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Thomas Sabo: Thomas Sabo: Der Global Player im Interview

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Thomas Sabo gibt nur äußerst selten Interviews. Für die WIENERIN hat er eine Ausnahme gemacht und gibt Einblicke in seine Welt.

Thomas Sabo Flagship Store Opening

ModeValerie Zehethofer(Wienerin)

Thomas Sabo  - es gibt wohl kaum jemanden der diesen Namen noch nie gehört hat. Schließlich zählt das deutsche Unternehmen mit mittlerweile 312 Shops zu den ganz großen Playern in Sachen Schmuck und Uhren. Doch so bekannt die Marke auch ist, ihr Gründer gibt nur äußerst selten Interview, lässt stattdessen lieber seine Arbeit für sich sprechen. Für die WIENERIN hat der Nürnberger Schmuckdesigner eine Ausnahme gemacht. Wir haben Thomas Sabo, scheinbar tiefenentspannt und in gewohnt rockigem Outfit, anlässlich der Kollektionspräsentation für den Frühling/Sommer 2017 in Wien getroffen.

 

WIENERIN: Ihre Karriere als Schmuckdesigner hat Mitte der 1980er begonnen. Können Sie sich noch an Ihren ersten Entwurf erinnern?

Thomas Sabo: Ja klar, das war ein Schlangenring mit einem Aquamarin und zwei Robin-Augen. Die Schlange als Schmuck-Motiv hat uns ja dann auch bis heute weiterbegleitet.

Ihre Kollektionen sind heute rund um die Welt beliebt und erfolgreich. Haben Sie, als Sie mit der Marke Thomas Sabo starteten, damit gerechnet, dass das etwas ganz Großes werden könnte?

Nein, damit rechnet man nicht. Wir haben gewusst wir machen gute Sachen, denn wir haben ja mit Thomas Sabo bereits in den 1990e-Jahren Messen von New York bis Tokio besucht und hatten schon damals das Gefühl, dass unser Schmuck weltweit auch ohne irgendwelche Werbung gut ankommt. Wir haben sogar heute noch Kunden aus dieser Zeit. Wirklich dazu entschieden eine internationale Marke zu werden und zu expandieren haben wir uns aber erst in den 00er-Jahren.

Der Thomas Sabo Charm Club, eine Sammel-Kollektion aus kleinen Anhängern in unterschiedlichsten Formen und Motiven, die ständig erweitert wird, hat mittlerweile Kultcharakter. Sind Sie selbst Sammler?

Ich bin kein großer Sammler. Das einzige was ich habe, sind relativ viele Schuhe. Die kaufe ich mir wirklich gerne und stehen teilweise sogar unbenutzt im Schrank.

Schon einmal daran gedacht selbst Schuhe zu entwerfen?

Darüber hab ich tatsächlich schon einmal nachgedacht, aber mir fehlt die Zeit.

Wo nehmen Sie nach so vielen Jahren im Business immer wieder den Antrieb her, etwas Neues zu kreieren und Ihre Marke weiter zu entwickeln?

Ich glaube Motivation kommt dann, wenn einem die Sache Spaß macht und das tut es, ob das jetzt Susanne (Susanne Kölbli ist Creative Director von Thomas Sabo, Anm.) oder mich betrifft, immer noch. Ich bin jemand der sehr gerne arbeitet und gerne kreativ ist.

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Afrika diente als wichtige Inspirationsquelle für Ihre Sommerkollektion. Was fasziniert Sie persönlich an diesem Kontinent/der Kultur?

Zunächst einmal ist die Zusammenarbeit mit meiner Creative Director Susanne Kölbli an sich immer sehr inspirierend. Wir diskutieren und brainstormen viel gemeinsam, um Ideen für neue Designs zu entwickeln. In dieser Saison war der afrikanische Kontinent eine große Inspirationsquelle für die Entwicklung unserer aktuelle Frühjahr/Sommer Kollektion. Afrika ist ein besonderes Land, in dem verschiedenste, jahrhundertealte Traditionen und Kulturen zusammen kommen. An Afrika fasziniert mich die Vielfalt an Eindrücken: Die Intensität der afrikanischen Farbwelt und die Struktur der Muster strahlen eine Anziehungskraft aus, der man sich nur schwer entziehen kann. Dies haben wir versucht durch Farbsteine und Farbnuancen in unserer Africa Serie aufzugreifen.

Wo fühlt man sich zuhause, wenn man so viel reist wie Sie?

Meine Familie ist ein großes Glück und für mich der Inbegriff von "Zuhause". Sie stehen für mich immer an erster Stelle.

Ich lebe schon sehr lange in Nürnberg und fühle mich daher schon als Deutscher. Allerdings bin ich sehr gerne in Österreich.
Thomas Sabo über seinen Österreich-Bezug

Sie haben österreichische Wurzeln - Welchen Bezug haben Sie denn noch zu Ihrem Geburtsland?

Das ist ein kleines Missverständnis. Ich wurde in Nürnberg geboren, habe zwar in meiner Kindheit auch in Österreich gelebt, aber lebe schon sehr lange in Nürnberg und fühle mich daher schon als Deutscher. Allerdings bin ich sehr gerne in Österreich.

Gibt es einen Ort, an dem Sie noch nicht waren, den sie aber unbedingt noch sehen möchten?

Natürlich gibt es Orte an denen ich noch nie war und noch bereisen möchte! Besonders reizt mich Bhutan. Das Land hat viele unterschiedliche Facetten und Kulturen, die mich inspirieren.

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