< Zur Mobilversion wechseln >

Kindheit: 7 Dinge, die unseren Töchtern ein falsches Schönheitsideal einreden

von

Und wir reden nicht nur von der blonden Puppe! Ein Plädoyer für mehr Reflexion im Umgang mit Stereotypen, Schönheits- und Körperidealen.

Blondes Mädchen steht vor weißer Wand

Wienerin mit KindRed.(Wienerin)

1. Puppen mit unrealistischen Körpern

via GIPHY

Barbie hatte durchaus ihre feministischen Momente. Sie war Astronautin, Wissenschafterin, Computer-Nerd - ihr Vorstoß in sogenannte "Männerberufe" dauerte jedoch leider nicht lange. In den letzten Jahren wurde aus der Superpuppe wieder die perfekte, blond gelockte, zuckerlrosa Schönheit, wahlweise als Ballerina, Schmetterling oder Meerjungfrau in Szene gesetzt. Und sie spielt damit ihren Kritikern in die Karten, die nicht nur das unrealistische Körperbild anprangern, sondern auch das propagierte Rollenbild für junge Mädchen.

2. Das Vorurteil, Frauen könnten nicht hübsch UND schlau sein

via GIPHY

Amy in "The Big Bang Theory", Velma in "Scooby Doo", sogar Hermine in "Harry Potter" (Fans erinnern sich: Ron nimmt die schlaue Hermine erst auf dem Yule Ball so richtig wahr - in einem hübschen Kleid, mit der Gefahr eines Nebenbuhlers im Augenwinkel). Charaktere wie diese unterscheiden zwischen "klug" und "schön". Und weil die "hübschen" Mädchen meistens auch noch die cooleren sind und mehr Freunde haben, ist die Frage nach dem beliebteren Vorbild klar zu beantworten.

3. Filme, die Schönheit mit gutem Charakter und Glück gleichzusetzen

via GIPHY

In den Filmen scheinen die hübschen, schlanken Frauen einfach immer alles zu bekommen: Den Job, den Mann, das Haus, die schönsten Kleider, das "Happily Ever After". Kein Wunder also, dass Mädchen und jungen Frauen diesem unerreichbaren Ideal nachjagen.

4. Die Behauptung, eine hübsche Erscheinung wäre ihre (einzige) Leistung

via GIPHY

"Du bist so hübsch", "du bist ja süß", "du trägst aber einen schönes Kleid". Besonders auf kleine Mädchen prasseln Komplimente dieser Art oft ungehindert ein. Hängen bleiben die Wörter "süß", "hübsch", "nett". Und weil Kinder

5. Das Lesen von Magazinen, die keinen Wert auf Diversität achten

via GIPHY

Abgesehen von der offenbar unvermeidlichen Einteilung von Kindermagazinen in "Mädchenhefte" und "Bubenhefte", zeigen sie dann durch die Bank Stereotypen: Weiße, schlanke, (meist blonde) liebe HeldInnen, kleine, dicke, gerne etwas dümmliche Nebendarsteller mit Brille. Mit dem Alter wird's nicht besser: Für Teenager dreht sich dann alles um die Looks von Sängerinnen und YouTube-Stars.

6. Zu implizieren, Körperbehaarung sei unnatürlich

via GIPHY

Hier geht es nicht darum, dass nur FeministIn ist, wer sich seine Beinhaare nicht mehr rasiert. Es geht vielmehr um das Aufzeigen unterschiedlicher Schönheitsideale. Und einige davon beinhalten durchaus Körperbehaarung.

7. Twerk-enderweise zu einem falschen Körperbild

via GIPHY

Kinder lieben Musik. Und sie lieben Musikvideos. Aber leider zeigen Musikvideos Frauen nicht immer in einem Kontext, den wir unseren Kindern und vor allem unseren Töchtern gerne präsentieren.
Der Punkt: Kinder sehen sich Musikvideos nicht an und reflektieren dann das dargestellte Frauenbild, sie sehen wohl kaum die Power einer twerkenden Beyoncé oder Nicky Minaj (durch die Bank Feministinnen), sondern einen perfekt präsentierten Körper.
Unsere Aufgabe als Eltern sollte es sein, unseren Töchtern und Söhnen beizubringen, diese täglich auf sie einprasselnden Bilder selbstbewusst zu hinterfragen und in Frage zu stellen. Wir sollten ihnen das Werkzeug dazu geben: über Frauen sprechen, die Leistungen unabhängig von ihrem Aussehen erbracht haben. Ihnen klar machen, dass es keinerlei Notwendigkeit für sie gibt, einem bestimmten Ideal zu entsprechen.

Wir sollten ihnen klar machen, dass Pay Gaps wichtiger sind als Thigh Gaps.

 

 

Kommentare

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen