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Oscars 2017: Meryl Streep schwänzte den Oscar-Red Carpet (und Karl Lagerfeld ist schuld)

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Ein angebliches Missverständnis sorgte für eine hitzige Diskussion zwischen Chanel-Designer Karl Lagerfeld und Schaupielerin Meryl Streep.

StyleRed.(Wienerin)

Zwischen Oscar-Preisträgerin Meryl Streep und Karl Lagerfeld herrscht derzeit dicke Luft .Die 67-jährige Schauspielerin forderte in einem Statement eine Entschuldigung vom 83-jährigen Modedesigner: "Karl Lagerfeld hat mich diffamiert", ließ Streep über das Branchenblatt Women's Wear Daily (kurz WWD) ausrichten.

Lagerfeld: "Streep ist billig"

Grund für den Disput sind die Aussagen des Modeschöpfers, die Streep in ein schlechtes Licht rückten. In einem Interview behauptete Lagerfeld, Streep hätte ein Kleid beim französischen Couture-Haus Chanel bestellt und den Auftrag storniert, als sie das Angebot bekam, das Kleid eines anderen Modehauses zu bekommen und dafür Geld zu erhalten. "Wir haben jemanden gefunden, der zahlt", zitierte Lagerfeld Streeps Stylistin.

Der Modeschöpfer erklärte gegenüber WWD: "Eine geniale Schauspielerin. (...) Aber auch billig, oder?". Stars würden, so Lagerfeld, grundsätzlich nicht für Auftritte in Chanel-Roben bezahlt werden - auch nicht, wenn der Promi Meryl Streep heißt. 

 

Streep ließ die Aussagen nicht auf sich sitzen und forderte eine Entschuldigung vom Deutschen. Woraufhin der Chanel-Designer verlauten ließ: "Ich bedaure diese Kontroverse und wünsche Frau Streep viel Erfolg bei ihrer 20. Oscarnominierung".

Streep: "Äußerung des 'Bedauerns' war keine Entschuldigung"

"Herr Lagerfelds allgemeine Äußerung des 'Bedauerns' war keine Entschuldigung. Er hat gelogen, es wurde gedruckt, und ich warte immer noch", reagierte die Schauspielerin auf Lagerfelds Statement.

Nach dem Streit entschied sich Streep dafür, den Red Carpet bei den Oscars auszulassen und nicht für die Fotografen zu posieren.

(c) 2017 Getty Images Streep kam in einer raffinierten, dunkelblauen Robe mit Hosenbeinen. Natürlich nicht in Chanel, sondern in einer Kreation des französischen Modehauses Lanvin.

Oscars 2017: Die Looks vom Red Carpet

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"Lagerfeld würde niemals lügen"

In einem Statement nimmt nun auch WWD Stellung zu dem Disput. Es scheint, als wären sowohl Streep als auch Lagerfeld einem unglücklichen Missverständnis (und schlechter Kommunikation) zum Opfer Gefallen.

Lagerfelds Aussagen hätten Streep am Höhepunkt ihrer Karriere getroffen und sie damit in eine sehr ungünstige Situation gebracht. Allerdings betont Redakteurin Bridget Foley: "(...) Nach über 20 Jahren, in denen ich Lagerfeld befragt und über ihn berichtet habe, weiß ich mit absoluter Sicherheit, dass es niemals seine Absicht gewesen war, Lügen über Streep zu verbreiten".

 

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