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American Apparel: Nicht billig genug? US-Modekette sperrt alle europäischen Filialen zu

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Das Label verzichtete bewusst auf Sweatshop-Free-Produktion in Asien und fertigte stattdessen in den USA. Doch Skandale und hohe Preise sorgten für ein Kunden-Aus in den letzten Jahren.

American Apparel Files For Bankruptcy Protection For Second Time In !3 Months

StyleArnika Zinke(Wienerin)

 

"American Apparel" zählte in den 90ern zu den beliebtesten Basic-Marken weltweit. Mit fallenden Absatzzahlen in den letzten Jahren kamen allerdings die Skandale. Der ehemalige CEO und selbsternannte "Bad Daddy" Dov Charney sorgte gleich mit mehreren Fällen von sexueller Belästigung für Negativ-Schlagzeilen, dutzende sexualisierte Werbekampagnen gingen ebenfalls schief.

 

Trotz fairer Produktion (bis heute lässt die Marke ausschließlich in den USA produzieren und ist damit "Sweatshop-free"), musste die Marke nun (nach 2015) erneut Konkurs anmelden. Die negativen Schlagzeilen und die verhältnismäßig hohen Preise kamen bei der überwiegend jungen Käuferschaft leider nicht mehr an.

"American Apparel" kündigte nun an, sich deshalb vorerst vom europäischen Markt zurückzuziehen. Die Geschäfte würden demnächst geschlossen, auch der Online-Shop liefert nicht mehr nach Europa.

Die Wiener Filiale steht ebenfalls vor dem Aus: Die acht Mitarbeiter wurden bereits informiert, noch ist allerdings unklar, wann zugesperrt wird, berichtet die diepresse.com.

Marke bekommt Rundum-Erneuerung

Medienberichten zufolge soll die Marke nach dem Niedergang der letztem Jahre neu aufgestellt werden. 

Wie Business-Insider berichtet, soll bereits eine neue Nachfolge-Marke feststehen: "That's Los Angeles." soll, wie schon der Vorgänger, ebenfalls auf hippe Basics setzen, die in den USA produziert werden. Ex-CEO Charney ist davon überzeugt, dass er mit seinem "Made in USA"-Konzept wieder Erfolg haben kann. Er möchte damit schneller auf Markt-Entwicklungen reagieren und so den im Ausland-produzierenden Marken einen Schritt voraus sein.

Zumindest bei den eigenen Mitarbeitern scheint das neue Konzept gut anzukommen. Diese sollen die neue Firma durch einen Kredit mitfinanziert haben.

 

 

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