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Überraschung: Der weibliche Orgasmus ist doch kein mysteriöses Rätsel

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ForscherInnen haben mit über tausend Frauen über ihren Orgasmus gesprochen.

Der weibliche Orgasmus ist doch kein mysteriöses Rätsel

Sexred.(Wienerin)

Der weibliche Orgasmus - ein Mythos. So schwer zu erreichen, soviel intensiver als sein männlicher Gegenpart, aber viel viel seltener, dafür in Fortpflanzungszwecken angeblich nicht so wichtig und dann auch ganz gerne mal patriarchalisch als männliche Errungenschaft tituliert.

Eine Studie der Indiana University hat jetzt zum Glück die bahnbrechend Erkenntnis gewonnen, dass das alles eigentlich gar nicht so kompliziert und rätselhaft ist.

 

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SexualexpertInnen haben den weiblichen Orgasmus und sexuelle Vorlieben in einer repräsentativen Studie mit 1.055 US-amerikanischen Frauen im Alter von 18 bis 94 untersucht, um die Rätselhaftigkeit des weiblichen Orgasmus zu entmystifizieren und die sexuelle Kommunikation zu fördern. Ein bisschen dürfte ihnen das gelungen sein, die Ergebnisse lassen sich nämlich vor allem so zusammenfassen: Wir alle mögen andere Sachen. Überraschung!

 

10% der Frauen haben keine Orgasmen beim Sex

Weniger als 20% der Frauen gab an, durch Penetration allein zum Orgasmus zu kommen. Mehr als ein Drittel braucht zusätzlich klitorale Stimulation. Ebenso viele meinten, eine Stimulation der Klitoris während des Sex sei nicht nötig, würde den Orgasmus aber besser machen. Ganze 10% gelangen beim Sex allerdings überhaupt nicht zum Höhepunkt.

 

Frauen mögen's von oben nach unten, kreisförmig und seitwärts

Die ForscherInnen untersuchten auch, welche Art von Berührungen Frauen an der Vulva bevorzugen. Fast drei Viertel der Frauen bevorzugen sanfte bis mittlere Intensität bei Berührungen, 16% mochten alle Intensitäten und 10% mögen es, wenn starker Druck ausgeübt wird. Eine Auf-und-Ab-Bewegung mögen zwei Drittel der Frauen, etwa die Hälfte mag es in kreisförmigen Bewegungen und ein Drittel eine Seitwärtsbewegung bei der Stimulation der Vulva.

 

 

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Die StudienautorInnen wollen vor allem den Wert der Kommunikation mit dem Sexualpartner unterstreichen und mit ihren Ergebnissen Frauen helfen "ein spezifischeres Vokabular [zu entwickeln], um die eigenen Vorlieben zu benennen und diskutieren zu können, um selbst herauszufinden und ihren Partnern zu vermitteln zu können, was sich für sie gut anfühlt." Die Grundlage für ein erfüllendes Sexualleben sei die Fähigkeit, auszusprechen was einem gefällt, die eigenen Vorlieben anzunehmen und nicht davor zurückzuschrecken.

 

Video: Paula Lambert über den weiblichen Orgasmus und Selbstliebe

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