Tochter körperliche Nähe beim Einschlafen benötigt und Saugen sie beruhigt, kann sie sich gerne an ihrem Busen in den Schlaf nuckeln. Es wäre für sie kein Problem. Habe ich gerade richtig gehört?

 

Ich war total perplex. Nein, das möchte ich nicht! Also lehnte ich höflich dankend ab. Glücklicherweise war die Stunde fast um, auch unser Fräulein wirkte müde. Ein guter Zeitpunkt, um mich für das Treffen zu bedanken und sie zu verabschieden. Als ich meinem Mann nach diesem Gespräch anrief, waren wir uns beide einig – die Leihoma kommt für uns nicht in Frage. NEVER EVER!

 

 

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Die Würfel sind gefallen – wir haben zwei Babysitter!


Richtig, zwei Babysitter. Es ist immer gut ein Back-up zu haben, wenn eine ausfällt. Doch bevor wir eine Entscheidung getroffen haben, wurde „Probe-Babysitten“ zum Eingewöhnen vereinbart. So konnten wir testen, ob die Zusammenarbeit funktioniert und unser Fräulein konnte sich auch gleich an ihre neue Babysitterin gewöhnen.

 

Es waren wirklich ausgesprochen tolle Kandidatinnen mit viel Erfahrung in der Kinderbetreuung und im Umgang mit Hunden dabei. Die einzige die ganz und gar nicht zu unserer Familie gepasst hat, war die Leihoma. Da trafen einfach zwei Welten aufeinander.

 

Wir hatten auch eine Portion Glück, dass uns nun zwei wunderbare, kinderliebende Frauen hin und wieder bei der Betreuung von unserem Fräulein unterstützen.

 

Über die Autorin

Claudia ist seit Herbst 2015 Mama. Sie lebt in wilder Ehe mit Mann, Tochter und Hund am Stadtrand von Wien.

Auf www.worklifebaby.at bloggt sie über die Herausforderungen im Familien- & Berufsleben, den Wiedereinstieg nach der Karenz und vieles mehr.

 

 

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