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Serbische ESC-Kandidatin hat eine starke Botschaft an uns alle

Sanja Vučić ZAA singt über häusliche Gewalt.

 

"I thought that it was supposed to hurt me, I thought that it was love, I put my hands up but I won't surrender. I don't need what doesn't serve me any more."

 

Es ist ein Thema, das es nicht so oft auf die ESC-Bühne schafft: häusliche Gewalt und Gewalt in einer Beziehung. Sanja Vučić ZAA, die serbische Vertreterin für den Eurovision Song Contest 2016, thematisiert genau das in ihrem Song "Goodbye".

 

"Der Song handelt von destruktiver Liebe, welche an einem gewissen Punkt in psychische und physische Gewalt kippt", steht auf der Homepage. Die Songwriterin Ivana Peters möchte damit zeigen, dass wir über das Thema häusliche Gewalt sprechen müssen, anstatt nur wegzuschauen.

Sexuelle Gewalt ist Tabu-Thema


Denn nach wie vor wird in Österreich jede fünfte in einer Beziehung lebende Frau von ihrem Ehemann oder Lebensgefährten misshandelt. Häusliche Gewalt ist weltweit die Hauptursache für den Tod oder die Gesundheitsschädigung bei Frauen zwischen 16 und 44 Jahren und rangiert damit noch vor Krebs oder Verkehrsunfällen.

 

In Serbien sieht die Situation noch schlechter aus: Umfragen von serbischen NGOs ergeben, dass in jeder vierten Ehe die Frau Gewalt vom Partner erleidet und jede achte Frau schon einmal sexueller Gewalt ausgesetzt war (Zahlen aus 2005). Sexuelle Gewalt bleibt auch weiterhin ein tabuisiertes Thema und adäquate Hilfe für Betroffene ist selten.

 

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