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Verhütung: Verhüten ohne Hormone: Diese Methoden gibt es

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Welche nicht-hormonellen Verhütungsmethoden gibt es eigentlich? Wir klären auf.

SexRed.(Wienerin)

Info

Überblick

  • Kalendermethode
    Errechnen der unfruchtbaren Tage.

    Schleimstrukturmethode
    Beobachtung der Schleimstruktur.

    Sterilisation
    Durchtrennung de Eileiter (Frau) bzw. der Samenleiter (Mann).

    Kondom
    Schützt auch vor Geschlechtskrankheiten.

    Diaphragma
    Eine dünne Gummikappe über dem Muttermund.

    Kupferspirale
    Gibt Kupferionen frei, die Einnistung ds Eis verhindern.

    Temperaturmethode
    Anhand der Körpertemperatur werden die unfruchtbaren Tage bestimmt.

 

Die Entscheidung gegen hormonelle Verhütung kann viele Gründe haben: Manche Frauen vertragen sie nicht, andere wollen es einfach nicht. Was auch immer der Grund ist - es gibt sichere und eher unsichere Alternativen.

Dabei gilt: Keine Verhütungsmethode ist für jede Frau in jedem Alter gleich gut geeignet. Welche für Sie persönlich die beste ist, hängt von vielen Faktoren ab: der Lebenssituation, dem Alter, individuellen Beschwerden oder Erkrankungen, etc. 

Die meisten Frauen entscheiden sich zwar immer noch für die Pille, aber an zweiter und dritter Stelle folgen schon Kondom und Spirale. 

 

Kondom

Die hauchdünne Gummihülle wird über den erigierten Penis des Mannes gestülpt und verhindert, dass Sperma in die Vagina gelangt. Diese Methode schützt nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten (z.B. HIV). Vorsicht bei der Anwendung: Kondome reißen schnell - deshalb vorsichtig damit umgehen. Nach dem Sex unbedingt das Kondom am Gliedansatz halten, bevor man den Penis aus der Vagina zieht - sonst rutscht das Kondom ab.

 

Kupferspirale

Wenn es Ihnen zum Beispiel vor allem darum geht, dass die Methode sicher und bequem ist, Sie aber nicht ständig daran denken wollen, sind Sie vielleicht mit einer Spirale gut beraten, sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen. Der T-förmige Plastikstab ist mit einem Kupferdraht umwickelt und wird in die Gebärmutter eingesetzt. Der Draht gibt regelmäßig Kupferionen frei, die den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verändern und eine Einnistung des Eis verhindern. Die Spirale bleibt für 3 Jahre im Körper. Der Pearl-Index der Kupferspirale liegt zwischen 0,5 und 3. Damit gehört sie zu den zuverlässigsten Verhütungsmethoden. 

 

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Kupferkette - die neue Form der Kupferspirale

In den letzten Jahren sind viele Frauen auf die Kupferkette aufmerksam geworden. Sie zählt zur Spirale, auch wenn sie optisch nicht mehr viel mit ihr zu tun hat. Bei der Kupferkette sind die Kupferelemente an einem Kunststofffaden aufgereiht, der etwa einen Zentimeter tief in der Gebärmutterwand verankert wird. Sie ist insgesamt zwei bis drei Zentimeter lang, wirkt wie die herkömmliche Spirale und kann ebenso mehrere Jahre lang im Körper bleiben.

 

Diaphragma und Portiokappe

Einige Frauen wollen nur verhüten, wenn sie auch tatsächlich Sex haben, vor allem, wenn sie keinen festen Partner haben. Für sie kämen eher das Kondom und das Diaphragma infrage. Das Diaphragma besteht aus einer dünnen Gummikappe, die von der Frau vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt und über dem Muttermund platziert wird. Damit das Pessar erfolgreich das Eindringen der Spermien verhindert, muss zusätzlich eine samentötende Creme verwendet werden.

 

Die Portiokappe ist deutlich kleiner und sitzt direkt auf dem Muttermund - dort saugt sie sich fest und bildet eine dichtere Trennwand. Beide Methoden sollten Sie aber immer mit einem chemischen Verhütungsmittel kombinieren, um die Sicherheit zu erhöhen. Vor HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützt dagegen keine der beiden Kuppen. Der Pearl-Index beim Diaphragma liegt zwischen 1 und 20 - je älter und erfahrener die Frau, desto besser. Bei der Portiokappe liegt der Wert bei etwa 6, verbessert sich aber, wenn Sie diese Verhütungsmethode mit chemischen Mitteln kombinieren. 

 

Kalendermethode

Hier muss der Menstruationszyklus genau beobachtet werden und so können die unfruchtbaren Tage berechnet werden. Diese Methode ist sehr unsicher!

 

Schleimstrukturmethode

Bei dieser Methode wird die Schleimstruktur beobachtet, denn diese ändert sich je nach Zyklusphase. Bei dieser unsicheren Methode sind Erfahrung und Anleitung nötig.

 

Sterilisation

Die Sterilisation ist eine endgültige Methode, da sie meist nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Bei dieser operativen Methode werden bei der Frau die Eileiter, beim Mann die Samenleiter abgebunden oder durchtrennt. Die Methode wird nur bei abgeschlossener Familienplanung empfohlen. Der Hormonhaushalt wird nicht beeinträchtigt. Frauen haben weiteren ihre Blutungen und auch den Männern bleibt ihre Potenz erhalten.

    

Temperaturmethode

Anhand der Körpertemperatur werden die frucht- und unfruchtbaren Tage bestimmt. Wie das geht? Am Tag nach dem Eisprung ist die Temperatur bis zu einem halben Grad höher. Die Basaltemperatur wird jeden Morgen zur gleichen Zeit mit dem gleichen Thermometer am besten rektal gemessen. Ab dem 3. Tag ist das Ei möglicherweise nicht mehr befruchtungsfähig. Eine sehr unsichere Methode!

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Kommentare

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1 Kommentare
Gast: Ursl
31.07.2010 18:37

Temperaturmethode sicher, Symptothermale Methode fehlt.

Hallo, ich glaube, Eure Informationen zur Sicherheit der Temperaturmethode sind nicht ganz korrekt. Sie ist - richtig angewendet durchaus sicher. Vor allem aber fehlt die symptothermale Methode, die so sicher ist wie die Verhütung mit der Pille.