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Mehr Mut zum Gründen

Ein Unternehmen zu gründen ist kein Spaziergang. Was man dazu braucht: Eine solide Vorbereitung und eine große Portion „Herzblut“. Was bleibt: das unbeschreibliche Gefühl, etwas geschafft zu haben. Die WIENERIN Erste Bank Lounge bot Orientierung und Beratung.  - WERBUNG -

Leserinnenblog(Wienerin)

Man muss rich­tig gern und viel arbeiten wol­len“, sagt Rita Huber bei der WIENERIN ERSTE BANK LOUNGE und strahlt dabei. Die Jungunternehmerin hat es geschafft: 2014 hat sie den inzwischen sehr er­folgreichen vegan-vegetarischen Lie­ferservice Rita bringt’s gegründet. 20 Arbeitsstunden am Tag waren kei­ne Seltenheit: „Ja, der Anfang war Schwerstarbeit aber es hat sich ausge­zahlt“, sagt die 27-Jährige. Heute ist sie Multitasking-Köchin, Logistike­rin, Marketingexpertin und Chefin in einem und beliefert ihre Kunden täg­lich mit bereits 700 Essen.

GUT BERATEN. Unterstützt wur­de Rita vom Gründercenter der Erste Bank: „Die Finanzierung ist ein we­sentlicher Bereich, aber nicht alles: Gute Ideen, Businesspläne und För­derungen sind genauso entscheidend, ob ein Projekt realisierbar ist oder nicht“, sagt Roland Gehbauer, Leiter des Erste Bank-Gründercenters in Wien. Erst wenn das Gesamtkonzept steht, entscheiden Gehbauer und sein Team, ob in die Idee investiert wird. Ziel ist eine Win-Win Situation: „Wir wollen dem Unternehmen eine Zu­kunft ermöglichen, eine finanziell so­lide Basis schaffen und erhoffen uns damit einen langfristigen, gut finan­zierten Neukunden gewonnen zu ha­ben“, so Gehbauer.

STARTHILFE. Auch Start-Ups fal­len nicht vom Himmel – die haben sogar Engel an ihrer Seite: Selma Prodanović ist ein „Business Angel“ und fördert gute Ideen. „Der größ­te Anfängerfehler, ist die gute Idee für sich zu behalten“, so Prodanović, die bereits vor ihrer eigenen Grün­dung Visitenkarten verteilt hat. Dass auch Scheitern dazu gehört, hat die CEO der Brainswork GmbH am eige­nen Leib erfahren: Nach sechs Mona­ten Jobsuche hat sie den Entschluss gefasst: „Wenn ich schon alles falsch mache, dann my way!“ Seitdem ist Prodanović selbstständig und sehr erfolgreich – bereits 300 Ideen hat sie aus den Startlöchern geholfen.

Österreich hat eine sehr gute Förder­szene. Platz 6 nimmt die Start-up-Hauptstadt Wien im internationa­len Entrepeneurship-Ranking ein. „Es sind vor allem Nischen-Branchen die sich extrem gut entwickeln,“ berich­tet Gabriele Tatzberger, Start-up-Ex­pertin der Wirtschaftsagentur Wien. Bis zu 40 Mio. werden für gute Ideen und innovative Produkte in die Hand genommen. Neben Förderungen und Coachings gibt’s auch ein breites Netzwerk, das die Wirtschaftsagentur Wien für ihre Schützlinge zugänglich macht.

FRAUENMANGEL. Rund 88 Prozent der Start-ups in Österreich werden von Männern ins Leben gerufen. „Das liegt daran, dass männerlastige Bran­chen die Szene dominieren. Bei ‚nor­malen‘ Gründungen in Wien liegt der Frauenanteil bei 48 Prozent“, so Tatz­berger. Es ist kein Geheimnis, dass Frauen oft nachgesagt wird, risiko­scheu zu sein. Prodanović sieht darin keinen Nachteil: „Start-Ups, die von Frauen gegründet werden, halten sich im Schnitt länger als die der Männer.

 

WIENERIN ERSTE BANK LOUNGE: Mehr Mut zum Gründen

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3 Fragen an Roland Gehbauer, Gründer Center Erste Bank

Herr Gehbauer, Sie sind Leiter des Gründer Centers der Erste Bank. Was genau macht denn ein Gründer Center?

Das Gründer Center ist die erste Anlaufstelle, wenn es um das Thema Gründungen, Unternehmen oder Franchise geht. Angehende Unternehmer werden bei uns ausführlich beraten, erhalten Unterstützung beim Verfassen eines Businessplans und hilfreiche Tipps zur Finanzierung der Geschäftsidee. Kurz gesagt: Wir hel­fen vor und nach der Gründung durch den Info- und Förderungs-Dschungel. Mittlerweile gibt es unser Gründer Center seit 15 Jah­ren, wir unterstützen täglich 2 Gründungen - das zeigt uns, dass unser Konzept ankommt.


In ihrer beruflichen Tätigkeit haben Sie schon viele erfolgreiche Gründungen begleitet - einige sind jedoch auch gescheitert. Welche Fallen sollte man vermeiden, um erfolgreich zu gründen?

Finanzielle Rücklagen sind auch bei Neugründungen das A und O. Wir empfehlen, mindestens 40 Prozent des Gewinns für Steuer­zahlungen zu sparen, um nicht in finanzielle Bedräng­nis zu kommen. Auch die Rechtsform sollte wohl überlegt sein und die ersten Jahre halten, da ein spä­terer Wechsel teuer sein kann. Basis für den Weg in die Selbständigkeit ist jedenfalls ein detaillierter Busi­nessplan – ohne ein schriftliches Konzept, in dem alle wichtigen Punkte angemerkt sind, wird es sehr schwierig.


Wie schaut so ein Businessplan aus?

Ein Businessplan ist eine schriftliche Zusammenfassung der ge­samten Geschäftsidee eines Unternehmens. Das beinhaltet un­terschiedliche Pläne beispielsweise für den Vertrieb, das Marke­ting, die Beschaffung oder Produktion. Auch das Thema Finanzen ist ein wichtiger Punkt. Der Businessplan sollte einen Ausblick auf die ersten drei Jahre geben und regelmäßig aktualisiert werden. So kann er viele Jahre lang hilfreich sein.
 

Weitere Infos unter www.gruender.at

FOTO: © Erste Bank/Norbert Novak