< Zur Mobilversion wechseln >

Mama sein: 11 Dinge, die mir meine Tochter bereits vor ihrem ersten Geburtstag beigebracht hat

von

Kinder lernen von ihren Eltern - und Eltern lernen ganz schön viel von ihren Kindern, ob sie wollen oder nicht! Unsere Gastautorin über Erkenntnisse, die sie ihrer knapp einjährigen Tochter zu verdanken hat.

Mutter hält Baby im Arm

Wienerin mit KindRosa Wolke(Wienerin)

In den fast zwölf Monaten unseres gemeinsamen Lebens sind meine Tochter und ich zu einem verdammt guten Team geworden. Sie reißt mit jedem Tag mehr die Weltherrschaft an sich, bringt mich damit an meine Grenzen und zeigt mir neue Wege auf. Ich zeige ihr, wie man mit einer Gabel isst, sie zeigt mir, wie man einfach mal genießt. Trotz aller Selbstzweifel, Sorgen und Anstrengungen habe ich bereits jetzt soviel von meiner Tochter gelernt:

1. Ich kann mit verdammt wenig Schlaf auskommen

Vor der Geburt meiner Tochter war ich zweifellos der „ich brauche mindestens 7 Stunden Schlaf am Tag“-Typ – und in einer perfekten Welt wäre ich das noch immer. Das Muttersein hat mir aber in erschreckend schnellem Tempo beigebracht, wie erstaunlich gut der Körper auch mit nur zwei bis drei Stunden Schlaf am Stück funktioniert. Auch dann übersteht man den Tag – auch, wenn ich mich beim Sekundenschlaf in Warteschlangen, U-Bahnen oder auf dem Klo ertappt habe. Woran sich mein Körper allerdings nie gewöhnen wird: Jene Nächte, in denen das Kind im Stunden-Rhythmus aufwacht. Das ist und bleibt Folter.

via GIPHY

2. „Effektivität“ ist mein zweiter Vorname

Sobald man Mutter ist, verdoppelt, ach was, verdreifacht sich die eigene Produktivität. Dafür gibt es zwei Gründe: Das Gewusel des Babys, das den lieben langen Tag nicht müde wird, jede Ecke der Wohnung auseinander zu nehmen, auf der einen Seite, auf der anderen ganz unromantisch nun mal die To-Do-Liste, die parallel zum Lebensalter des Kindes immer länger wird.

3. Es so so so okay, einfach mal nix zu tun – außer sich um ein Kind zu kümmern

Geschirrspüler, Waschmaschine, Staubsauger können warten. Punkt. Man kann das ganz pragmatisch sehen: Läuft einem ja nicht davon, die dreckige Wäsche ist morgen auch noch da. Sich eine Auszeit zu gönnen und den Tag einfach damit verbringen, ihn mit seinem Kind zu verbringen – diese Freiheit „erlaubt“ man sich viel zu selten. Und dabei sollte sie doch an erster Stelle stehen! Abgesehen davon, dass es an manchen Tagen schon Job genug ist, das kleine Kind, das einem am Rockzipfel hängt, gesund und munter durch den Tag zu bringen.

4. Ich bin gut so, wie ich bin

Meine Tochter verlangt nicht von mir, dass ich perfekt bin, dass ich unser Leben perfekt führe, dass unsere Wohnung so ordentlich oder schick ist wie auf Pinterest. Es ist ihr völlig wurscht, was ich trage, ob ich immer alles auf die Reihe bekomme. Genauso wie ich bin, bin ich die beste Mama für sie.

5. Und meine Tochter ist gut so, wie sie ist

Meine Tochter muss in keine Rollenbilder passen, keine Anforderungen erfüllen, nur weil sie ein Mädchen ist. Sie ist perfekt so, wie sie ist. Und es ist die Aufgabe von mir und ihrem Vater, ihr genau das beizubringen.

6. Wie man sein halbes Leben einhändig erledigt

Kochen, Wäsche aufhängen, aufs Klo gehen: Es ist erstaunlich, was man alles mit nur einer Hand schafft, wenn man – tja – muss.

7. Wie niedrig eine Ekel-Schwelle sein kann

Die Hemmschwelle, was Körperflüssigkeiten aller Art betrifft, sinkt mit einem Kind quasi ins Bodenlose. Den Großteil erledigen zweifellos Windelinhalte und Milch-Kotzflecken jeglicher Couleur, dazu kommt noch vorgekautes Essen, das einem ungefragt in den Mund gesteckt wird, der unvermeidliche Spucke-Finger in der Nase und – last but not least – Kack-Unfälle in der Badewanne.

8. Wie man eine Windel in Extremsituationen wechselt

Im Dunkeln, auf Toilettensitzen (in Ermangelung eines ordentlichen Wickeltisches), auf dem Beifahrersitz des Autos, einhändig.

via GIPHY

9. Loszulassen

Kinder sterben nicht an gespritzten Weintrauben, sie überleben es, mal eine Woche nicht gebadet zu werden oder Hipp-Gläser unaufgewärmt gefüttert zu bekommen, sie halten das aus. Absolute Perfektion gibt es nicht, schon gar nicht als Eltern. Je früher man das erkennt, umso leichter fällt einem der Alltag mit einem Kind.

10. Dass es völlig in Ordnung ist, um Hilfe zu bitten

Niemand erwartet, dass man alles alleine schafft, wirklich niemand. „Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen“ – dieser Satz ist so wahr und trotzdem hat irgendjemand beschlossen, dass Eltern ihre Kinder allein großziehen sollen. Wir sollten aufhören, uns das Leben unnötig schwer zu machen. Großeltern, Freundinnen, die netten Nachbarn: Fragen kostet nix. Und Hilfe wird meistens nur zu gerne angeboten.

11. Dass morgen auch noch ein Tag ist

Im Leben mit Kindern gibt es genug von ihnen: Momente, in denen einem wegen einer Nichtigkeit der Geduldsfaden reißt, in denen wir nicht die Art Eltern sind, die wir gerne sein würden. Das Schöne: Wer sich solche Gedanken macht, hat schon was gelernt. Und macht es beim nächsten oder übernächsten Mal anders. Denn morgen ist auch noch ein Tag. Und wir lernen schließlich gemeinsam mit unseren Kindern.

via GIPHY

 

VIDEO: Diese Männer haben eine männlichen Kindergärtner - und finden ihn super!

 

Kommentare

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen