< Zur Mobilversion wechseln >

Biermarke 'Bud Light' macht mit Lohngerechtigkeit Werbung

Nach einem sexistischen Fail letztes Jahr, versucht sich Bud Light nun mit Feminismus in der Werbung.

Letztes Jahr noch machte "Bud Light" mit einer Werbung Schlagzeilen, die Vergewaltigungsgedanken bei einigen Seherinnen aufbrachte. Nach mehreren Beschwerden wurde die Werbung mit dem Satz "Das perfekte Bier um das Wort 'Nein' für eine Nacht aus dem Vokabular zu streichen" wieder zurückgezogen. Vielleicht würde ein höherer Frauenanteil in den Vorstandsetagen der Firma Anheuser-Busch helfen, um solche Vergewaltigungskultur-Fettnäpfchen zu vermeiden? Den Geschäftsführern scheint der fahlte Beigeschmack des Satzes tatsächlich nicht aufgefallen zu sein.

 

Dieses Jahr versucht "Bud Light" es statt dessen mit Feminismus: Publikumslieblinge Amy Schumer und Seth Rogen unterhalten sich über die Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen. "Frauen bekommen nicht so viel bezahlt wie Männer, und das ist falsch", sagt Rogen. "Und viele Dinge kosten für uns auch mehr: Autos, Reinigung, Shampoo", ergänzt Schumer und spielt darauf an, dass Produkte, die an Mädchen oder Frauen vermarktet werden, teurer sind.

 

"Bud Light ist stolz darauf, gleiche Bezahlung zu unterstützen, deswegen kostet Bud Light immer dasselbe - egal ob du ein Typ oder eine Frau bist!" HALLELUJA!

via GIPHY

Mit Feminismus Werbung zu machen, also "Femvertising", hat schon eine lange Geschichte - und wird auch immer beliebter. Ein sehr repräsentatives aktuelles Beispiel ist das, eines Deodorants, dass für stressige Situationen vorbereiten will, zum Beispiel wenn man nach einer Gehaltserhöhung fragt. "Lucy tut ihr bestes um die Gehaltsschere zu verkleinern" ist der Claim.

 

Auch wenn immer wieder kritisiert wird, dass Feminismus damit instrumentalisiert wird, finden wir diese Entwicklung gut. Immerhin beeinflussen Werbebilder wie wir die Welt und wie wir Feminismus wahrnehmen. Außerdem hat sich "Bud Light" verpflichtet 1 Dollar an eine Organisation für Frauen in Führungspositionen zu  spenden, jedes Mal wenn jemand den Hashtag #CheersToEqualPay verwendet, mit einer Deckelung von 150.000 Euro. Laut der Huffington Post haben Schumer und Rogen übrigens dasselbe für ihren Werbeauftritt bezahlt bekommen.

 

Kommentare

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen