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Australische Einschaltung zeigt, wie wir Kinder zu häuslicher Gewalt erziehen

Gänsehaut: Das Video zeigt, wie wie wir Jungen zu häuslicher Gewalt erziehen.

Da bekommen wir Gänsehaut, aber nicht im guten Sinn: Die Einschaltung der australischen Regierung zeigt, wie wir bereits kleine Jungen zu häuslicher Gewalt erziehen, und Mädchen dazu, zu vergeben. Die Botschaft: Wir müssen Gewalt gegen Frauen an der Wurzel anpacken.

 

Ein Mädchen zu stoßen, ist eben nicht flirten, denn Gewaltprävention fängt mit Respekt an, erinnert uns die TV-Einschaltung. Das Video ist eine eskalierende Montage an beunruhigenden Szenarios. Es beginnt mit einem kleinen Jungen, der einem Mädchen die Tür ins Gesicht schlägt. "Du bist okay", sagt die Mutter, und legitimiert das Szenario mit dem alten "Er macht das nur, weil er dich mag." In der nächsten Szene sagt ein Vater zu seinem Sohn beim Sport "Schieß nicht wie ein Mädchen". Danach wechselt das Bild auf das entmutigte Gesicht des Spielepartners des Jungen: ein Mädchen.

 

Danach sehen wir eine Gruppe an Teenager-Jungen auf einer Party, die einem Mädchen in den Ausschnitt fotografieren und das Foto danach herumreichen, während sich das Mädchen verängstigt und unwohl fühlt. Einem der Burschen auf der Couch ist die Situation sichtlich unangenehm, aber er sagt nichts. Schließlich sehen wir eine Szene zwischen streitenden Erwachsenen: Während der Mann brutal gegen das Auto schlägt, sagt sich die Frau: "Es ist okay. Er liebt dich".

 

"Gewalt gegen Frauen fängt mit Respektlosigkeit an", sagt die Stimme aus dem Off. "Die Entschuldigungen die wir machen, lassen es wachsen. Lasst uns Gewalt gegen Frauen von Anfang an bekämpfen." Das Video zeigt perfekt, wie sich Respektlosigkeit langsam zu entmenschlichter Missachtung auswächst und sich in physischer Wut auslädt. In den Frauen sehen wir, wie sich Panik entfaltet und sie Versuchen ihre Angst wegzurationalisieren.

Gewalt gegen Frauen ist nicht einfach da. Sie wächst.

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